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Nachrichten

Donnerstag, 15. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Hunderttausende Fußball-Fans im ganzen Land haben das 1:0 Deutschlands gegen Polen gefeiert. Der Freude über das Tor von Oliver Neuville in der Nachspielzeit folgten bis spät in die Nacht Autokorsos mit Hupkonzerten. Allein in Berlin versammelten sich mehr als eine halbe Million Menschen am Brandenburger Tor. Durch den Sieg am Mittwochabend in Dortmund steht das Team von Jürgen Klinsmann so gut wie sicher im Achtelfinale. In der Dortmunder Innenstadt wurden etwa 300 Hooligans und gewaltbereite Fans in Gewahrsam genommen, nachdem es vor dem WM-Spiel zu Auseinandersetzungen gekommen war.- Mit einem klaren 4:0 Sieg über die Ukraine spielte sich Spanien in den Kreis der Titelanwärter. Unentschieden 2:2 endete die Begegnung zwischen Tunesien und Saudi-Arabien.

COLOMBO: In Sri Lanka sind bei einem Anschlag auf einen Bus 64 Menschen getötet worden. Darunter sind nach Klinikangaben auch 15 Schulkinder. Rund 40 Fahrgäste erlitten Verletzungen. Der Bus war im Bezirk Anuradapura im Norden des Inselstaates auf eine Landmine gefahren. Ein Regierungssprecher in Colombo machte tamilische Rebellen für die Tat verantwortlich, was diese jedoch zurückwiesen. Sri Lankas Armee begann inzwischen mit Artillerie-Angriffen auf mutmaßliche Stellungen der Tamilen-Rebellen. - Bei dem Anschlag handelt es sich den weiteren Angaben zufolge um den schwersten Zwischenfall seit Beginn des Waffenstillstands zwischen Rebellen und Regierung im Jahr 2002.

KANDAHAR: Bei einer Bombenexplosion in einem Bus in der südafghanischen Stadt Kandahar sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Rund 15 Insassen wurden verletzt. Der Sprengsatz explodierte, als der Bus mitten im morgendlichen Berufsverkehr das Stadtzentrum Kandahars erreichte. Laut Polizei saßen in dem Wagen Zivilbeschäftigte einer nahe gelegenen Militärbasis der US-geführten Truppen. Der Süden Afghanistans gilt als Hochburg der radikal-islamischen Taliban-Milizen. - Die US-geführten Einheiten gehen dort derzeit in einer groß angelegten Offensive gegen Taliban-Kämpfer vor.

KABUL: Die USA wollen angeblich die im Gefangenenlager Guantanamo inhaftierten Afghanen an ihr Heimatland ausliefern. Die Abschiebung sei Teil eines 2005 getroffenen Abkommens zwischen US-Präsident George W. Bush und seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Die Gefangenen sollten vor afghanische Gerichte gestellt werden. Unter ihnen befinden sich nach Angaben des Ministeriums auch einige führende Vertreter der 2001 gestürzten Taliban-Regierung.

SCHANGHAI: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat China, Russland und zentralasiatische Staaten zu einer intensiveren Zusammenarbeit auf dem Energiesektor eingeladen. Dazu sollten sich die Energieminister der Länder in Teheran treffen, schlug Ahmadinedschad bei einem Gipfeltreffen der so genannten Schanghaier Kooperationsorganisation vor. Im iranischen Atomkonflikt lehnen Russland und China bislang UN-Sanktionen gegen Teheran ab. Mit deren Präsidenten Wladimir Putin und Hu Jintao will Ahmadinedschad am Rande des Treffens in Schanghai den Konflikt erörtern.

BERLIN: Die Unternehmen in Deutschland sollen nach dem Willen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück um acht Milliarden Euro entlastet werden. Das sehe das Konzept für die Unternehmenssteuerreform vor, das Steinbrück Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentiert habe, berichtet die 'Berliner Zeitung'. Geplant sei, die Körperschaftsteuer für Konzerne ab 2008 auf einen international konkurrenzfähigen Satz von 12,5 Prozent zu halbieren.

HANNOVER: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat sich für eine Beteiligung der privaten Krankenversicherungen am vorgesehenen Gesundheitsfonds ausgesprochen. Die gesetzlich Versicherten dürften nicht allein die ganze Last tragen, sagte der SPD-Vorsitzende der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Jeder müsse einen angemessenen Beitrag zur Stabilisierung des Solidarsystems erbringen. Zugleich forderte Beck von der Regierung ein höheres Engagement für die Schaffung von Ausbildungsplätzen. Er hoffe auf eine Kraftanstrengung von Wirtschaftsminister Michael Glos und Bildungsministerin Annette Schavan.

SARAJEWO: Bosnien-Herzegowina hat die Nachbar-Republik Montenegro als unabhängigen Staat völkerrechtlich anerkannt und die baldige Aufnahme diplomatischer Beziehungen angekündigt. Der Beschluss fiel auf einer Sitzung des Staatspräsidiums unter Leitung von Präsident Sulejman Tihic. Montenegro -wie Bosnien-Herzegowina eine frühere jugoslawische Teilrepublik- hatte sich nach einem Referendum Anfang Juni aus dem Staatenbund mit Serbien gelöst.

NEW YORK: Die Anklagebehörde des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag hat Tausende Morde in der sudanesischen Krisenregion Darfur dokumentiert. Chefankläger Luis Moreno Ocampo berichtete dem Weltsicherheitsrat in New York, in Darfur habe es eine beträchtliche Anzahl von Massakern großen Ausmaßes gegeben. Auch ermittle sein Team in mehreren hundert Vergewaltigungsfällen. Nun gehe es darum, die Hauptverantwortlichen zu identifizieren. Der sudanesischen Regierung warf Ocampo vor, nicht ernsthaft an einer Bestrafung der Schuldigen interessiert zu sein.

HONGKONG: Die Fluggesellschaft Air China hat bei Airbus 24 Jets vom Typ A320 bestellt. Das teilte Air China in Hongkong mit. Das Geschäft habe einen Gesamtumfang von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro. Airbus sei dabei zu beträchtlichen Rabatten bereit gewesen, hieß es weiter. Die Maschinen sollen zwischen 2007 und 2010 ausgeliefert werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Westen teils kräftige Gewitterschauer, im Osten und Süden noch sonnig. Tageshöchstwerte um 20 Grad an der See, im Süden und Osten um 30 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 17 Grad, wolkig;

Berlin: 22 Grad, wolkig;

Dresden und

Frankfurt am Main: 23 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 17 Grad, nach Schauern und

München: 19 Grad, fast wolkenlos.