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Nachrichten

Donnerstag, 15. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donerstag.

SEOUL: Süd- und Nordkorea werden wieder auf Ministerebene über eine Annäherung verhandeln. Vertreter beider Staaten vereinbarten bei einem Treffen in der Grenzstadt Kaesong, dass die Gespräche vom 27. Februar bis 2. März in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang stattfinden sollen. Südkorea hatte die Verhandlungen Mitte vergangenen Jahres nach einem nordkoreanischen Raketentest ausgesetzt. Erwartet wird, dass Südkorea jetzt seine damals ebenfalls ausgesetzten Reis- und Düngemittellieferungen an das kommunistische Land wieder aufnimmt. Das Treffen in Kaesong kam zustande, nachdem Nordkorea am Dienstag bei den Sechs-Staaten-Verhandlungen im Atomstreit eingelenkt hatte.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat den Vorwurf bekräftigt, eine Brigade der iranischen Revolutionsgarden liefere Sprengsätze an Extremisten im Irak. In seiner ersten Pressekonferenz in diesem Jahr sagte er, Belege für eine Beteiligung der Regierung habe er jedoch nicht. Einen Angriff gegen den Iran schloss er aus. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton warnte Bush davor, ohne Zustimmung des Kongresses einen Krieg zu beginnen. Im Atomstreit mit dem Iran lehnte Bush direkte Verhandlungen im Moment ab, da es derzeit keine Aussicht auf Erfolg gebe.

LONDON: Der britische Premier Tony Blair und Afghanistans Präsident Hamid Karsai sind zuversichtlich, die wieder erstarkten radikal-islamischen Taliban besiegen zu können. Nach einem Treffen erklärten beide, mit verstärkten militärischen Kräften der Nato-geführten Internationalen Schutztruppe und einer engeren Zusammenarbeit mit Pakistan werde die Mission erfolgreich sein. Anders sieht das eine britische Expertengruppe. In ihrer gestern veröffentlichten Studie wirft der 'Senlis Council' der Nato vor, der Bevölkerung vor allem im Süden nicht genug zu helfen und den Taliban damit in die Hände zu spielen.

DETROIT: Der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler will seine angeschlagene US-Sparte mit massiven Einschnitten in die Gewinnzone führen. Vorstandschef Dieter Zetsche kündigte an, bei Chrysler weitere 13.000 Stellen zu streichen und ein Montagewerk zu schließen. Neun Jahre nach der Fusion schloss Zetsche auch eine Trennung von der US-Sparte nicht mehr aus. Chrysler fuhr 2006 einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro ein nach einem Gewinn in ähnlicher Größenordnung ein Jahr zuvor. Wegen guter Geschäfte mit Mercedes-PKW und Nutzfahrzeugen steigerte DaimlerChrysler seinen Betriebsgewinn im vergangenen Jahr insgesamt auf 5,5 Milliarden Euro.

WASHINGTON: Auch Deutschland erlässt Liberia seine Schulden in Höhe von 230 Millionen Dollar. Das wurde bei einer internationalen Geberkonferenz für das mit 3,7 Milliarden Dollar hochverschuldete afrikanische Land in Washington bekanntgegeben. Zuvor hatten bereits die USA einen Schuldenerlass angekündigt. Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf bedankte sich bei einem Treffen mit Präsident George W. Bush für die Unterstützung. Amnesty International forderte die Regierung in Monrovia derweil auf, stärker gegen Kriegsverbrecher des Bürgerkriegs von 1989 bis 2003 vorzugehen. Hunderttausende Menschen seien damals gefoltert, vergewaltigt und sexuell misshandelt worden.

CANNES: Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs treffen sich an diesem Donnerstag im französischen Cannes zum zweitägigen Frankreich-Afrika-Gipfel. Als amtierende EU-Ratsvorsitzende will Bundeskanzlerin Angela Merkel die geplante Afrika-Politik der EU und der G8-Staaten erläutern. Die Bundesregierung will sich nach Angaben eines Sprechers dafür einsetzen, die demokratischen Institutionen in den afrikanischen Staaten zu stärken, die Investitionsbedingungen dort zu verbessern und mehr im Kampf gegen Aids zu tun. Bei dem Gipfel soll auch der Konflikt in der sudanesischen Region Darfur zur Sprache kommen.

BERLIN: Die öffentlichen Haushalte in Deutschland können angesichts der guten Wirtschaftsenwicklung mit zusätzlichen Steuereinnahmen rechnen. Experten erwarten, dass die Einnahmen in diesem Jahr um mindestens sieben Milliarden Euro höher ausfallen als bei der letzten Steuerschätzung im November angenommen. Nach Einschätzung des Deutschen und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung wird deshalb auch die Neuverschuldung geringer ausfallen. Die neuen Kredite werden demnach voraussichtlich bei rund einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Die Bundesregierung rechnet bisher mit einer Defizitquote von 1,5 Prozent.

WELLINGTON: In der Antarktis wird nach dem Brand auf einem japanischen Walfangschiff eine Umweltkatastrophe befürchtet. Das Schiff hat etwa 1.000 Tonnen Öl und Chemikalien an Bord. Nach dem Ausbruch des Feuers konnten sich fast alle der mehr als 160 Besatzungsmitglieder mit Beibooten retten. Ein Matrose wird vermisst. Die Brandursache ist unklar. Walfanggegner der Organisation 'Sea Shepherd', die das Schiff wochenlang verfolgt, teilweise angegriffen und behindert hatten, wiesen jede Verantwortung zurück.

KÖLN: Mit der Weiberfastnacht beginnt an diesem Donnerstag die heiße Phase des Karnevals. In Köln eröffnet das Dreigestirn um punkt 11:11 Uhr den Straßenkarneval. Wie auch in den anderen Hochburgen stürmen die Frauen die Rathäuser und übernehmen die Macht. Höhepunkt des Karnevals sind traditionell die Rosenmontagsumzüge in den Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz, zu denen Millionen Menschen erwartet werden.

Zum FUSSBALL: Werder Bremen ist mit einem 3:0 über den niederländischen Vertreter Ajax Amsterdam in die dritte Runde des UEFA-Pokals gestartet. Im zweiten Spiel mit deutscher Beteiligung setzte sich Bayer Leverkusen mit 3:2 gegen den britischen Erstligisten Blackburn Rovers durch. Die Rückspiele finden am 22. Februar statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten noch Regen, sonst zunehmend freundlich. Tagestemperaturen zwischen vier Grad an der Ostsee und bis zu 12 Grad am Rhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 4°, regnerisch; Berlin: 4°, Regen; Dresden: 4°, regnerisch; Köln/Bonn 6° bewölkt; Frankfurt am Main: 7°, stark bewölkt und München: 5°, etwas Regen.

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