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Nachrichten

Donnerstag, 15. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

WASHINGTON: Der mutmaßliche Drahtzieher der Terror-Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Scheich Mohammed, hat nach US-Angaben ein umfassendes Geständnis abgelegt. In einer vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Niederschrift eines Verhörs im Gefangenenlager Guantanamo wird der Pakistaner mit den Worten zitiert, er sei für diese Anschläge voll verantwortlich. Insgesamt soll sich Scheich Mohammed zur Planung von etwa 30 Anschlägen bekannt haben, darunter die verheerenden Bombenanschläge auf Bali 2002. Die Anhörung im Militärlager Guantanamo auf Kuba fand hinter verschlossenen Türen statt. Unabhängige Beobachter waren nicht zugelassen.

BERLIN: Das Bundeskriminalamt schätzt die Terrorgefahr in Deutschland so hoch wie seit Jahren nicht mehr ein. Die Behörde habe der Bundesregierung eine entsprechende Analyse übermittelt, berichtet die 'Financial Times Deutschland'. Tatsächliche Anschlagspläne seien zwar nicht bekannt. Das kürzlich veröffentlichte Video im Zusammenhang mit der Entführung zweier Deutscher im Irak müsse nach Ansicht des BKA aber als konkrete Warnung des Terrornetzwerks El Kaida aufgefasst werden. In die Bemühungen um die Freilassung der vor fünf Wochen verschleppten Deutschen hatte sich am Mittwoch auch Bundespräsident Horst Köhler eingeschaltet.

BERLIN: Das Regierungskonzept für eine Reform der Unternehmens- Besteuerung sorgt in Deutschland für heftige Diskussionen. Kritik übten vor allem Vertreter des linken SPD-Flügels und der Wirtschaft. Nordrhein-Westfalens SPD-Chefin Hannelore Kraft forderte ebenso wie ihr saarländischer Kollege Heiko Maas, die Steuerausfälle durch die Reform zu begrenzen. Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft bezeichnete die am Mittwoch vom Bundeskabinett gebilligte Unternehmenssteuerreform hingegen als 'Mogelpackung'. Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag verlangte Nachbesserungen zugunsten der Wirtschaft.

WASHINGTON: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat in den USA für eine neue transatlantische Wirtschaftspartnerschaft geworben. Um noch stärker zu werden, sollten die USA und die Europäische Union ihre Kräfte bündeln, sagte Steinbrück in Washington. Bei der Angleichung technischer Standards, den Regeln für die Finanzmärkte oder dem Schutz geistigen Eigentums könnte die Kooperation verbessert werden. Als weitere Bereiche für eine engere Zusammenarbeit nannte Steinbrück den Umweltschutz und die Vergabe öffentlicher Aufträge.

NEW YORK: Vertreter der UN-Vetomächte und Deutschlands haben sich im Atomstreit mit dem Iran grundsätzlich auf Vorschläge für weitere Sanktionen geeinigt. Die UN-Botschafter Russlands und der USA teilten in New York mit, jetzt müssten zunächst die Regierungen dem vereinbarten Text zustimmen. Falls dies geschehe, solle der Resolutionsentwurf noch im Laufe des heutigen Donnerstags dem Weltsicherheitsrat zugeleitet werden. Mit der neuen Resolution reagiert der Sicherheitsrat auf die Weigerung Teherans, sein Uran-Anreicherungsprogramm wie gefordert einzustellen. Die Vereinten Nationen fürchten, dass der Iran den Bau einer Atombombe vorantreibt.

LONDON: Gegen massiven Widerstand aus den eigenen Reihen hat Premierminister Tony Blair seine umstrittenen Pläne zur Modernisierung des britischen Atomwaffen-Arsenals durchs Parlament gebracht. Da etwa 90 Labour-Abgeordnete dem Regierungschef die Gefolgschaft verweigerten, musste sich Blair auf Stimmen der Opposition stützen. Letztlich fiel das Ergebnis mit 409 zu 161 Stimmen aber deutlich aus. Für den Bau neuer mit Atomwaffen bestückter U-Boote sind bis zu 30 Milliarden Euro vorgesehen.

GAZA-STADT: Die rivalisierenden Palästinenser-Organisationen Hamas und Fatah haben sich auf eine neue gemeinsame Regierung geeinigt. Ministerpräsident Ismail Hanija sagte nach einem Treffen mit Präsident Mahmud Abbas, das Kabinett werde sich am Samstag im Parlament einer Vertrauensabstimmung stellen. Hanija bleibt auch im neuen Kabinett Regierungschef. Neuer Innenminister soll der unabhängige Politiker Hani al Kawasmi werden. Die Besetzung war eines der Hauptprobleme bei der Bildung der Regierung, da der Innenminister die Sicherheitsorgane kontrolliert. Mit dem neuen Kabinett soll der monatelange Machtkampf zwischen der regierenden Hamas und der oppositionellen Fatah beigelegt werden.

BERLIN: Die Grünen wollen sich für Bündnisse mit den Unionsparteien auch auf Landes- und Bundesebene öffnen. Parteichef Reinhard Bütikofer sagte der 'Passauer Neuen Presse', Regieren gehe über Studieren. Deshalb wollten die Grünen alle Möglichkeiten nutzen, um wieder Regierungsverantwortung übernehmen zu können. Seine Partei sehe alle demokratischen Parteien als mögliche Koalitionspartner an, betonte Bütikofer. Auch schwarz-grüne Bündnisse müssten ernsthaft geprüft werden.

HANNOVER: Die weltgrößte Computermesse CeBIT hat ihre Tore für das Publikum geöffnet. Mehr als 6.000 Aussteller aus 77 Ländern präsentieren in Hannover eine Woche lang ihre Neuheiten. Zu den ersten Besuchern gehörte am Morgen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hatte die CeBIT bereits am Mittwochabend offiziell eröffnet.

ZUM SPORT: Die Fußball-Bundesliga ist erstmals seit 12 Jahren wieder mit zwei Vereinen im Viertelfinale des UEFA-Pokals vertreten. Werder Bremen setzte sich im Achtelfinal-Rückspiel am Mittwochabend mit 2:0 gegen den spanischen Verein Celta Vigo durch. Bayer Leverkusen bezwang den RC Lens aus Frankreich mit 3:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend freundlich und trocken. Höchstwerte elf bis 16 Grad.

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