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Nachrichten

Donnerstag, 13. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Nach einem weiteren schweren Erdbeben der Stärke 6,4 in Indonesien haben die Behörden eine erneute Tsunami-Warnung ausgegeben. Das Erdbeben erschütterte diesmal die Nordspitze der Insel Sulawesi. Zuvor waren bereits mehrere Beben auf der Insel Sumatra registriert worden. Bereits am Mittwoch hatten dort Erdstöße der Stärke 8,4 Erinnerungen an die Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004 wachgerufen. Mehrere Flutwellen-Warnungen wurden nach kürzerer Zeit allerdings wieder aufgehoben. Nach Angaben der Behörden kamen durch die Beben mindestens neun Menschen ums Leben, zahlreiche Häuser wurden zerstört.

FRANKFURT AM MAIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die 62. Internationale Automobilausstellung offiziell eröffnet. Der Focus der Schau in Frankfurt liegt angesichts des Klimawandels auf umweltfreundlicheren Autos. Fast 1.100 Aussteller aus 40 Ländern zeigen bis zum 23. September ihre Neuheiten. Merkel stellte sich bei der Eröffnungsfeier im Klimaschutzstreit mit der EU-Kommission hinter die deutsche Autoindustrie. Zugleich rief sie die Hersteller dazu auf, immer wieder neu zu überdenken, wie der klimaschädliche Kohlendioxid-Ausstoß reduziert werden kann. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, plädierte dafür, weltweit einheitliche Kriterien für die Co2-Emission von Fahrzeugen zu entwickeln.

MOSKAU: Der designierte russische Regierungschef Viktor Subkow hat bei seiner Vorstellung im Parlament eine Kabinettsumbildung angekündigt. Der von Präsident Wladimir Putin als neuer Regierungschef vorgeschlagene Subkow schloss nicht aus, im kommenden März auch bei der Präsidentenwahl zu kandidieren. Die Zustimmung der Duma für Subkow als Regierungschef an diesem Freitag gilt als sicher. - Putin hatte am Mittwoch den bisherigen Ministerpräsidenten Michail Fradkow nach dreieinhalb Jahren im Amt entlassen. Der Kremlchef erklärte das mit der Notwendigkeit, das Kabinett auf die Parlamentswahl im Dezember und die Präsidentenwahl im März 2008 vorzubereiten.

WASHINGTON: Die USA sehen deutliche Fortschritte bei den Atomverhandlungen mit Nordkorea. Ein Sprecher des US-Außenamtes sagte, das Land habe die Atomanlage von Yongbyon für die Inspekteure aus den USA, Russland und China vollständig geöffnet. In einem internen Bericht der Regierung in Washington heißt es, die USA sähen genügend Fortschritte, um die in Aussicht gestellten millionenschweren Energie- und Wirtschaftshilfen an das kommunistische Land vorzubereiten.

LONDON: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, sein Land strebe nach der Atombombe. Der Iran brauche keine Atombomben und halte diese politisch für 'nicht nützlich', sagte Ahmadinedschad im britischen Fernsehen. Er wolle jedoch an der Anreicherung von Uran festhalten. Zuvor hatte Irans Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani gewarnt, neue UN-Sanktionen gegen sein Land könnten die Zusammenarbeit mit den internationalen Atom-Inspekteuren gefährden. Über eine mögliche Verschärfung der Sanktionen wollen die fünf UN-Vetomächte und Deutschland kommende Woche beraten.

WASHINGTON: Die US-Demokraten haben dem Truppenabzugsplan des Oberbefehlshabers im Irak, David Petraeus, eine klare Absage erteilt. Die Vorschläge des Generals seien inakzeptabel und weit von dem entfernt, was das amerikanische Volk wolle, sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid. Petraeus hatte dem Kongress empfohlen, bis Mitte kommenden Jahres 30.000 US-Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Dann wären dort wieder rund 130.000 amerikanische Soldaten stationiert, etwa genauso viele wie vor der umstrittenen Truppenaufstockung Anfang dieses Jahres. Präsident George W. Bush will seine künftige Irak-Strategie in einer Fernsehansprache an diesem Donnerstag erläutern.

BERLIN: Arbeitsminister Franz Müntefering hat die Absicht der Regierung bekräftigt, noch in diesem Jahr einen Mindeslohn für die Branche der Post-Dienstleister auf den Weg zu bringen. Anfang 2008 fällt das Briefmonopol der Post. Zugleich kündigte Müntefering in der Haushaltsdebatte des Bundestags die Öffnung des Arbeitsmarkts für Maschinenbauingenieure aus den neuen EU-Beitrittsländern zum 1. November an. Damit soll dem Facharbeitermangel auf diesem Sektor in Deutschland begegnet werden.

PEKING: Chinas Regierung hat eine Behörde zum Kampf gegen die weit verbreitete Korruption gegründet. Das dem Staatsrat direkt unterstellte Nationale Amt soll gegen Vetternwirtschaft sowohl in den Behörden als auch auf dem nichtstaatlichen Sektor vorgehen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll die Behörde neue Gesetze auf Lücken überprüfen, Standards zur Bestimmung von Korruption entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Anwälten, Behörden, Polizei, Banken und Gerichten erleichtern.

BRÜSSEL: Nach der Bestätigung eines neuen Falls der Maul- und Klauenseuche im Süden Englands hat die EU-Kommission erneut ein Exportverbot für britische Fleischprodukte verhängt. Großbritannien sei bis Mitte Oktober zur 'Hochrisikozone' erklärt worden, teilte die Kommission in Brüssel mit. Der Erreger der Maul- und Klauenseuche war auf einem Hof in Egham in der Grafschaft Surrey festgestellt worden. Die Behörden ordneten daraufhin die Tötung des gesamten Viehbestandes an. Auch auf einem Nachbarhof werden vorsichtshalber alle Tiere gekeult.

ASUNCION: Angesichts verheerender Waldbrände in Paraguay hat die Regierung des südamerikanischen Landes den Notstand ausgerufen. Nach Angaben der Behörden haben die Flammen schon mehr als 100.000 Hektar an Wald, Anbauflächen und Weideland zerstört. Etliche Bauernhöfe brannten aus.

ZUM FUSSBALL: Auch ohne zahlreiche Stammspieler hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Freundschaftsspiel gegen Angstgegner Rumänien mit 3:1 gewonnen. Die Treffer erzielten Bernd Schneider, David Odonkor und Lukas Podolski. Der rumänische Verteidiger Gorin Goian hatte seine Mannschaft in der dritten Minute vorübergehend in Führung gebracht. Für Bundestrainer Joachim Löw war es der zwölfte Sieg im 14. Spiel.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten zähe Hochnebelwolken, nur zeitweise freundlich. Sonst meist sonnig. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 15 Grad, Regen;
Berlin: 15 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 13 Grad, bedeckt;
Köln/Bonn: 16 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 17 Grad, stark bewölkt und
München: 16 Grad, starkt bwölkt.

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