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Nachrichten

Donnerstag, 15. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Bundestag hat die weitere Beteiligung der Bundeswehr im US-geführten Anti-Terrorkampf 'Operation Enduring Freedom' gebilligt. Mit den Stimmen von Union, SPD und FDP wurde das Mandat um ein weiteres Jahr verlängert. An der Mission sind derzeit rund 300 Soldaten beteiligt. Seit Februar 2002 überwacht die deutsche Marine mit rund 50 Soldaten im Mittelmeer und mit 250 am Horn von Afrika die Seewege. Linke und Grüne hatten sich in der vorangegangenen Debatte gegen die Mandatsverlängerung ausgesprochen. Sie kritisieren, dass es auch sechs Jahre nach Beginn der Mission als Reaktion auf dieTerror-Anschläge in den USA noch kein UN-Mandat dafür gibt.

BERLIN: Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihren Arbeitskampf ausgeweitet und bestreikt seit den frühen Morgenstunden auch den Personenverkehr der Deutschen Bahn. Hunderttausende Pendler mussten auf andere Verkehrsmittel umsteigen, um zur Arbeit zu gelangen. Besonders betroffen ist der Osten Deutschlands, wo besonders viele Lokführer bei der GDL organisiert sind. Zum Ausgleich stellte die Bahn Ersatzfahrpläne auf und setzte zusätzlich Busse ein. Der Streik hatte am Mittwoch mit Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr begonnen. Arbeitgeber und Gewerkschaft zeigten sich weiter unversöhnlich. Die Lokführer verlangen einen eigenständigen Tarifvertrag und erwarten dazu ein neues Angebot des Bahn-Konzerns. Dieser erklärte, der dadurch entstehende Schaden für die Volkswirtschaft sei zu hoch.

PARIS: Der unbefristete Streik bei der französischen Staatsbahn und Energieunternehmen ist in den zweiten Tag gegangen. Ein Sprecher der Staatsbahn SNCF sagte, es gebe weiter große Beeinträchtigungen, die Lage präsentiere sich aber besser als am Mittwoch. Es würden mehr Züge fahren als am Mittwoch. Derweil bemühten sich Regierung und Gewerkschaften um eine Annäherung. Beide Seiten zeigten sich gesprächsbereit. Die Gewerkschaft CGT schlug getrennte Verhandlungen für die Bahn, die Strom- und die Gasunternehmen vor. Präsident Nicolas Sarkozy will Rentenprivilegien für öffentlich Bedienstete abschaffen. Ein ähnlicher erster Versuch vor zwölf Jahren scheiterte an wochenlangen Massenstreiks.

SEOUL: Süd- und Nordkorea wollen einen regelmäßigen Güterzugverkehr über die Waffenstillstandslinie aufnehmen. Das ist ein Ergebnis der Gespräche zwischen den Regierungschefs beider Länder, Han Duck Soo und Kim Yong Il, in Seoul. Die Züge, die bereits einmal testweise eingesetzt wurden, sollen zum gemeinsamen in Nordkorea gelegenen Industriekomplex Kaesong fahren. Ein Startdatum soll noch festgelegt werden. Kim und Han setzten derweil ihre Gespräche über die Umsetzung weiterer gemeinsamer Wirtschaftsprojekte und die Familienzusammenführung fort. Der nordkoreanische Regierungschef will am Freitag abreisen.

ISLAMABAD: In Pakistan bahnt sich ein vereintes Oppositionsbündnis gegen Militärmachthaber Pervez Musharraf an. Die früheren rivalisierenden Regierungschefs des Landes, Benazir Bhutto und Nawaz Sharif, verständigten sich nach Angaben von Sharifs Partei telefonisch darauf, gemeinsam für einen Sturz Musharrafs zu kämpfen. Bhutto steht derzeit unter Hausarrest in Lahore, Sharif befindet sich im Exil in Saudi Arabien. Derweil wurde der am Mittwoch festgenommene Oppositionspolitiker und frühere Cricket-Star Imran Khan angeklagt, einen bewaffneten Aufstand initiiert zu haben. Er muss bis auf weiteres in Haft bleiben. Khan war bei einer Studentendemonstration gegen Musharraf in Lahore festgenommen worden.

NOUAKCHOTT: Bundespräsident Horst Köhler hat Mauretanien deutsche Hilfe beim weiteren Aufbau der Demokratie und bei der Armutsbekämpfung zugesichert. Köhler sagte nach einem Treffen mit seinem mauretanischen Kollegen Sidi Mohammed Ould Cheikh Abdallahi, Mauretanien gehöre zu den Ländern, auf die sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit künftig konzentrieren werde. Abdallahi bezeichnete die Bekämpfung der Armut als vorrangiges Ziel. Er warnte zugleich vor einer Gleichstellung des Terrorismus mit dem Islam. Der Islam sei eine Religion der Toleranz, die zum Dialog der Kulturen und der Gesellschaften auffordere. Mauretanien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

BERLIN: Trotz der jüngsten Gewalt im Gaza-Streifen hoffen Deutschland und Jordanien auf einen Erfolg der Nahost-Friedenskonferenz, die Ende November in Annapolis bei Washington stattfinden soll. Dies betonten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der jordanische König Abdullah der Zweite nach einem Treffen in Berlin. Beide Seiten hofften, dass es substanzielle Fortschritte für den Friedensprozess im Nahen Osten geben werde. Die beiden Politiker sprachen sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus. Merkel sagte, von allen Seiten gebe es nun ernsthafte Bemühungen für eine langfristig tragfähige Lösung. Deutschland werde dabei eine sehr aktive Rolle spielen. Für Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sei ein Erfolg von höchster Bedeutung.

MADRID: In der spanischen Hauptstadt Madrid tagen seit diesem Donnerstag rund 1.500 Teilnehmer internationaler Sportorganisationen und Regierungen. Bis Samstag wollen sie darüber beraten, wie Doping entschiedener bekämpft werden kann. Verabschiedet werden soll ein so genannter Welt-Anti-Doping-Code. Dieser soll flexiblere Sanktionen bei Verstößen ermöglichen; auch soll es eine erweiterte Kronzeugenregelung geben. Das Internationale Olympische Komittee meldete bereits Bedenken gegen einzelne Punkte an. Auf der Konferenz soll zudem ein neuer Präsident der Welt-Anti-Doping-Behörde gewählt werden.

DHAKA: Der tropische Wirbelsturm 'Sidr' nähert sich der Küste Bangladeshs. Hunderttausende Bewohner brachten sich in Sicherheit. Der Flughafen und der Hafen von Chittagong wurden vorsorglich geschlossen. Erwartet werden meterhohe Flutwellen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern. Auch im indischen Staat West-Bengalen wurden Dörfer evakuiert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten zeitweise heiter, sonst meist stark bewölkt und gelegentlich leichter Schneefall. Temperaturen zwischen minus ein und fünf Grad Celsius.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: -2 Grad, fast wolkenlos;

Berlin: 0 Grad, fast wolkenlos;

Dresden: -1 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 2 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: -1 Grad, wolkig und

München: -1 Grad, Schneefall.

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