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Nachrichten

Donnerstag, 13. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Die Talfahrt der deutschen Wirtschaft ist gestoppt. Zwischen April und Juni legte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal überraschend um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der erste Anstieg der Wirtschaftsleistung seit Anfang 2008. Im ersten Quartal dieses Jahres war das Bruttoinlandsprodukt noch um 3,5 Prozent zurückgegangen. Für das Wachstum hätten vor allem der private Verbrauch, die staatlichen Konsumausgaben sowie die Bauinvestitionen gesorgt, hieß es in Wiesbaden weiter. Außerdem habe der Export seinen Beitrag geleistet, weil die Importe preisbereinigt noch deutlich stärker zurückgegangen seien als die Ausfuhren. - Auch in Frankreich wuchs die Wirtschaft um 0,3 Prozent. Hier ist es der erste Anstieg seit einem Jahr.

FRANKFURT/MAIN: Die Chancen von Arbeitslosen auf einen raschen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt sind gesunken. Dies berichtete die 'Frankfurter Rundschau' unter Berufung auf Angaben des Bundesarbeitsministeriums. Im Jahr 2006 gelang es demnach noch fast jedem fünften Arbeitnehmer nach einer Kündigung, sofort eine Anschlussbeschäftigung zu finden. 2008 habe das nur noch jeder Achte geschafft.

ESSEN: Der insolvente deutsche Handelskonzern Arcandor steht vor der Zerschlagung. Wenn bis zum Samstag kein Investor gefunden werde, würden die Konzerntöchter einzeln verkauft, teilte Arcandor in Essen mit. Nach Informationen der 'Süddeutschen Zeitung' droht insbesondere beim Versandunternehmen Quelle ein massiver Stellenabbau. Allein am Stammsitz Nürnberg/Fürth seien 1500 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Gewerkschaft Verdi erwartet auch bei der Warenhaustochter Karstadt harte Einschnitte.

BERLIN: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat sich für eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts ausgesprochen. Künftig dürfe etwa die doppelte Staatsbürgerschaft kein Problem mehr sein, sagte die SPD-Politikerin der "Berliner Zeitung". Sie forderte insbesondere die Abschaffung des so genannten Optionsmodells, nach dem sich in Deutschland geborene Kinder von Ausländern spätestens mit 23 Jahren zwischen dem deutschen Pass und dem ihrer Eltern entscheiden müssen. Schon derzeit werde in der Praxis bei rund 50 Prozent der Einbürgerungen die doppelte Staatsbürgerschaft anerkannt, so Zypries weiter. - Die Ministerin plädierte zudem dafür, Ausländern aus Nicht-EU-Staaten das kommunale Wahlrecht zu gewähren. Auch sollten mehr Einwanderer im öffentlichen Dienst beschäftigt werden.

HELSINKI: Im Fall des seit Ende Juli im Atlantik verschwundenen Frachters 'Arctic Sea' geht nach der britischen Küstenwache nun auch die finnische Reederei von der Möglichkeit einer Entführung aus. Entsprechend äußerte sich ein Vertreter des Unternehmens. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre dies der erste Fall von Piraterie in EU-Gewässern. Der Frachter mit einer 15-köpfigen russischen Besatzung an Bord sollte Holz von Finnland nach Algerien bringen. Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat die Marine angewiesen, nach der 'Arctic Sea' zu suchen.

KABUL: Durch die Explosion von zwei versteckten Bomben in der südafghanischen Provinz Helmand sind nach Angaben der regionalen Behörden mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Einer der Sprengsätze explodierte, als er von spielenden Kindern gefunden wurde. Drei der Kinder wurden getötet. Die Behörden beschuldigten die Taliban, die Bomben gelegt zu haben. In Helmand läuft eine Offensive amerikanischer und afghanischer Truppen gegen die Aufständischen.

MANILA: Bei schweren Kämpfen zwischen der Armee und muslimischen Extremisten auf den Philippinen sind nach neuen Militärangaben mindestens 53 Menschen getötet worden. Ein General teilte mit, die Streitkräfte hätten ein Ausbildungslager der radikal-islamischen Gruppe Abu Sayyaf auf der Insel Basilan angegriffen. Bei einem achstündigen Gefecht seien 23 Soldaten und mindestens 30 Rebellen getötet worden. - Abu Sayyaf, die kleinste aber radikalste muslimischen Rebellengruppe auf den Philippinen, soll Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida haben.

CANBERRA: In Australien hat die sozialdemokratische Regierung in der Klimaschutzpolitik eine schwere Niederlage erlitten. Das Oberhaus des Parlaments lehnte eine Gesetzesvorlage ab, die eine Abgabe auf Kohlendioxid-Emissionen der Industrie vorsah, mit dem Ziel, den CO-2-Ausstoß in Australien zu verringern. - Klimaschutzministerin Penny Wong kündigte an, sie werde die Vorlage noch vor Jahresende erneut im Senat einbringen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge zunehmend heiter mit nur einzelnen Schauern. Sonst dichter bewölkt und immer wieder Regen, vereinzelt auch Gewitter. Höchstwerte 19 bis 27 Grad.

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