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Nachrichten

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Zum Auftakt eines Treffens der Außen- und Verteidigungsminister der NATO hat deren Generalsekretär Rasmussen sich für die Errichtung eines gemeinsamen Raketen-Abwehrschirms in Europa ausgesprochen. Die Bedrohung beispielsweise aus dem Iran sei klar, sagte er in Brüssel, und die Kosten überschaubar. Auch der deutsche Verteidigungsminister zu Guttenberg befürwortete grundsätzlich eine NATO-Raketenabwehr. Diese müsste allerdings von Bereitschaft für weitere Abrüstung und Rüstungskontrolle begleitet sein, sagte der CSU-Minister. Der Raketen-Schutzschirm soll ebenso wie die jetzt in Brüssel diskutierte neue NATO-Strategie bei einem Gipfeltreffen der Allianz im November in Lissabon beschlossen werden.

SANTIAGO: Nach mehr als zwei Monaten Gefangenschaft unter Tage sind in Chile alle 33 verschütteten Bergleute geborgen worden. Auch sechs Rettungskräfte, die mit der engen Bergungskapsel in die Mine in der Atacama-Wüste eingefahren waren, wurden wieder nach oben geholt. Als letzter der Verschütteten erschien der Vorarbeiter Urzua nach 69 Tagen wohlbehalten wieder an der Erdoberfläche. Die Rettungsaktion wurde von Millionen Menschen auf der ganzen Welt am Fernsehbildschirm verfolgt. Mehr als eintausend Journalisten waren zu der Gold- und Kupfermine bei Copiapo gekommen. Die erfolgreich abgeschlossene Bergung gilt als die aufwendigste in der Geschichte des Bergbaus weltweit.

HAMBURG: Die Bankdaten von bis zu 14 Millionen Verbrauchern in Deutschland werden offenbar systematisch für Kundenanalysen verwendet und gegen viel Geld Handelskonzernen angeboten. Nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks soll ein Tochterunternehmen des größten EC-Netzbetreibers Easy-Cash Kontonummern, die beim Einsatz von EC-Karten gespeichert werden, mit den Daten von Kunden- und Rabattkarten abgleichen. Damit könnten sie auf die einzelnen Kunden bezogen ausgewertet werden, ohne dass diese davon wüssten. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sprach von einer neuen Dimension des Datenmissbrauches, der Kunden zu gläsernen Verbrauchern mache.

BERLIN: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute stellen an diesem Donnerstag ihr Herbstgutachten zur Konjunkturentwicklung vor. Dabei werden die Wissenschaftler nach Erwartung von Experten ihre bisherige Prognose deutlich erhöhen. Im Frühjahr hatten sie für 2010 noch ein Wachstum von 1,5 Prozent vorausgesagt. Nach übereinstimmenden Medienberichten gehen die Forscher nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt um 3,5 Prozent steigt. Grund sei vor allem, dass sich Deutschland von der Finanz- und Wirtschaftskrise schneller erholt habe als erwartet.

RÜSSELSHEIM: Der angeschlagene Autobauer Opel hat im vergangenen Jahr weniger Verluste gemacht als befürchtet. Das Unternehmen beziffert sein Minus im Jahresabschluss für 2009 mit 427 Millionen Euro. Zunächst war dem Konzern ein Verlust von 1,2 Milliarden Euro vorausgesagt worden. Der geringere Fehlbetrag beruht nach Firmenangaben vor allem auf der inzwischen ausgelaufenen staatlichen Abwrackprämie für ältere Autos. Die hatte Massenherstellern wie Opel deutliche Absatzimpulse beschert.

SEOUL: Inmitten erhöhter politischer Spannungen mit dem kommunistischen Norden hat Südkorea erstmals an einem gemeinsamen Manöver mit den USA, Australien und Japan teilgenommen. Zweck der Marineübung war das Abfangen illegaler Waffenlieferungen, ein von den USA angeführtes Programm, das Mitglieder verpflichtet, notfalls auch verdächtige nordkoreanische Schiffe zu durchsuchen.

ATHEN: Die griechische Polizei hat die Akropolis gestürmt und dabei eine Blockade durch protestierende Mitarbeiter des Kulturministeriums aufgelöst. Die Beamten brachen durch einen Seiteneingang auf das Gelände durch und setzten auch Tränengas ein. Die Demonstranten hatten das Athener Wahrzeichen besetzt, um gegen die Entlassung von 320 Mitarbeitern zu protestieren. Außerdem fordern sie vom Staat nicht gezahlte Gehälter in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Süden teils neblig-trüb, teils heiter. Im Norden meist stark bewölkt oder bedeckt und örtlich etwas Regen. Höchstwerte zwischen fünf und 14 Grad.

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