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Nachrichten

Donnerstag, 16. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag.

BERLIN: An mehreren Universitätskliniken hat ein unbefristeter Ärztestreik begonnen. Arbeitsniederlegungen soll es nach Angaben der Ärztegewerkschaft "Marburger Bund" im Laufe des Tages an den Kliniken in Freiburg, Heidelberg, München, Würzburg, Essen, Bonn, Mainz und Halle geben. Patienten werden nur noch im Notfall operiert. Die Gewerkschaft fordert 30 Prozent mehr Gehalt, besser geregelte Arbeitszeiten und eine vollständige Vergütung der Überstunden. Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery, verteidigte die Forderungen. Sie entsprächen genau dem, was die Arbeitgeber den Ärzten an den Unikliniken genommen hätten, sagte Montgomery im Zweiten Deutschen Fernsehen. Der Streik werde so lange dauern, wie sich die Arbeitgeber einer vernünftigen Bezahlung und vernünftigen Arbeitsbedingungen widersetzten.

NEW YORK: Im Atomstreit mit dem Iran haben die USA den Ton nochmals verschärft. US-Außenministerin Condoleezza Rice bezeichnete den Iran als Zentralbanker des Terrorismus. Die Regierung in Teheran habe die Welt über ihre Nuklear-Aktivitäten belogen. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton verglich die Bedrohung durch den Iran mit den Terror-Anschlägen von 2001. Unklar bleibt indes, wie die Staatengemeinschaft gegen den Iran vorgeht. Die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates, die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China konnten sich bei neuen Beratungen nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen.

DSCHENIN: Israels Armee hat im Norden des Westjordanlands eine großangelegte Suche nach radikalen Palästinensern gestartet. Bei einem Feuergefecht im Flüchtlingslager Dschenin wurde ein israelischer Soldat getötet. Nach der israelischen Erstürmung eines Palästinensergefängnisses in Jericho am Dienstag und anschließenden Ausschreitungen wütender Palästinenser herrschen zwischen beiden Seiten äußerste Spannungen. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sagte, die Stürmung der Haftanstalt sei unverzeihlich. Israel habe die Palästinenser gedemütigt.

BAGDAD: Im Irak ist das Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Drei Monate nach der Wahl am 15. Dezember traten
die Abgeordneten erstmals zusammen. Die Sitzung fand in einem Kongresszentrum in der schwer bewachten Grünen Zone in Bagdad statt. Eine schnelle Regierungsbildung ist nicht in Sicht.

SYDNEY: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die chinesische Führung wegen ihres rasant steigenden Militärhaushalts zu mehr 'Transparenz' aufgerufen. Die geplante Erhöhung des Militäretats um 14 Prozent sei sehr hoch. Die chinesische Regierung solle offen sagen, welche militärischen Absichten sie habe, sagte Rice nach Gesprächen mit ihrem australischen Kollegen Alexander Downer in Sydney. China, das seit Jahren hohe Wachstumsraten seiner Wirtschaft verzeichnet, will dieses Jahr 35 Milliarden Dollar in die Rüstung stecken.

NEW YORK: Gegen den Willen der USA hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Einrichtung eines so genannten Menschenrechtsrates beschlossen. Nach zähen Verhandlungen stimmten 170 der 191 Mitgliedsstaaten für das neue UN-Gremium, nur vier dagegen. Die USA kritisieren, in den Rat könnten auch Länder gewählt werden, in denen die Menschenrechte mißachtet würden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte dagegen den Menschenrechtsrat. Es handele sich um einen Erfolg für die Menschenrechte und es sei gut, dass die USA trotz ihrer Ablehnung konstruktiv mitarbeiten wollten.

MINSK: Die Behörden in Weißrussland haben vor der Präsidentenwahl am Sonntag noch einmal das Vorgehen gegen Oppositionelle verschärft. Mehrere Kritiker von Amtsinhaber Alexander Lukaschenko wurden festgenommen. Die USA äußerten sich zutiefst besorgt. Die deutsche Europa-Abgeordnete Elisabeth Schrödter sagte der 'Deutschen Welle', Lukaschenko habe Angst, er könne selbst unter den von ihm diktierten Bedingungen die Mehrheit verlieren.

BELGRAD: Der Leichnam des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic ist von den Niederlanden nach Serbien übergeführt worden. Nach Angaben seiner Familie soll der im Gefängnis des UN- Kriegsverbrechertribunals gestorbene Milosevic am Samstag in seiner Heimatstadt Pozarevac beigesetzt werden. Bis dahin wird der Leichnam in Belgrad öffentlich aufgebahrt. Ein russisches Ärzteteam bestätigte die Ergebnisse der ersten Autopsie, wonach Milosevic einen Herzinfarkt hatte.

NEW YORK: Neuer Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen wird wieder ein Deutscher. UN-Generalsekretär Kofi Annan ernannte Achim Steiner zum Nachfolger von Klaus Töpfer, der acht Jahre lang an der Spitze der UN-Behörde in Nairobi stand. Der 44-jährige Steiner ist derzeit Chef der Weltnaturschutzunion. Er wird sein neues Amt voraussichtlich am 15. Juni antreten.

LEIPZIG: Mit einem Festakt im Gewandhaus ist die Leipziger Buchmesse eröffnet worden. Zum Auftakt nahm der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch den mit 15.000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung entgegen. Bis Sonntag präsentieren in Leipzig mehr als 2.000 Verlage aus 36 Ländern ihre Neuerscheinungen. Europas größtes Lesefest 'Leipzig liest' bietet außerdem Lesungen und Diskussionen mit prominenten Autoren.

BERLIN: Knapp drei Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland hat Kanzlerin Angela Merkel dem in die Kritik geratenen Bundestrainer Jürgen Klinsmann demonstrativ den Rücken gestärkt. Sie sei überzeugt, dass der Bundestrainer auf dem richtigen Weg sei, sagte Merkel nach einem Treffen mit Klinsmann und WM-Organisationschef Franz Beckenbauer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt und vereinzelt etwas Schnee, im Norden auch Schneeregen. Im Südwesten Auflockerungen und überwiegend trocken. Höchstwerte im Nordosten und Bayern zwischen einem und vier Grad, sonst vier bis acht Grad Celsius.

  • Datum 16.03.2006
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