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Nachrichten

Donnerstag, 15. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Verteidigungsminister Guttenberg ist im Rahmen seines Besuchs der Bundeswehr-Stützpunkte in Afghanistan in Feisabad eingetroffen. In der Hauptstadt der Provinz Badachschan ist ein zivil-militärisches Wiederaufbauteam mit 400 Bundeswehrsoldaten stationiert. Die Sicherheitslage in Badachschan ist deutlich besser als in der Provinz Kundus. Bei einem Besuch im dortigen Bundeswehr-Feldlager hatte Guttenberg am Mittwoch angekündigt, wegen der eskalierenden Gewalt der Taliban würden zwei Panzer-Haubitzen, Panzerabwehrraketen und weitere Schützenpanzer nach Afghanistan gebracht.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Brüderle hat trotz positiver Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vor übertriebenem Optimismus gewarnt. Der FDP-Politiker sagte in Berlin, so erfreulich die Entwicklung auch sei, Deutschland sei damit noch nicht über dem Berg. Es werde noch zwei bis drei Jahre dauern, um das Wohlstandsniveau von 2008 wieder zu erreichen. - In ihrem Frühjahrsgutachten, das an diesem Donnerstag in Berlin vorgelegt wird, sagen die Institute für dieses Jahr ein Wachstum von 1,5 Prozent voraus.

WIESBADEN: Die Wirtschaftskrise hat 2009 ein großes Loch in die Kassen der gesetzlichen Sozialversicherungen gerissen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, übertrafen die Ausgaben die Eingaben um 14,7 Milliarden Euro. Für das Defizit sind nahezu vollständig verantwortlich die stark gestiegenen Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld.

BISCHKEK: Die Lage in Kirgisistan bleibt auch mehr als eine Woche nach dem blutigen Umsturz angespannt. Der gestürzte Staatschef Bakijew trat in der Stadt Osch, im Süden des Landes, bei einer Kundgebung auf, um seine Anhänger zu mobilisieren. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern Bakijews, wie Augenzeugen berichten. Es seien Schüsse gefallen. Der 60-Jährige wurde von seinen schwer bewaffneten Leibwächtern in Sicherheit gebracht. Unterdessen mehren sich in dem zentralasiatischen Land die Spekulationen, nach denen Bakijew nun doch Kirigisistan verlassen könnte. Die Übergangsregierung in Bischkek teilte mit, dass sie entgegen vorheriger Ankündigungen keine Festnahme Bakijews anstrebe.

REYKJAVIK: Der neue Ausbruch des Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher in Island führt zunehmend zu Behinderungen im europäischen Flugverkehr. Aus Furcht vor Sichtbehinderungen durch Vulkanasche in der Atmosphäre und möglichen Schäden an den Flugzeugtriebwerken wurde der Luftraum über Teilen Großbritanniens gesperrt. An den großen Londoner Airports wurden hunderte Flüge annulliert. Ab 13 Uhr MESZ soll der Flughafen Heathrow komplett gesperrt werden. Betroffen sind auch weite Teile Skandinaviens.

PEKING: Nach dem schweren Erdbeben im Westen Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 600 gestiegen. Die Behörden gehen von etwa 10.000 Verletzten aus. Mindestens 300 Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Kälte, heftiger Wind und häufige Nachbeben erschweren die Suche der Rettungskräfte nach den seit Mittwoch Verschütteten. Auch die Versorgung der Überlebenden mit Nahrung, Trinkwasser und Medikamenten ist schwierig, da das gebirgige Gebiet extrem abgelegen und nur schwer erreichbar ist. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,9 lag im Süden der Provinz Qinghai, nahe der Grenze zu Tibet.

BERLIN: Politiker aller Parteien haben den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker aus Anlass seines 90. Geburtstags an diesem Donnerstag als großen Staatsmann gewürdigt. Bundeskanzlerin Merkel wies in einem Glückwunschschreiben auf die Rede von Weizsäckers vom 8. Mai 1985 hin, dem 40. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs. Sie habe allen Menschen in ganz Deutschland Orientierung gegeben, betonte Merkel. In dieser Rede hatte von Weizsäcker erklärt, der 8. Mai 1945 sei ein Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gewesen. Der CDU-Politiker war von 1984 bis 1994 Bundespräsident.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen heiter bis wolkig, im Norden oftmals auch sonnig. Sonst wechselnd bis stark bewölkt und im Osten einzelne Schauer. Im Süden und Südosten auch länger andauernder Regen. Höchsttemperaturen zehn bis 15 Grad Celsius.

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