1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 17. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BEIRUT: Die libanesische Armee hat ihren angekündigten Vormarsch in den Süden des Landes begonnen. Die Soldaten trafen zunächst in der Hafenstadt Tyrus ein und rückten an verschiedenen Stellen über den Litani-Fluss vor. Zuvor hatte die israelische Armee einen Teil ihrer Stellungen im Südlibanon an die dortigen UN-Soldaten übergeben. Über die geplante Verstärkung der UN-Truppe sowie deren Befugnisse soll bei einer Konferenz an diesem Donnerstag in New York entschieden werden. Gemeinsam mit den libanesischen Soldaten sollen die UN-Soldaten dafür sorgen, dass es zu keinen weiteren Kämpfen zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel kommt. Frankreich erklärte sich bereit, die Führung der verstärkten UN-Truppen zu übernehmen.

BAYREUTH: Die Bundesregierung hat sich für eine deutsche Beteiligung an der UN-Friedenstruppe für den Libanon ausgesprochen. Nach dem Treffen der Koalitionsspitzen in Bayreuth sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Vordergrund einer deutschen Beteiligung stünden Hilfsleistungen im humanitären Bereich und beim Wiederaufbau. Außerdem sollen möglicherweise Marineeinheiten eingesetzt werden. Merkel will an diesem Donnerstag in Berlin die Fraktionen über den Stand der Überlegungen unterrichten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnte, sich bei der Entsendung deutscher Soldaten vorschnell festzulegen. Dem Deutschlandfunk sagte er, solche Vorüberlegungen sollten zunächst im Parlament eingebracht werden, bevor man sie öffentlich diskutiere.

BRÜSSEL: Nach den vereitelten Anschlägen auf Transatlantikflüge in die USA erwägt die Europäische Union, das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck auf alle Mitgliedsstaaten auszuweiten. Luftfahrtexperten der EU würden Anfang September die Wirkung dieser Sicherheitsmaßnahmen beurteilen, kündigte ein Sprecher von Justizkommissar Franco Frattini nach einer Konferenz von Innenministern der Union in London an.

LONDON: In der britischen Hauptstadt hat ein Gericht die Haftbefehle für die nach dem mutmaßlichen Terrorkomplott festgenommenen Männer um eine Woche verlängert. Nach britischem Recht ist es möglich, Terror-Verdächtige bis zu 28 Tage ohne Anklageerhebung festzuhalten. Die britischen Behörden gehen weiterhin davon aus, dass die Verdächtigen eine Serie von Anschlägen mit Flüssigsprenstoff auf Transatlantik-Flüge in die USA geplant hatten.

KABUL: Im Osten Afghanistans haben die US-geführten Koalitionstruppen nach eigenen Angaben acht radikal-islamische Rebellen getötet. Wie die Streitkräfte mitteilten, seien die Soldaten zuvor angegriffen worden. Sie hätten das Feuer mit Maschinengewehren und Granaten erwidert. Koalitionssoldaten seien nicht verletzt oder getötet worden. Die Region entlang der Grenze zu Pakistan gilt als Rückzugsgebiet untergetauchter Taliban- und El-Kaida-Mitglieder.

JAKARTA: Anlässlich des Unabhängigkeitstags hat die indonesische Justiz die Haftstrafen von neun Männern reduziert, die wegen der Bombenanschläge auf Bali 2002 im Gefängnis sitzen. Die Strafen seien wegen guter Führung um jeweils vier Monate verkürzt worden, teilte ein Justizsprecher mit. Die neun Islamisten hatten zur Finanzierung der Anschläge Raubüberfälle begangen oder den Haupttätern Unterschlupf gewährt. Dafür wurden sie zu Haftstrafen zwischen fünf und 16 Jahren verurteilt. Drei Haupttäter sollen noch im August hingerichtet werden, drei weitere verbüßen lebenslange Haftstrafen.

COLOMBO: Im Norden Sri Lankas sind bei Kämpfen zwischen der Armee und tamilischen Rebellen nach Regierungsangaben mindestens 50 Aufständische getötet worden. Diese hätten Stellungen der Armee in Kilali auf der Halbinsel Jaffna angegriffen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Nach unbestätigten Angaben wurden mindestens sechs Soldaten getötet und rund 60 verletzt. Am Mittwoch hatte Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse die Bereitschaft der Regierung zu Friedensgesprächen betont. Bei den seit Monaten immer wieder aufflammenden Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen der 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1.400 Menschen getötet.

DÜSSELDORF: In den Verhandlungen um einen Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist bislang keine Einigung erzielt worden. Seit Mittwochmorgen beraten die kommunalen Arbeitgeber und die Ärztevertretung Marburger Bund ohne Unterbrechungen. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Otto Foit, sprach von nur zähen Bewegungen hin zu einer Einigung. Auch der Marburger Bund sieht noch erheblichen Gesprächsbedarf. Ein Sprecher der Ärztevertretung sagte, der Ausgang der Verhandlungen sei völlig offen. - Am Mittwoch hatten sich beide Seiten noch zuversichtlich geäußert, dass eine rasche Einigung erzielt werden könne.

FRANKFURT AM MAIN: Die Fluggesellschaft Air Berlin übernimmt den Konkurrenten 'dba'. Das teilte Unternehmenschef Joachim Hunold in Frankfurt mit. Die Verträge waren bereits am Mittwoch in München unterzeichnet worden. Den Kaufpreis für dba bezifferte Hunold auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Bereich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen immer wieder kräftige Schauer und Gewitter. Im Südosten ist es meist freundlich. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 30 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 17 Grad, wolkig; Berlin und Dresden: 18 Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 17 Grad, stark bewölkt; Frankfurt am Main: 16 Grad, stark bewölkt und München: 17 Grad, gering bewölkt.

Audio und Video zum Thema