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Nachrichten

Donnerstag, 15. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JEKATERINBURG: Bei ihren Konsultationen haben Deutschland und Russland eine engere Zusammenarbeit in der Wirtschaft vereinbart und Verträge in Milliardenhöhe geschlossen. Im Beisein von Kanzlerin Merkel und Kremlchef Medwedew unterzeichnete der Siemens-Konzern einen Auftrag über 240 Regionalzüge im Wert von 2,2 Milliarden Euro. Zudem plant das Unternehmen mit zwei lokalen Partnern eine Gemeinschaftsfirma im Bereich Windenergie. Russland will bis 2020 umgerechnet fünf Milliarden Euro in diese Zukunftsbranche investieren, davon könnte Siemens etwa eine Milliarde Euro erhalten. Medwedew sagte bei dem parallel stattfindenden Petersburger Dialog sein Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte zu. Sein Land sei bemüht, diese Probleme zu lösen.

TEHERAN: Der angeblich vom US-Geheimdienst entführte iranische Atomphysiker Amiri ist in seine Heimat zurückgekehrt. Amiri wurde auf dem Flughafen der Hauptstadt von seiner Ehefrau und einem Vize-Außenminister empfangen. Das iranische Staatsfernsehen hatte am Dienstag berichtet, Amiri sei in die Interessenvertretung des Iran in Washington geflohen, die in der pakistanischen Botschaft untergebracht ist. Die iranische Regierung wirft den USA vor, Amiri entführt zu haben. Der Physiker war vor gut einem Jahr in Saudi-Arabien verschwunden. Die US-Regierung hatte die Entführungsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben an die Mitgliedsstaaten appelliert, die Kassen der Organisation für die humanitäre Hilfe zu füllen. Es würden fünf Milliarden Dollar fehlen, um die weltweit rund 53 Millionen hilfebedürftigen Menschen zu unterstützen, sagte der UN-Nothilfebeauftragte Holmes in New York. Vor allem durch das verheerende Erdbeben in Haiti im Vorjahr und durch Krisen in Afrika sei der Bedarf an humanitärer Hilfe stark gestiegen.

WASHINGTON: Zwei der führenden außenpolitischen Experten im Senat haben Zweifel an der US-Kriegsführung in Afghanistan geäußert. Der demokratische Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Kerry, erklärte, er sei nicht sicher, ob die Regierung von Präsident Obama die richtige Strategie habe, um den Kampf siegreich zu beenden. Senator Lugar von den Republikanern erklärte, es fehle bei den Kriegszielen an Klarheit. Beide Senatoren äußerten sich in einer Anhörung mit dem Sondergesandten der Regierung für Afghanistan und Pakistan, Holbrooke. Dieser räumte ein, wie es in der Region weitergehe, sei noch unklar. Es gebe zwar Fortschritte in vielen Bereichen, von einem definitiven Wendepunkt könne aber noch nicht die Rede sein.

NEW ORLEANS: Nach eintägiger Verzögerung hat der Energiekonzern BP mit den Tests für die neue Abdichtung des defekten Öl-Bohrlochs im Golf von Mexiko begonnen. Die US-Regierung habe dem Unternehmen eine entsprechende Weisung erteilt, sagte der Sonderbeauftragte des Weißen Hauses, Thad Allen, in Washington. Die Prozedur war am Mittwoch kurzfristig verschoben worden - aus Sorge, der in der Vorrichtung entstehende Druck könne zu noch größeren Schäden führen. Die nun gestartete Testreihe soll bis zu 48 Stunden dauern. Erst dann steht fest, ob der tonnenschwere Zylinder wirklich geeignet ist, das Öl abzusaugen.

SHANGHAI: Das Börsendebüt der Agricultural Bank of China (AgBank) ist schwächer als erwartet ausgefallen. Die Aktie eröffnete an der Börse von Shanghai mit einem Kurs von 2,74 Yuan und lag damit nur um rund zwei Prozent über dem Ausgabepreis. Der bislang möglicherweise weltgrößte Börsengang blieb damit unter dem von Analysten erwarteten Plus von fünf Prozent. - Mit dem Börsengang hat die Agrarbank mehr als 19 Milliarden Dollar eingenommen. Die AgBank ist die letzte der vier großen Banken in chinesischem Staatsbesitz, die an die Börse gebracht wurde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten dichtere Bewölkung, teils mit Gewittern, die aber später nachlassen. Sonst überwiegend sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 23 und 31 Grad Celsius.

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