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Nachrichten

Donnerstag, 16. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt heute Russlands Präsident Dmitri Medwedew im Schloss Schleißheim bei München. Russland und Deutschland wollen gemeinsam stärker gegen organisierte Kriminalität und Menschenhandel vorgehen und über den Klimaschutz beraten. Im Mittelpunkt der mehrstündigen Gespräche steht aber die Wirtschafts- und Finanzkrise. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Russlands. Parallel zu den Direkt-Gesprächen zwischen Merkel und Medwedew tagt der so genannte Petersburger Dialog von Vertretern der Zivilgesellschaften. Zu dessen abschließender Sitzung am Nachmittag werden auch die Kanzlerin und der russische Präsident erwartet.

STRAßBURG/BERLIN: Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft hat die Ermordung der russischen Menschenrechtsaktivistin Natalia Estemirowa verurteilt. Wie der schwedische Außenminister Carl Bildt forderte auch der deutsche Ressortchef Frank-Walter Steinmeier eine rasche Aufklärung der Tathintergründe. Die 50-Jährige war in der autonomen russischen Kaukasus-Republik Inguschetien tot aufgefunden worden, mit mehreren Schüssen in Kopf und Brust. Wenige Stunden zuvor war sie im benachbarten Tschetschenien entführt worden. Estemirowa galt als engagierte Kämpferin für die Menschenrechte, die sich vor allem mit der Lage im Kaukasus beschäftigte. Sie war eine enge Freundin der 2006 ermordeten russischen Journalistin Anna Politkowskaja.

JERUSALEM: Israel hat ein im eigenen Land entwickeltes Verteidigungssystem nach eigenen Angaben erfolgreich getestet. Mit dem neuen Raketenabwehrsystem seien erstmals mehrere Kurzstreckenraketen in der Luft zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Mit Hilfe der neuen Abwehrraketen werde sich Israel bald vor Raketenangriffen militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen schützen können. Nach israelischen Medienberichten wurden die Tests bereits in der vergangenen Woche durchgeführt. Das für umgerechnet mehr als 140 Millionen Euro entwickelte System soll bis Ende kommenden Jahres einsatzbereit sein und im Süden des Landes positioniert werden.

FRANKFURT AM MAIN: Die Lufthansa will angesichts drohender roter Zahlen ihre Kosten zurückfahren und auch Stellen streichen. Die Kosten im Passagiergeschäft sollten bis Ende 2011 um eine Milliarde Euro jährlich reduziert werden, sagte eine Lufthansa-Sprecherin, die damit einen Bericht des "Handelsblattes" bestätigte. Der neue Lufthansa-Vize Christoph Franz kündigte an, die Verwaltung der Passagiersparte müsse mittelfristig mit 20 Prozent weniger Stellen auskommen.

TEGUCIGALPA: Der hondurianische Übergangspräsident Roberto Micheletti hat unter bestimmten Bedingungen seinen Rücktritt angeboten. Voraussetzung sei, dass sein abgesetzter Vorgänger Manuel Zelaya nicht an die Macht zurückkehre, sagte Micheletti in Tegucigalpa. Eine honduranische Delegation habe sein Rücktrittsangebot der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington übermittelt. Zelaya war im Streit um eine Verfassungsänderung Ende Juni von den Streitkräften gestürzt und außer Landes gebracht worden. Die Gespräche zur Beilegung des Konflikts unter Vermittlung des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias sollen am Samstag fortgesetzt werden.

KIEL: Nach der Aufkündigung der großen Koalition in Schleswig-Holstein peilt die CDU nun Neuwahlen parallel zur Bundestagswahl am 27. September an. Das beschloss die Landtagsfraktion einstimmig auf Vorschlag von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Die SPD-Fraktion lehnt eine vorzeitige Auflösung des Kieler Landtags jedoch ab. Wegen der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit kann es ohne ihr Einverständnis keine Neuwahl geben. Streitpunkte zwischen CDU und SPD in Schleswig-Holstein sind die Lage bei der staatlichen HSH Nordbank und ein geplantes Sparprogramm. Zudem gilt das Verhältnis zwischen Regierungschef Carstensen und SPD-Landeschef Ralf Stegner als zerrüttet.

STUTTGART: Der erbitterte Machtkampf um die Zukunft von Porsche hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Sportwagenbauer wies Gerüchte über eine bevorstehende Ablösung von Vorstandschef Wendelin Wiedeking als gezielte Falschmeldung und "Mobbing" zurück. Der Betriebsratschef und stellvetretende Aufsichtsrat der Porsche AG, Uwe Hück, sagte, Wiedeking werde bis zu seinem Vertragsende 2012 im Amt bleiben. Eine Entscheidung im seit Monaten schwelenden Streit um die Zukunft der miteinander verflochtenen Autobauer wird von einer Aufsichtsratssitzung am 23. Juli erwartet. Porsche wirbt um Milliarden-Investitionen des Emirats Katar. Konzern-Patriarch Ferdinand Piech will den angeschlagenen Autobauer stattdessen mit Volkswagen teilweise übernehmen.

CAPA CANAVERAL: Die US-Raumfähre "Endeavour" ist im sechsten Anlauf mit sieben Astronauten an Bord endlich erfolgreich ins All gestartet. Die "Endeavour" bringt das letzte Modul eines japanischen Forschungslabors zur Internatinalen Raumstation ISS, an der sie am Freitag ankoppeln soll. Beim Start in Cape Canaveral lösten sich Teile der Isolierung des Außentanks. Mindestens eines dieser Stücke traf dabei das Shuttle und verursachte Einschläge auf dem Hitzeschild. Die Schäden seien jedoch nur oberflächlich, sagte der zuständige Projektleiter der NASA.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall Sonnenschein. Nur in den bayerischen Mittelgebirgen und Richtung Alpen kann es einzelne Gewitter geben. Tageshöchstwerte um 23 Grad an den Küsten und bis 31 Grad am Oberrhein.



Am Morgen meldeten:


Hamburg: 20 Grad, sonnig;

Berlin: 23 Grad, wolkig;

Dresden: 22 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 19 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 20 Grad, heiter und

München: 20 Grad, wolkig.

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