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Nachrichten

Donnerstag, 16. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.


NAIROBI: Der Klimawandel ist nach Ansicht von UN-Generalsekretär Kofi Annan nicht nur ein Umweltthema, sondern eine allumfasssende Bedrohung für die Welt. Auf der UN-Klimakonferenz in Nairobi warf er der internationalen Gemeinschaft fehlendes Engagement vor. Führende Politiker hätten noch nicht verstanden, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit sei. Bis zum Freitag wollen Umweltminister aus mehr als 90 Ländern über ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beraten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bekräftigte die Absicht, die Stromerzeuger beim Klimawandel stärker in die Pflicht zu nehmen. Er kündigte in Nairobi an, Deutschland sei bereit, bei der weiteren Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen eine Vorreiterrolle zu übernehmen.


KINSHASA: Nach dem Sieg von Amtsinhaber Joseph Kabila bei der Präsidentenwahl im Kongo hat die internationale Gemeinschaft an alle Politiker des Landes appelliert, das Wahlergebnis anzuerkennen. Insbesondere die Präsidentschaftskandidaten müssten sich jeder Provokation enthalten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Vereinten Nationen, der EU und der Weltbank. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt Kabila 58 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer, Vizepräsident Jean-Pierre Bemba, kam auf 42 Prozent. Das Ergebnis muss noch vom Obersten Gericht der Demokratischen Republik Kongo bestätigt werden, da Bemba mehrere Beschwerden wegen angeblichen Wahlbetrugs eingelegt hat. - In der vergangenen Woche war es bereits zu Gefechten zwischen Anhängern beider Kandidaten gekommen, bei denen mindestens vier Menschen starben.


ISLAMABAD: Einen Tag nach neuen Friedensgesprächen mit Indien hat Pakistan eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete getestet. Der Test sei erfolgreich verlaufen, teilte ein Militärsprecher in Islamabad mit. Indien und andere Nachbarländer seien zuvor unterrichtet worden. Die von Pakistan selbst entwickelte Rakete vom Typ Hatf-5 hat eine Reichweite von rund 1.300 Kilometern. - Indien und Pakistan testen regelmäßig atomwaffenfähige Raketen. Bei den Friedensgesprächen in Neu Delhi hatten die beiden Staaten auch einen Vertrag besiegelt, der Maßnahmen zur Verringerung des Risikos von nuklearen Unfällen vorsieht.


BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt haben Bewaffnete eine Bäckerei gestürmt und sieben Angestellte ermordet. Zwei weitere Mitarbeiter wurden verletzt, teilte die Polizei mit. Zu der Attacke kam es im östlichen Stadtteil Sajunijah. In der Bäckerei sind den weiteren Angaben zufolge nur Schiiten beschäftigt. - Aufständische töteten zudem zwei weitere US-Soldaten im Irak. Laut US-Militärkommando wurde ein Soldat in der Provinz Dijala erschossen, der zweite starb in Bagdad bei einem Angriff auf seine Patrouille. Die US-Luftwaffe ihrerseits habe südlich von Bagdad mehrere Gebäude bombardiert. Dabei seien neun Aufständische getötet worden.


NABLUS: Bei einem israelischen Militäreinsatz in der Nähe von Nablus im Westjordanland ist ein radikaler Palästinenser erschossen worden. Nach Angaben von Sicherheitskräften gehörte der 25-jährige Mann der Volksfront zur Befreiung Palästinas an. Am Mittwochabend hatte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas Israel zu einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche aufgerufen. Zugleich forderte Abbas in einer im Fernsehen übertragenen Rede den israelischen Abzug aus dem Westjordanland und aus Ostjerusalem.


NUKUALOFA: In der Hauptstadt des Südsee-Königreiches Tonga ist es zu schweren Unruhen gekommen. Nach Medienberichten stürmten hunderte Jugendliche Regierungsgebäude und setzten Fahrzeuge in Brand. Auch mehrere Firmengebäude, die der Königsfamilie und anderen Regierungsmitgliedern gehören, seien verwüstet worden. Zuvor hätten tausende Demonstranten in Nukualofa vor allem mehr Demokratie in Tonga gefordert, hieß es weiter. Die Unruhen seien ausgebrochen, nachdem sich die Regierung geweigert habe, noch in diesem Jahr demokratische Reformen in dem Insel-Staat zu beschließen.


NÜRNBERG: Die Innenminister von Bund und Ländern kommen am heutigen Donnerstag zu einer zweitägigen Konferenz zusammen. Ein Thema ist der Streit über den Kompromiss der großen Koalition zum Bleiberecht für langjährig geduldete Ausländer. Vor allem Niedersachsen und Bayern lehnen die geplante Regelung ab. Die beiden unionsgeführten Länder befürchten Nachteile für die Sozialsysteme. Die große Koalition hatte sich darauf verständigt, langjährig geduldeten Flüchtlingen unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu gewähren. Danach müssen Alleinstehende mindestens acht Jahre in Deutschland leben - bei Familien mit Kindern sind es sechs Jahre. Weitere Themen der Innenministerkonferenz sind der Anti-Terror-Kampf und die Sicherheit an den europäischen Grenzen.


MÜNCHEN: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sechs Mitarbeiter des Siemens-Konzerns, denen vorgeworfen wird, Summen in zweistelliger Millionenhöhe veruntreut zu haben. Nach Medienberichten wurden mit dem Geld potenzielle Auftraggeber bestochen. Bei einer Großrazzia waren am Mittwoch mehr als 200 Polizeibeamte, Steuerfahnder und Staatsanwälte im Einsatz. Sie durchsuchten Büroräume an mehreren Siemens-Standorten sowie Privatwohnungen.


SAARBRÜCKEN: Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion Die Linke, Oskar Lafontaine, will bei der saarländischen Landtagswahl 2009 antreten. Das bestätigte eine Sprecherin der Linkspartei. Lafontaine war von 1985 bis 1998 Ministerpräsident des Saarlandes. 2005 wechselte der ehemalige SPD-Chef zur Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG) und zog für die Linkspartei in den Bundestag ein.


ZUM FUSSBALL: In der Qualifikation zur Europa-Meisterschaft haben sich die deutsche Nationalmannschaft und die Elf aus Zypern 1:1 getrennt. Das Tor für die deutsche Mannschaft schoss Kapitän Michael Ballack. Trotz des Unentschiedens übernahm das deutsche Team wieder die Führung in der EM-Qualifikationsgruppe D vor den punktgleichen Tschechen.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Nachmittag meist sonnig, im Süden vereinzelt zähe Nebelfelder, später von Westen dichte Wolken. Mit Temperaturen bis 20 Grad wird es für diese Jahreszeit sehr warm.


Audio und Video zum Thema

  • Datum 16.11.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9OoC
  • Datum 16.11.2006
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