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Nachrichten

Donnerstag, 14. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NAZARETH: Papst Benedikt XVI. feiert vor den Toren des biblischen Ortes Nazareth in Israel die größte Messe seiner achttägigen Nahostreise. Dazu sind Zehntausende von Christen zusammengekommen. Schon am Morgen hatten sich katholische Pilger aus aller Welt auf den Weg zu dem Berg gemacht, von dem aus man weit über Galiläa blicken kann. Etwa 8.000 israelische Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um einen ungestörten Ablauf der Messe sicherzustellen. Am Nachmittag will Benedikt im Franziskaner-Kloster von Nazareth mit Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammentreffen. Am Mittwoch hatte sich der deutsche Papst in Bethlehem für ein souveränes und sicheres Heimatland für die Palästinenser eingesetzt.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die tamilischen Rebellen in Sri Lanka aufgefordert, ihren Kampf gegen die Armee einzustellen. In einer völkerrechtlich nicht verbindlichen Erklärung appellierte der Rat an die "Befreiungstiger von Tamil Eelam", die Bewohner des umkämpften Küstengebiets im Norden der Insel nicht länger als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen und ihnen die Flucht zu ermöglichen. Zugleich rief das Gremium die Regierung in Colombo auf, den Einsatz schwerer Waffen zu beenden und die humanitäre Hilfslieferungen zuzulassen. Es war das erste Mal, dass sich das höchte UN-Gremium in den Konflikt einschaltete. Auch die Europäische Union und die USA riefen die Regierung auf, die humanitäre Hilfe sicherzustellen.

RANGUN: Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi muss sich nach dem Besuch eines US-Bürgers in ihrem Haus wegen Verstößen gegen die Auflagen zu ihrem Hausarrest vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen die Friedensnobelpreis-Trägerin und ihre beiden Hausangestellten werde am Montag beginnen, sagte ihr Anwalt nach einer ersten Anhörung. Suu Kyi war nach Angaben ihrer Partei "Nationale Liga für Demokratie" von Polizisten ins berüchtigte Insein-Gefängnis bei Rangun gebracht worden. Ein US-Bürger hatte kürzlich heimlich einen See zu Suu Kyis abgesperrtem Haus durchschwommen und war in dem Haus zwei Tage geblieben, bevor er festgenommen wurde. Der Gesundheitszustand der 63-Jährigen ist nach Angaben ihrer Partei besorgniserregend.

WASHINGTON: Entgegen früherer Zusagen hat US-Präsident Barack Obama die Veröffentlichung hunderter Fotos von Misshandlungen Gefangener durch Soldaten im Irak und in Afghanistan abgelehnt. Die Bilder könnten "anti-amerikanische Stimmungen schüren" und die US-Armee "in größere Gefahr bringen", sagte Obama. Zudem seien die Fotos bereits in Gerichtsprozessen verwendet worden; deren Veröffentlichung würde keine neuen Erkenntnisse bringen. 2004 hatten Fotos von misshandelten Häftlingen aus dem irakischen Gefängnis Abu Ghraib weltweit Empörung ausgelöst.

BERLIN: Das Ausmaß der dramatischen Steuerausfälle in Deutschland infolge der Rezession nimmt Konturen an: Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa müssen sich Bund, Länder und Kommunen bis 2013 auf 320 Milliarden Euro weniger Einnahmen einstellen als bisher angenommen. An diesem Donnerstag wird der in Bad Kreuznach tagende Arbeitskreis Steuerschätzung seine neue Prognose offiziell vorstellen. Dem Arbeitskreis gehören Experten von Finanzbehörden, Forschungsinstituten, der Bundesbank und des Statistischen Bundesamtes an. Ihre Steuerschätzung ist die Basis für die Aufstellung aller öffentlichen Haushalte.

TEL AVIV: In Israel hat der Prozess gegen Ex-Präsident Mosche Katzav wegen Vergewaltigung früherer Mitarbeiterinnen begonnen. Auf dem Weg zum Gericht in Tel Aviv beteuerte der 63-Jährige erneut seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft wirft Katzav Sexualvergehen gegen mehrere seiner Mitarbeiterinnen während seiner Amtzeit als Tourismusminister und Präsident vor. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von 16 Jahren. Wegen der Ermittlungen zu den Beschuldigungen hatte Katzav seit Januar 2007 seine Amtsgeschäfte als Präsident ruhen lassen und Ende Juni 2007 seinen Rücktritt eingereicht.

SANTIAGO DE CHILE: Der frühere deutsche Sekten-Chef Paul Schäfer ist in Chile zu weiteren drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 87-Jährige hatte in der sektenartigen "Colonia Dignidad" ein Schreckensregime errichtet. Der Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Santiago befand ihn nun der Körperverletzung in acht Fällen für schuldig. Bei den Opfern handelt es sich um acht Kinder, die zwischen 1970 und 1980 mit Psychopharmaka gequält worden waren. Schäfer sitzt bereits eine 20-jährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs ab. Während der Diktatur von Augusto Pinochet diente die Kolonie auch als Folterlager.

MIAMI: Bei einem Bootsunglück vor der US-Küste sind mindestens zehn Flüchtlinge aus Haiti ums Leben gekommen. 17 weitere Flüchtlinge konnten nach Angaben der US-Küstenwache aus dem Meer gerettet werden. Die Küstenwache suchte mit Schiffen und Hubschraubern nach weiteren Überlebenden oder Todesopfern. Das offenbar überladene Boot war in der Nacht zum Mittwoch vor der Küste von Boyton Beach nördlich von Miami gesunken. An Bord waren Flüchtlinge aus Haiti, die von den Bahamas kommend in die USA gelangen wollten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordosten freundlich, sonst viele Wolken. Im Südwesten örtlich kräftige Gewitter. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 23 Grad.


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