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Nachrichten

Donnerstag, 18. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bei den abschließenden Beratungen des Bundestages über den Haushalt 2010 befassen sich die Abgeordneten zunächst mit dem Etat des Justizministeriums. Auf der Tagesordnung stehen außerdem die geplanten Ausgaben der Ressorts Inneres, Familie, Landwirtschaft und Bildung. Der gesamte Haushaltsplan soll am Freitag verabschiedet werden. Der Bundeshaushalt sieht Ausgaben von rund 320 Milliarden Euro bei einer Rekord-Neuverschuldung von mehr als 80 Milliarden Euro vor. - Mit einer Feierstunde erinnert der Bundestag an diesem Donnerstag außerdem an die erste freie Volkskammerwahl in der DDR vor 20 Jahren.

BERLIN: Im Bundestags-Untersuchungsausschuss zum umstrittenen Luftangriff im nordafghanischen Kundus werden zwei der wichtigsten Zeugen befragt. Der ehemalige Bundeswehr-Generalinspekteur Schneiderhan und der frühere Verteidigungsstaatssekretär Wichert sollen erklären, welche Informationen dem Verteidigungsministerium nach dem von einem deutschen Oberst befohlenen Bombardement vorgelegen haben. Beide waren von Verteidigungsminister zu Guttenberg im November entlassen worden, weil er sich unzureichend informiert fühlte. Bei dem Angriff auf zwei Tanklaster bei Kundus waren im vergangenen September bis zu 142 Menschen getötet worden.

HAMBURG: Die von Verteidigungsminister zu Guttenberg geplante Verkürzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes ab Oktober auf sechs Monate ruft bei Sozialverbänden weiterhin Kritik hervor. Nutzen und Sinn des Zivildienstes würden damit komplett in Frage gestellt, hieß es von Seiten des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Für viele soziale Einrichtungen sei der Einsatz von Zivildienstleistenden unter diesen Vorausetzungen nicht mehr sinnvoll.

BERLIN: Die Bundesregierung hat einen Zeitungsbericht zu Plänen über eine vorgezogene Steuerreform dementiert. Das Thema stehe auch bei dem für Sonntag geplanten Treffen der Parteivorsitzenden von CDU/CSU und FDP nicht auf der Tagesordnung, sagte Regierungssprecher Wilhelm. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, wegen schlechter Umfragewerte gebe es bei Union und FDP Überlegungen, noch im April ein gemeinsames, aber deutlich abgespecktes Konzept zur Steuerreform vorzulegen.

MOSKAU: US-Außenministerin Clinton ist zu Abrüstungsgesprächen in die russische Hauptstadt gereist. Unmittelbar vor ihrem Besuch hatte das russische Parlament mit der Blockade des START-2-Vertrages zur atomaren Abrüstung gedroht. Das Abkommen soll den bisherigen START-Vertrag ablösen, der bereits Anfang Dezember ausgelaufen war. Das 1991 unterzeichnete Abkommen gilt als Grundpfeiler der Rüstungskontrolle. Der Nachfolgevertrag gilt zwar als unterschriftsreif. Das russische Parlament fordert aber, dass darin auch ein Verzicht der USA auf ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa geregelt wird.

PJÖNGJANG: Wegen einer verfehlten Währungsreform ist in Nordkorea ein hochrangiges Regierungsmitglied hingerichtet worden. Der ehemalige Planungs- und Finanzdirektor der Kommunistischen Partei, Pak, sei in der vergangenen Woche in einer Kaserne in Pjöngjang exekutiert worden, berichtet jetzt die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Der 77-Jährige war Ende Februar aus dem Amt geworfen worden, weil er die grassierende Inflation im Land nicht in den Griff bekommen hatte.

PEKING: Im Währungsstreit mit den USA zeigt sich die Volksrepublik China weiter unnachgiebig. In Peking wies das Außenministerium Forderungen der Führung in Washington nach einer Aufwertung des Yuan als unfair und schädlich zurück. Die Kontroverse über den Wert der chinesischen Währung müsse mit Gelassenheit und Vernunft gelöst werden. Der US-Senat hatte zuletzt eine Entschließung verabschiedet, in der China mit Strafzöllen für den Fall gedroht wird, dass es den Yuan nicht aufwerte. Die USA und auch zahlreiche europäische Staaten werfen der Volksrepublik vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten und sich so Wettbewerbsvorteile im Welthandel zu verschaffen.

ZUM SPORT: Der VfB Stuttgart ist im Achtelfinale der Fußball-Champions-League erwartungsgemäß an Titelverteidiger FC Barcelona gescheitert. Die Schwaben zogen im Rückspiel deutlich mit 0:4 Toren den Kürzeren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter bei frühlingshaften Höchstwerten zwischen zehn und 18 Grad.

Zuletzt meldeten bei leicht bewölktem Himmel:

Hamburg, Berlin, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 8 Grad

Dresden: 7 Grad und

München: 9 Grad.

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