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Nachrichten

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Banken- und Börsenkrise wollen die 27 EU-Staaten die Nachfrage und die Investitionen in der Union ankurbeln. Maßnahmen zur Unterstützung der europäischen Industrie sind im Beschluss-Entwurf des in Brüssel laufenden Gipfeltreffens enthalten. Als Konsequenz aus der Geldmarktkrise soll zudem künftig ein Krisenstab über die Finanzströme in der EU wachen. Dem Gremium werden nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs Vertreter der Europäischen Zentralbank, der Euro-Gruppe, der EU-Kommission und der EU-Präsidentschaft angehören. Vorgeschlagen sind zudem monatliche Treffen der nationalen Aufsichtsbehörden. Im Streit um den Klimaschutz hält die französische Ratpräsidentschaft trotz Störfeuers aus Italien und Osteuropa am bisherigen Beschluss-Fahrplan der EU fest.

BERN: Nach den Rettungspaketen in den USA und der Europäischen Union hat auch die Schweiz ein Hilfspaket zur Stabilisierung des Finanzsystems beschlossen. Zudem sollen Sparer besser geschützt werden. Bundesrat, Nationalbank und Bankenkommission einigten sich unter anderem darauf, die angeschlagene Großbank UBS zu stützen. Nach Angaben des Finanzministeriums stärkt der Staat die Eigenmittel der größten schweizer Bank mit 3,9 Milliarden Euro. Außerdem finanziert die Nationalbank die Eliminierung von UBS-Altlasten im Umfang von bis zu 39 Milliarden Euro. Derweil rutschte die Credit Suisse, die zweitgrößte Bank des Landes, im dritten Quartal in die roten Zahlen. Sie erwartet einen Reinverlust von 850 Millionen Euro und stockt ihr Eigenkapital um 6,5 Milliarden auf.

TOKIO: Die anhaltenden Kurseinbrüche an den internationalen Börsen zeigen nach Einschätzung des japanischen Ministerpräsidenten Taro Aso, dass die Anleger das US-Rettungspaket für die Finanzbranche für unzureichend halten. Deshalb herrsche Ausverkauf, sagte er im Parlament in Tokio. Auch am Donnerstag folgte der japanische Aktienmarkt der New Yorker Wall Street, die am Mittwoch ihren schlechtesten Tag seit 21 Jahren gemeldet hatte. Der Nikkei-Index verlor mehr als elf Prozent und schloss bei 8.458 Punkten.

BERLIN: Die Deutsche Bahn nimmt nach Informationen der 'Rheinischen Post' im November einen zweiten Anlauf für einen Gang an die Börse. Vorstandschef Hartmut Mehdorn reise dafür zu Investorengesprächen nach Asien und in arabische Länder, berichtet das Blatt. Die Konzernführung habe die Zustimmung der Bundesregierung. Ursprünglich wollte der Bund am 27. Oktober 24,9 Prozent der Transport- und Logistiktöchter der Bahn über die Börse verkaufen. Wegen der Finanz- und Börsenkrise verschob die Regierung die Pläne auf unbestimmte Zeit.

BERLIN: Die Bundesregierung stellt heute ihre aktualisierte Prognose für die deutschen Wirtschaftsaussichten vor. Der zuständige Minister Michael Glos wird nach übereinstimmenden Berichten dabei wegen der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise die bisherige Vorhersage für das Jahr 2009 deutlich senken. Danach geht die Regierung wie jüngst auch die Forschungsinstitute von nur noch 0,2 Prozent Wachstum im kommenden Jahr aus. Bislang waren 1,2 Prozent vorausgesagt worden. Für das laufende Jahr wird, wie es heißt, die Schätzung von 1,7 Prozent beibehalten.

BERLIN: Der Bundestag entscheidet heute über die Verlängerung des Einsatzes deutscher Soldaten in der Afghanistan-Schutztruppe um 14 Monate. Außerdem soll die Obergrenze des Mandates um 1.000 auf 4.500 Soldaten aufgestockt werden. Bei der ersten Beratung im Parlament hatte nur die Linksfraktion der Verlängerung widersprochen. Die Bundeswehr ist bereits seit sieben Jahren am Hindukusch eingesetzt. Dass der Einsatzauftrag diesmal nicht, wie üblich, um 12, sondern um 14 Monate verlängert wird, hängt mit der Bundestagswahl 2009 zusammen. Damit soll einer neuen Bundesregierung ausreichend Zeit für Beratungen über ein neues Afghanistan-Mandat gegeben werden.

WASHINGTON: Bei ihrer dritten und letzten Fernsehdebatte vor der US-Präsidentenwahl haben sich die Kandidaten Barack Obama und John McCain ihren bisher härtesten Schlagabtausch geliefert. Der demokratische Senator und sein republikanischer Kollege warfen sich in Hempstead im Bundesstaat New York jeweils eine falsche Wirtschafts-, Bildungs- und Steuerpolitik vor und betonten ihre eigene Reformbereitschaft. McCain beschuldigte seinen Rivalen, die Steuern erhöhen zu wollen und einen "Klassenkampf" zu starten. Zugleich verwahrte er sich gegen den Vorwurf Obamas, lediglich die Politik von Amtsinhaber George W. Bush fortzusetzen. McCain stand vor der Debatte unter hohem Druck. Umfragen zufolge liegt er drei Wochen vor der Wahl deutlich hinter Obama.

MIAMI: Mit Windgeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern ist der Hurrikan "Omar" auf die karibischen Leeward-Inseln geprallt. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami verstärkte er sich zu einem Wirbelsturm der Stufe drei, ehe er auf die Antilleninseln traf. Vor der amerikanischen Jungferninsel St. Croix erzwang der Hurrikan die Stillegung der Ölraffinerie Hovensa, die zu den zehn größten der Welt zählt. Auf den Jungferninseln, auf St. Kitts und Nevis sowie in Puerto Rico gilt weiterhin Hurrikan-Alarm. "Omar" ist der siebte Hurrikan dieses Jahres im Atlantik.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit nach Südosten ziehendem Regen. Vor allem südlich des Mains anhaltende und ergiebige Regenfälle. Höchsttemperaturen zwischen elf und 16 Grad.

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