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Nachrichten

Donnerstag, 13. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Im Machtkampf zwischen Regierung und Opposition in Thailand ist ein Kompromiss vorerst gescheitert. Ministerpräsident Abhisit zog sein Angebot vorgezogener Neuwahlen zurück, nachdem die Oppositionsbewegung der sogenannten Rothemden entgegen seiner Forderung nicht aus einem von ihr besetzten Viertel in der Hauptstadt Bangkok abgezogen ist. Er habe die für November geplanten Wahlen abgesagt, erklärte Abhisit. Die thailändische Armee kündigte an, sie werde das Viertel komplett abriegeln, in dem sich die Rothemden seit Wochen verschanzt haben.

BISCHKEK: In der Stadt Osch im Süden Kirgisistans haben Anhänger des gestürzten Präsidenten Bakijew die Zentrale der Regionalregierung gestürmt. Die kirgisische Übergangsregierung habe nicht näher bezeichnete Schritte zur Wiederherstellung ihrer Autorität in Osch angekündigt, wird unter Berufung auf die kirgisische Nachrichtenangentur Akipress gemeldet. Die Polizei griff bislang nicht ein.

NEW YORK: Die Staatsanwaltschaft der US-Metropole hat nach Zeitungsberichten Untersuchungen gegen die Deutsche Bank und sieben weitere Großbanken im Zusammenhang mit dem Handel von Hypotheken-Papieren eingeleitet. Wie die "New York Times" und das "Wall Street Journal" meldeten, stehen die Geldhäuser im Verdacht, Rating-Agenturen in die Irre geführt und sie so zur Höherbewertung von Hypotheken-Papieren veranlasst zu haben.

SYDNEY: In Australien ist der mit internationalem Haftbefehl gesuchte mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher Vasiljkovic nach rund sechs Wochen auf der Flucht gefasst worden. Dem früheren Milizenführer wird Beteiligung an Folter und Mord während des Krieges in Kroatien von 1992 bis 1995 vorgeworfen. Die von Vasiljkovic befehligte Miliz soll auch für die Tötung des deutschen Journalisten Egon Scotland in Kroatien 1991 verantwortlich sein. Vasiljkovic war im März untergetaucht, nach dem ein australisches Gericht seine Auslieferung nach Kroatien angeordnet hatte.

WASHINGTON: Die US-geführten Truppen in Afghanistan haben nach Einschätzung von Präsident Obama eine Wende im Kampf gegen die Taliban erreicht. Nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Karsai in Washington sagte Obama, man habe begonnen, den Schwung des Aufstandes umzukehren. Es werde aber noch schwere Kämpfe geben.

BERLIN: Die Staatsanwaltschaft Leipzig soll nach dem Willen der Bundesregierung künftig zentral für Ermittlungen und Strafverfahren gegen deutsche Soldaten im Auslandseinsatz zuständig sein. Justizstaatssekretär Stadler, FDP, sagte der "Mitteldeutschen Zeitung" ein entsprechender Gesetzentwurf sei fertig gestellt. Wenn Ermittlungen und Verfahren gebündelt würden, erreiche man eine besondere Sachkunde von Richtern und Staatsanwälten. Für Fälle, bei denen es um das Völkerstrafrecht gehe, bleibe die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe zuständig, teilte Stadler weiter mit.

DÜSSELDORF: In Nordrhein-Westfalen rücken nach ersten Beratungen zwischen SPD und Grünen Sondierungsgespräche über die Bildung einer Landesregierung aus SPD, Grünen und Linkspartei näher. Ein Bündnis mit der FDP scheint unwahrscheinlich. FDP-Chef Westerwelle erteilte dem Angebot erneut eine klare Absage, mit seiner Partei über eine so genannte Ampelkoalition zu sprechen. Die Liberalen seien nicht bereit, Steigbügelhalter einer möglichen Linksregierung zu werden, sagte Westerwelle dem Bonner "General-Anzeiger". FDP-Landeschef Pinkwart betonte, solange sich die SPD und Grüne Koalitionsgespräche mit der Linken offen hielten, seien sie für die Liberalen nicht koalitionsfähig.

AACHEN: Der polnische Ministerpräsident Tusk erhält an diesem Donnerstag für seine Verdienste um Europa den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen. Der 52-Jährige habe gemeinsam mit Mitgliedern der Solidarnoc-Bewegung den Grundstein für die Wiedervereinigung Europas gelegt, heißt es in der Preisbegründung. Tusk sei zudem eine Symbolfigur für die Überwindung wieder aufkeimender nationalistischer Tendenzen in Osteuropa. Der Preis würdigt ausdrücklich auch Tusks Verdienste bei der Ratifizierung des EU-Reformvertrags von Lissabon. Die Laudatio wird Bundeskanzlerin Merkel halten. - Der Karlspreis gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung. Namensgeber ist Kaiser Karl der Große.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Bewölkt, kaum Auflockerungen, südlich des Mains zeitweise Regen. Höchstwerte zwischen acht und 15 Grad.

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