1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 18. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

KABUL: Im Süden Afghanistans sind bei schweren Gefechten nach offiziellen Angaben mehr als 70 Menschen getötet worden. Hunderte Kämpfer der radikal-islamischen Taliban hätten die Stadt Mosa Kala in der Provinz Helmand angegriffen, teilten Regierungsvertreter mit. In dem neunstündigen Gefecht seien 13 Polizisten und 40 Taliban getötet worden. - Bei Kämpfen in der Nachbarprovinz Kandahar wurden nach Angaben eines kanadischen Armeesprechers 18 Taliban getötet. Auch eine kanadische Soldatin sei getötet worden. - In Herat, im Westen Afghanistans riss ein Selbstmordattentäter einen US-Bürger mit in den Tod.

BAGDAD: Bei neuen Gewalttaten in der irakischen Hauptstadt sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben erschossen Bewaffnete im Südwesten Bagdads mindestens sechs Insassen eines Kleinbusses, die auf dem Weg zur Arbeit waren. Bei einem Bombenanschlag im Norden der Hauptstadt wurden sieben Menschen getötet, unter ihnen vier Polizisten.

RAMALLAH: Der Machtkampf zwischen Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas von der Fatah-Bewegung und der von der radikal-islamischen Hamas gestellten Regierung geht weiter. Abbas beorderte tausende Mitglieder der ihm unterstellten Sicherheitskräfte in den Gaza-Streifen. Der Präsident reagierte damit auf die Rekrutierung einer eigenen, 3.000 Mann starken Sicherheitstruppe für den Gaza-Streifen durch Hamas-Innenminister Said Siam. - Gleichzeitig bemühten sich beide Seiten um eine Deeskalation des Konflikts. Unter ägyptischer Vermittlung kamen Vertreter der Fatah und der Hamas zu einem Gespräch zusammen.

POTSDAM: Im Tarifkonflikt um die Bezahlung von Ärzten an Unikliniken hat die Gewerkschaft Marburger Bund den Ex-Politiker Lothar Späth als Schlichter ins Gespräch gebracht. Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident genieße in allen politischen Lagern Ansehen, sagte Gewerkschaftschef Frank Ulrich Montgomery. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder erklärte, einen Schlichter nicht akzeptieren zu wollen.

BERLIN: Auch nach dem Kabinettsbeschluss regt sich in der SPD Widerstand gegen den Kongo-Einsatz der Bundeswehr. Der SPD-Verteidigungsexperte Johannes Kahrs kritisierte den Einsatz in der 'Berliner Zeitung' als 'windige Veranstaltung'. Er bezog sich vor allem darauf, dass statt 500 jetzt 780 Mann an dem Einsatz teilnehmen sollen. Außerdem sei nicht mehr ausgeschlossen, dass der Einsatz mehr als vier Monate dauern könnte.

WASHINGTON: Der US-Senat hat Pläne gebilligt, an der Grenze zu Mexiko einen rund 600 Kilometer langen Sperrzaun zu errichten. Um illegalen Einwanderern den Grenzübertritt zu erschweren, sollen weitere 800 Kilometer durch Straßensperren gesichert werden. US-Präsident George W. Bush strebt zudem eine Verschärfung der Grenzkontrollen an. Anfang der Woche hatte er die Entsendung von bis zu 6.000 Nationalgardisten an die Grenze angekündigt.

BRASILIA: Der brasilianische Präsident Luiz Ignacio 'Lula' da Silva hat eine Verantwortung seiner Regierung für die Eskalation der Gewalt zwischen der Polizei und Verbrecherbanden in der Metropole Sao Paulo zurückgewiesen. Die öffentliche Sicherheit liege in der Kompetenz der Regierung des Bundesstaates Sao Paulo, sagte da Silva. Dessen Gouverneur habe ein Hilfsangebot der Bundesregierung abgelehnt. - Bei neuen Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Gangstern wurden nach Polizeiangaben 22 mutmaßliche Kriminelle getötet. Seit Ende der vergangenen Woche kamen in Sao Paulo damit mehr als 150 Menschen ums Leben.

HONGKONG: Der Taifun 'Chanchu' hat mit Windgeschwindigkeiten von rund 170 Stundenkilometern das chinesische Festland erreicht. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Xinhua kamen zwei Kinder beim Einsturz eines Hauses ums Leben. Insgesamt seien in den südlichen Provinzen Guangdong und Fujian fast 200 Häuser überschwemmt worden. Im südchinesischen Meer werden etwa hundert Fischer aus Vietnam vermisst. Es gebe kaum noch Hoffnung, sie lebend zu finden, teilte die Küstenwache mit. - Auf den Philippinen waren zuvor durch den Taifun fast 40 Menschen ums Leben gekommen.

PRETORIA: In Süafrika hat ein eintägiger Streik gegen die hohe Arbeitslosigkeit begonnen. Der Gewerkschafts-Dachverband Cosatu hat seine rund 1,6 Millionen Mitglieder dazu aufgerufen, der Arbeit fernzubleiben. - In Südafrika liegt die Arbeitslosenquote offiziell bei fast 27 Prozent. Das Wirtschaftswachstum beträgt knapp fünf Prozent.

PARIS: In der südfranzösischen Stadt Cannes haben die 59. internationalen Filmfestspiele begonnen. Um die 'Goldene Palme', einen der begehrtesten Filmpreise der Welt, konkurrieren in diesem Jahr 20 Filme. Deutsche Beiträge sind nicht im Wettbewerb vertreten. Zum Auftakt des Festivals wurde außer Konkurrenz der Hollywood-Thriller 'Da Vinci Code' nach dem Weltbestseller von Dan Brown präsentiert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her kräftiger Regen und zum Teil gewittrige Schauer. Temperaturen zwischen 15 und 23 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten bei stark bewölktem Himmel:

Hamburg: 12 Grad; Berlin: 13 Grad; Dresden: 14 Grad; Köln/Bonn und Frankfurt am Main 15 Grad sowie München: 16 Grad.