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Nachrichten

Donnerstag, 14. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

MÜNCHEN: Nach einem Tag mit privatem Charakter fliegt Papst Benedikt XVI. am heutigen Donnerstag von Bayern zurück nach Rom. Zum Abschluss seiner sechstägigen Reise besucht er noch Freising, wo er und sein Bruder Georg Ratzinger zu Priestern geweiht wurden. Im Dom will der Papst vor dem Reliquienschrein des Heiligen Korbinian beten. Am Mittag ist eine Abschiedszeremonie am Flughafen von München geplant. Den gestrigen Tag hatte der 79 Jahre alte Papst nach der Weihe einer Orgel zurückgezogen mit seinem drei Jahre älteren Bruder verbracht.

HAMBURG: Der chinesische Regierungschef Wen Jiabao hat zum Auftakt seines Deutschland-Besuchs schärfere Gesetze gegen den Diebstahl geistigen Eigentums angekündigt. Wen reagierte damit bei einer Wirtschaftskonferenz in Hamburg auf die Kritik westlicher Firmen, die sich über Ideendiebstahl und unerlaubte Nachahmerprodukte aus China beklagen. An diesem Donnerstag wird Wen von Bundespräsident Horst Köhler und Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Vertreter der Opposition aber auch aus der Koalition forderten Merkel auf, Wen auf die Menschenrechte und die eingeschränkte Pressefreiheit anzusprechen.

SINGAPUR: Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für Deutschland in diesem Jahr deutlich angehoben. Der IWF geht von einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts um zwei Prozent im Jahr 2006 aus. Dies geht aus dem in Singapur veröffentlichten Halbjahresbericht der Organisation hervor. Bisher hatte der IWF noch lediglich ein Wachstum von 1,3 Prozent in Deutschland vorausgesagt. 2007 rechnet der Währungsfonds aber wegen der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer mit einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur.

DRESDEN: Vertreter von Staat und Kirche haben die Amtseinführung der ersten Rabbiner in Deutschland nach dem Ende des Nationalsozialismus als besonderes Ereignis gewürdigt. Für viele sei es nach dem Holocaust nicht vorstellbar gewesen, dass in Deutschland jemals wieder jüdisches Leben aufblühen würde, betonte Bundespräsident Horst Köhler in einem Grußwort. In der Dresdener Synagoge sollen heute drei Absolventen des Potsdamer Abraham Geiger Kollegs in ihr Amt eingeführt werden. Die Rabbiner werden in den jüdischen Gemeinden in München, Oldenburg sowie im südafrikanischen Kapstadt tätig sein.

HANNOVER: Zum besseren Schutz deutscher Soldaten in Auslandseinsätzen hat der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, eine deutliche Aufstockung des Wehretats gefordert. In einem Interview der in Hannover erscheinenden 'Neuen Presse' sprach Gertz von rund einer Milliarde Euro, die benötigt würde für Sofortmaßnahmen zum Schutz der Soldaten. Gertz wies darauf hin, dass auch im Norden Afghanistans Anschläge und Selbstmordattentate Besorgnis erregend zunähmen. Das Bundeskabinett hatte am Vortag beschlossen, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan um ein Jahr zu verlängern, ohne das Mandat zu ändern.

MONTREAL: Ein schwarzgekleideter Mann ist in eine Schule in Montreal gestürmt und hat wild um sich geschossen. Dabei verletzte der Täter nach Polizeiangaben eine junge Frau so schwer, dass sie kurz darauf starb. Bei seinem Amoklauf verletzte der Schütze zudem mindestens 19 weitere Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Unter den Schülern kam es zu einer Panik.

MOSKAU: Der Vizechef der russischen Nationalbank und Leiter der Bankenaufsicht, Andrej Koslow, ist nach einem Anschlag in einem Moskauer Krankenhaus gestorben. Unbekannte hatten am Mittwochabend vor einem Fußballstadion aus unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse auf Koslow abgefeuert. sein Fahrer starb noch am Tatort. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Auftragsmord aus. Koslow galt als konsequenter Verfechter einer Reform des Bankenwesens. Unter seiner Führung hatten mehrere Banken mit dubiosen Geschäftspraktiken ihre Lizenz abgeben müssen.

GAZA-STADT: Die Minister der von der radikal-islamischen Hamas geführten Palästinenserregierung haben am Mittwochabend geschlossen ihren Rücktritt erklärt und so den Weg für die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit freigemacht. Mit der Koalition aus Hamas und der gemäßigten Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas soll die internationale Isolation überwunden werden, unter der die Hamas-Regierung wegen ihrer anti-israelischen Haltung und der Ablehnung eines Gewaltverzichts steht.

LONDON: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der libanesischen Hisbollah-Miliz vorgeworfen, im Krieg mit Israel Kriegsverbrechen begannen zu haben. Der Abschuss von Raketen auf Orte im Norden Israels verstoße gegen das Völkerrecht. Auf Zivilpersonen zu zielen, sei ein Kriegsverbrechen, sagte Amnesty-Direktor Larry Cox. - Während des Krieges im Juli und August hatte die Hisbollah rund 4.000 Raketen auf Israel abgefeuert.

SINGAPUR: Die rasch steigende Zahl instabiler Staaten stellt nach Einschätzung der Weltbank eine zunehmende Gefährdung für die internationale Sicherheit dar. Von 2003 bis heute sei die Zahl der instabilen Staaten von 17 auf 26 angewachsen, heißt es in einem in Singapur vorgelegten Gutachten der Weltbank. Diese Staaten seien gekennzeichnet durch einen Mangel an Sicherheit, erhebliche Korruption sowie den Zusammenbruch der Rechtstaatlichkeit. Als Beispiele nannte die Weltbank Afghanistan, Haiti, Tadschikistan, Angola und die Zentralafrikanische Republik.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und warm. Nur im Südwesten örtlich etwas Regen. Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad Celsius.

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