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Nachrichten

Donnerstag, 18. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der Machtkampf im Iran geht weiter. Der bei der Präsidentenwahl offiziell unterlegene Reformkandidat Mir Hussein Mussawi rief für diesen Donnerstag zu einer weiteren Groß-Kundgebung auf. Seine Anhänger sollen schwarz tragen, um ihre Trauer um die bei den Protesten Getöteten zu zeigen. Das staatliche Radio meldete unterdessen, dass das wichtigste iranische Machtgremium -der Wächterrat- Mussawi und die anderen unterlegenen Präsidentschaftskandidaten zu einem Treffen Anfang nächster Woche geladen habe. - Als Reaktion auf die Proteste wurden nach Angaben internationaler Menschenrechtsorganisationen zahlreiche prominente Aktivisten und Politiker festgenommen. Der Direktor der Internationalen Kampagne für Menschenrechte mit Sitz in New York, Hadi Ghaemi, sprach von mindestens 200 Festnahmen. - Die Berichterstattung durch westliche Medien ist weiterhin stark eingeschränkt.

ISLAMABAD: Bei mehreren Raketenangriffen im Nordwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Die den USA zugeschriebenen Angriffe auf zwei Dörfer in Süd-Waziristan nahe der afghanischen Grenze hätten den Verstecken eines Taliban-Kommandeurs gegolten, sagte ein Behördensprecher. - Ein Augenzeuge erklärte, über der Gegend sei stundenlang eine Drohne gekreist, anschließend habe er Explosionen gehört.

BRÜSSEL: Die Europäische Kommission hat Pakistan im Kampf gegen den Terrorismus mehr humanitäre Hilfe zugesagt. Zusätzlich zu den bereits bewilligten sieben Millonen Euro sollen weitere 65 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Rande des ersten EU-Pakistan-Gipfels in Brüssel. Die Gelder sollen den Opfern und Flüchtlingen der internen Konflikte im Swat-Tal und anderen Regionen zugute kommen. Im Gegenzug erwarte die EU Fortschritte bei der Demokratisierung Pakistans, so Barroso. Außerdem stellt die EU dem Land bessere Handelsbeziehungen in Aussicht.

WASHINGTON: Mehrere Großbanken in den USA haben Staatshilfen in Höhe von 68 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Allein J. P. Morgan überwies 25 Milliarden Dollar. Insgesamt war zehn Banken erlaubt worden, Staatsgelder zurückzuerstatten, nachdem das Finanzministerium sie als stabil eingeschätzt hatte. Sie wollen sich damit von Einschränkungen in ihrer Geschäftspolitik befreien, etwa bei der Bezahlung von Top-Managern oder bei Dividenden. --- Präsident Barack Obama will die Finanzaufsicht radikal verschärfen. Notenbank und Regierung müssten mehr Macht und Kontrolle erhalten, Bereiche wie Hedgefonds massiv reguliert und die Verbraucher besser geschützt werden, so Obama bei der Vorstellung seiner Pläne in Washington.

PEKING: Die Weltbank hat ihre Prognose für die Wachstumsrate der chinesischen Wirtschaft im laufenden Jahr von 6,5 auf 7,2 Prozent nach oben korrigiert. Als Hauptgrund für die Korrektur nannte die Weltbank in einem Quartalsbericht massive Investitionen des Staates. Auch die Bankkredite seien in der ersten Jahreshälfte wesentlich größer ausgefallen als noch im März erwartet. Für 2010 sagt die Weltbank eine Wachstumsrate von 7,7 Prozent voraus.

BERLIN: Eineinhalb Wochen nach der Europawahl ist der Bundestag zu einer Debatte über den weiteren Kurs der Europäischen Union zusammengekommen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier präzisierte zum Auftakt in einer Regierungserklärung die deutschen Positionen für den am Nachmittag in Brüssel beginnenden EU-Gipfel. Der Außenminister warb nochmals für den Lissabon-Reformvertrag. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Iren bei der für den Herbst geplanten neuen Volksabstimmung das Abkommen billigten. Steinmeier plädierte zudem dafür, dass sich der Europäische Rat für verbesserte Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung in Europa einsetzen sollte. FDP-Partei-und Fraktionschef Guido Westerwelle hielt Steinmeier vor, keine konkreten Ziele in seiner Erklärung aufgeführt zu haben.

WASHINGTON: Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat bei einem Treffen mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton erneut Forderungen nach einem Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland zurückgewiesen. Solche Forderungen seien für Israel wegen der Bevölkerungsentwicklung nicht akzeptabel, sagte Lieberman in Washington. Clinton bestand dagegen auf einem Stopp des Siedlungsbaus. Nach Ansicht der USA sei dies die Voraussetzung für einen umfassenden Frieden in der Region.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat ein Memorandum unterzeichnet, das die Rechte von gleichgeschlechtlichen Partnern von Bundesbediensteten stärkt. Dazu gehört unter anderem die begrenzte Einbeziehung der Lebensgefährten oder -gefährtinnen in die Pflegeversicherung von Staatsangestellten. Das Memorandum sieht jedoch keine Aufnahme in die Krankenversicherung vor. Auch für Streitkräfte hat die Neuregelung keine Wirkung. Dort müssen Schwule und Lesben weiterhin mit Entlassung rechnen, wenn ihre sexuelle Orientierung öffentlich wird.

CARACAS: Venezuela hat wegen der Schweinegrippe rund 1.200 Passagiere und 460 Besatzungsmitglieder eines Kreuzfahrtschiffs für zehn Tage unter Quarantäne gestellt. Die für einen spanischen Reiseveranstalter fahrende "Ocean Dream" ankert vor der Insel Margarita, einem beliebten Ferienziel in der Karibik. Nach Angaben der venezolanischen Gesundheitsbehörden waren drei der Besatzungsmitglieder positiv auf die Schweinegrippe getestet worden. Elf weitere zeigten die Symptome der Krankheit.

HAMBURG: Das Internetunternehmen Google und deutsche Datenschützer haben ihren Streit über die geplante Straßenansicht "Street View" mit einem Kompromiss beigelegt. Wie der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar mitteilte, ist Google nun bereit, auch in den Rohdaten der Kameraaufnahmen Gesichter, Nummernschilder und Häuser von Bürgern zu löschen. Das gilt aber nur für Bilder, bei denen Betroffene der Veröffentlichung widersprechen. Google lässt zur Zeit Autos durch Deutschland fahren, die pro Stadt mehrere zehntausend Aufnahmen mit einer 360-Grad-Sicht machen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich des Mains nochmals längere sonnige Abschnitte. Sonst wechselnd, häufig stark bewölkt. Stellenweise etwas Regen. Höchstwerte zwischen 22 und 29 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 16 Grad, nach Regen;

Berlin: 18 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 21 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 18 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 20 Grad, wolkig und

München: 22 Grad, fast wolkenlos.

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