1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 13. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Vertreter muslimischer Organisationen in Deutschland sind mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und weiteren Politikern zur dritten Sitzung der so genannten Islam-Konferenz zusammengetroffen. Seit 2006 sucht das Gremium Wege zu einer besseren Eingliederung der rund 3,4 Millionen Muslime in der Bundesrepublik. Vier Arbeitsgruppen legen heute ihre Empfehlungen dazu vor. Bereits vor der Tagung einigten sich die Mitglieder auf die Empfehlung, islamischen Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach in deutscher Sprache an öffentlichen Schulen einzuführen. Damit solle der Radikalisierung junger Muslime entgegengewirkt werden, sagte Schäuble der 'Süddeutschen Zeitung'. Er baue darauf, dass mit islamischem Religionsunterricht den so genannten Hasspredigern die Basis entzogen werden könne.

NEU DELHI: Die indische Polizei hat einen Protestmarsch von Exil-Tibetern gegen die Olympischen Spiele in Peking gestoppt. Mehr als 100 Teilnehmer der Demonstration seien in der Nähe der Stadt Dehra im nördlichen Bundesstaat Himachal Pradesh festgenommen worden, berichteten Augenzeugen. Die Regierung in Neu-Delhi hatte den Demonstranten aus Sorge um die Beziehungen zur Volksrepublik China verboten, den Bezirk Kangra zu verlassen. Der Protest hatte am Montag begonnen, dem Jahrestag des Aufstandes der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft von 1959. Der Marsch für die Unabhängigkeit Tibets sollte in sechs Monaten bis zur chinesischen Grenze führen.

WASHINGTON: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die Streichung Chinas von der so genannten schwarzen Liste der schlimmsten Menschenrechtsverletzer gegen Kritik verteidigt. Die Regierung in Washington habe Peking gerade dazu bewegen können, den seit einiger Zeit zum Erliegen gekommenen Dialog über Menschenrechtsfragen wieder aufzunehmen, sagte Rice in Washington. Der Bericht hatte China für das vergangene Jahr eine insgesamt schlechte Menschenrechtslage attestiert und die Unterdrückung von tibetischen Buddhisten und Muslimen in der Provinz Xinjiang als Beispiele genannt. Die chinesische Regierung kritisierte dies als Einmischung. Die USA selbst seien als Verteidiger der Menschenrechte nicht "fit" genug, hieß es in Peking.

KABUL: Durch einen Selbstmordanschlag auf die US-geführten Koalitionstruppen sind in der Nähe des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt nach Angaben der Polizei mindestens sechs einheimische Zivilisten getötet worden. Mehr als 20 weitere Personen wurden verletzt, unter ihnen auch vier amerikanische Soldaten . Der Attentäter habe sein mit Sprengstoff beladenes Auto während des Berufsverkehrs nahe einer Bushaltestelle zur Explosion gebracht, heißt es. Zu der Bluttat bekannten sich die radikal-islamischen Taliban-Milizen.

GAZA-STADT: Militante Palästinenser haben aus dem Gazastreifen erneut zwölf Raketen auf die israelische Grenzstadt Sderot abgefeuert. Nach Angaben der Armee gab es Sachschäden, aber keine Verletzten. Im Gegenzug griff die Luftwaffe wieder mutmaßliche Stellungen radikaler Palästinenser im Gazastreifen an. Die zuletzt abgeflaute Waffengewalt war wieder ausgebrochen, nachdem israelische Soldaten zuvor fünf militante Palästinenser im Westjordanland getötet hatten. Die Gruppe 'Islamischer Heiliger Krieg' kündigte Vergeltung an. Israel versetzte seine Sicherheitskräfte landesweit in erhöhte Alarmbereitschaft.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beraten auf ihrem so genannten Frühjahrs-Gipfel über die umstrittene Mittelmeerunion. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen gemeinsam ihre Ideen für eine bessere Zusammenarbeit mit den Staaten im Süden vorlegen. Es wird mit Widerspruch nördlicher EU-Staaten gegen das vor allem von Sarkozy vorangetriebene Projekt gerechnet. Die 27 Staats- und Regierungschefs sprechen in Brüssel zudem erneut über Energiepolitik und Klimaschutz. Gegen den Willen der EU-Kommission will Kanzlerin Merkel auf Erleichterungen für die Industrie beim Ausstoß von Treibhausgasen drängen.

SINGAPUR: Der US-Ölpreis hat sich nach einer neuen Rekordjagd knapp unter der Marke von 110 Dollar eingependelt. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate 109,43 Dollar. Das waren 49 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Rohstoff-Fachleute machen für den Preisauftrieb nach wie vor große Fondsgesellschaften verantwortlich, die den Ölmarkt als eine lukrative Anlagemöglichkeit nutzten. Außerdem sei die massive Dollarschwäche verantwortlich. Der Euro übersprang in Frankfurt am Main erstmals die Marke von 1,56 US-Dollar.

LEIPZIG: Der niederländische Publizist Geert Mak ist zum Auftakt der Buchmesse mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet worden. Preisträger Mak mahnte in seiner Dankesrede einen sensiblen Umgang mit Geschichte und Gegenwart an. Trotz aller Lehren aus dem 20. Jahrhundert sehe er, wie in seinem Land unzählige Menschen schon wieder den verführerischen Botschaften geschickter Phrasendrescher erlägen, sagte der Historiker. Inzwischen öffnete die Leipziger Buchmesse ihre Pforten für das Publikum. Bis Sonntag präsentieren mehr als 2000 Verlage aus 36 Ländern ihre Neuerscheinungen.

HOUSTON: Nach zweitägigem Flug hat die US-Raumfähre 'Endeavour' an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. An Bord sind sieben Astronauten. Ziel der 16-tägigen Mission ist es, Teile des japanischen Labors 'Kibo' und einen in Kanada gebauten Roboterarm an der Raumstation zu befestigen. Keine 24 Stunden nach dem Andocken steht bereits der erste Außenbordeinsatz auf dem Programm, bei dem ein erster Teil des japanischen Labors installiert werden soll.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit teils kräftigen Regenschauern, örtlich auch Gewitter. Höchstwerte zwischen sechs Grad am Alpenrand und elf Grad am Rhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 7 Grad, Regen;

Berlin: 5 Grad, Schauer;

Dresden: 6 Grad, Schauer;

Köln/Bonn: 7 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 7 Grad, bewölkt und

München: 5 Grad, wolkig .

Audio und Video zum Thema