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Nachrichten

Donnerstag, 17. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Mit einer Gedenkstunde hat der Bundestag an den Volksaufstand in der damaligen DDR vor 57 Jahren erinnert. Bundestagspräsident Lammert sagte, der 17. Juni 1953 sei ein Schlüsselereignis in der europäischen Nachkriegsgeschichte gewesen. Dabei sei erstmals nach der Teilung wieder eine gesamtdeutsche Erfahrung zum Ausdruck gekommen. Als Hauptrednerin ging die frühere Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, Gesine Schwan, auf die aktuellen Herausforderungen für die Demokratie ein angesichts der Globalisierung von Wirtschaft, Umwelt und individueller Freiheit etwa im Internet. - Die Unruhen vom 17. Juni waren der erste große Aufstand gegen eine kommunistische Diktatur nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Er wurde von sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagen, 50 Menschen wurden getötet.

BERLIN: Nach dem Verzicht des US-Autobauers General Motor auf Staatshilfen für sein angeschlagenes deutsches Tochterunternehmen Opel hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Rüttgers das Vorgehen des Konzerns scharf kritisiert. Das Ergebnis sei zwar in Ordnung, so Rüttgers in einem Fernsehinterview. Doch habe GM seine Verhandlungspartner immer im Unklaren über seine genauen Ziele gelassen. Ebenso wie die Opel-Belegschaft erwarte er nun, dass die gemachten Investitionszusagen eingehalten würden. Ansonsten würden sich die Opel-Arbeiter wieder wehren, fügte der CDU-Politiker hinzu. Am Vortag hatte Opel-Chef Reilly erklärt, an den bekannten Umbauabsichten festhalten zu wollen. Danach sollen rund 4000 der 25.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, die vier deutschen Werke, darunter eins in Nordrhein-Westfalen, aber erhalten bleiben.

JERUSALEM: Unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft hat Israel eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens beschlossen. Wie die Regierung mitteilte, wird die Einfuhr von "Gütern zur zivilen Nutzung" in das Palästinensergebiet erleichtert. Zugleich machte das Kabinett aber deutlich, dass Israel an den bestehenden Sicherheitsvorkehrungen festhalten werde, um die Einfuhr von Waffen zu unterbinden. Die internationale Gemeinschaft hatte nach der gewaltsamen Erstürmung der sogenannten Gaza-Hilfsflotte Ende Mai zahlreiche Appelle an die Israelis gerichtet, Hilfslieferungen für die rund 1,5 Millionen Bewohner des Gazastreifens zuzulassen.

BRÜSSEL: Die EU-Staats- und Regierungschefs sind in der belgischen Hauptstadt zusammengekommen, um mögliche Konsequenzen aus der Euro-Schuldenkrise zu erörtern. Wie vorab bereits bekannt wurde, planen die 27 EU-Länder eine schärfere Kontrolle der nationalen Haushalte. Zudem wollen sie eine Bankenabgabe notfalls im Alleingang einführen. Damit ginge die Europäische Union auf Konfrontationskurs zur Haltung der G-20-Gruppe. Im Kreis der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer ist das Vorhaben umstritten, unter anderem sind Kanada, Australien und Brasilien gegen eine Bankenabgabe.

WASHINGTON: Angesichts der fortschreitenden Ölpest im Golf von Mexiko hat sich der britische Ölkonzern BP bereit erklärt, 20 Milliarden Dollar für die Beseitigung der Umweltschäden bereitzustellen. Das Geld werde in einen Fonds eingezahlt, der von unabhängiger Stelle verwaltet werden solle, sagte US-Präsident Obama nach einem Treffen mit Spitzenmanagern von BP. Zudem würden 100 Millionen Dollar für Arbeiter zur Seite gelegt, die wegen des derzeitigen Stopps von Tiefseebohrungen ihren Job verloren hätten. Obama, dem ein zu nachgiebiger Umgang mit dem Konzern vorgeworfen wird, sagte, die genannten Zahlen stellten keine Obergrenze dar. BP werde auch darüber hinaus zur Rechenschaft gezogen.

ZUM FUSSBALL: Gastgeber Südafrika muss um das Weiterkommen bei der FIFA-Weltmeisterschaft bangen. Im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A unterlag das Team vom Kap gegen den zweimaligen WM-Champion Uruguay in Pretoria mit 0:3. Für eine Überraschung sorgte die Schweiz: Die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Meistertrainers Ottmar Hitzfeld schlug Europameister Spanien mit 1:0. Im ersten Spiel der Gruppe H hatte zuvor Chile gegen Honduras 1:0 gewonnen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südhälfte wolkig und wieder Regen. Im Norden und vor allem an Nord- und Ostsee freundlich. Höchsttemperaturen 16 bis 25 Grad.

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