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Nachrichten

Donnerstag, 13. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag.

TEHERAN: Nach der weiteren Eskalation im Atomstreit mit dem Iran ist der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation, Mohammed el Baradei, zu Gesprächen nach Teheran gereist. Er hoffe, den Konflikt auf dem Verhandlungswege lösen zu können, sagte el Baradei bei seiner Ankunft. Er rief die iranische Regierung erneut dazu auf, ihr Programm zur Atomanreicherung zu beenden. Der Weltsicherheitsrat hatte dafür eine Frist bis Ende April gesetzt. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärte, seine Regierung werde dieser Forderung nicht nachkommen. Der Iran sei eine Atommacht, betonte Ahmadinedschad. Die US-Regierung forderte den Weltsicherheitsrat zu weitreichenden Schritten gegen die Führung in Teheran auf.

ROM: In Italien nimmt der Streit um den Wahlausgang kein Ende. Der amtierende Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach erneut von Wahlbetrug und verlangte, die offiziellen Zahlen zu annullieren. Das Endergebnis müsse geändert werden. Nach der Auszählung des Innenministeriums hat das Mitte-Links-Bündnis von Herausforderer Romano Prodi sowohl im Abgeordnetenhaus als auch im Senat eine knappe Mehrheit errungen. Der frühere EU-Kommissionspräsident Prodi forderte den Regierungschef auf, seine Niederlage endlich einzugestehen. Berlusconi müsse nach Hause gehen, rief Prodi vor Anhängern in Bologna.

N'DJAMENA: Drei Wochen vor der Präsidentenwahl im Tschad werden aus der Hauptstadt N'Djamena heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen gemeldet. Anwohner berichteten von Artilleriefeuer am Stadtrand. Nach Agenturmeldungen soll die Armee Stellungen der Aufständischen mit Raketen beschossen haben. Die Rebellen waren in den vergangenen Wochen immer näher an die Hauptstadt herangerückt. Am 3. Mai will sich Präsident Idriss Deby, der 1990 durch einen Militärputsch an die Macht kam, zur Wiederwahl stellen.

BAGDAD: Bei der Explosion einer Autobombe vor einer schiitischen Moschee im Irak sind zahlreiche Menschen getötet worden. Nach Krankenhausangaben hat es 27 Todesopfer gegeben. 70 weitere Menschen seien bei dem Anschlag in der Ortschaft Howaider nördlich von Bakuba verletzt worden. Nur Stunden zuvor war bereits eine Bombe auf einem Markt der Stadt explodiert und hatte zwei Zivilisten getötet. Der Vizegouverneur der Provinz entkam am selben Tag unverletzt einem Sprengstoffanschlag. Bakuba liegt im so genannten sunnitischen Dreieck.

BERLIN: Im Prozess um den so genannten Ehrenmord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü hat das Berliner Landgericht den zur Tatzeit 18-jährigen Todesschützen zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Zwei weitere Brüder der Getöteten wurden dagegen freigesprochen. Die Richter hielten das Mordkomplott nicht für erwiesen.--Die 23-jährige Hatun Sürücü, die sich von ihrem türkischen Ehemann getrennt und ihren kleinen Sohn allein erzogen hatte, war im Februar 2005 in Berlin auf offener Straße erschossen worden. Der Fall hatte für Diskussionen um so genannte Ehrenmorde und Zwangsehen gesorgt.

BERLIN: Autofahrer können nach Angaben von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee nicht mit einem Rückgang der Spritpreise rechnen. Langfristig müsse man sich leider auf hohe Energiepreise einstellen, sagte der Minister der 'Bild'-Zeitung. Nötig seien sparsamere Autos und neue Kraftstoffe. Man müsse weg vom Öl, damit in 20 Jahren Autofahren nicht zum Hobby von ein paar Reichen werde, sagte Tiefensee, der zuvor die Mineralölkonzerne kritisiert hatte. Tiefensee warf ihnen Abkassieren und Preistreiberei pünktlich zu Ostern vor.

BERLIN: Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, die EU-Richtlinie für das Verbot von Tabakwerbung umgehend in deutsches Recht umzusetzen. Weil die Bundesregierung beim Tabakwerbeverbot zögere, riskiere sie erhebliche Strafzahlungen an Brüssel. Außerdem würden die durch das Rauchen verursachten Gesundheitsschäden das Gesundheitssystem belasten, sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Vorher hatte bereits die EU-Kommission der Bundesregierung Versäumnisse im Kampf gegen das Rauchen vorgeworfen und mit rechtlichen Schritten gedroht.

BERLIN: Nach Ansicht von CSU-Chef Edmund Stoiber sollten Deutschlands Beiträge an die Europäische Union gekürzt werden. Stoiber sagte der Tageszeitung "Die Welt", die Zahlungen sollten sich stärker nach der Wirtschaftlichkeit eines Landes richten. Deutschland liege nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im europäischen Mittelfeld, zahle aber die höchsten Beiträge. Das passe nicht zusammen. Vergangene Woche hatten sich die EU-Institutionen auf einen neuen Finanzrahmen geeinigt. Demnach soll Deutschland künftig 0,42 Prozent des Bruttonationaleinkommens oder 12,5 Milliarden Euro pro Jahr zahlen.

HANNOVER: In den Hochwassergebieten entlang der Elbe geht das Wasser weiter zurück. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg sank der Wasserstand seit Montag um mehr als 40 Zentimeter. Im niedersächsischen Hitzacker ging das Hochwasser nach Angaben der Behörden ähnlich deutlich zurück. Vielerorts begannen die Aufräumarbeiten. Zu Ostern wird mit einem Ende der Flut gerechnet.

FRANKFURT/MAIN: Der Luftverkehr in Deutschland hat von Januar bis März um 4,5 Prozent zugenommen. Insgesamt zählte die Deutsche Flugsicherung mehr als 600.000 Flüge. Die Hälfte davon startete oder landete in Deutschland, ein Drittel überflog die Bundesrepublik, der Rest waren innerdeutsche Flüge. Besonders stark war der Verkehrsanstieg an den Regionalflughäfen Hahn und Dortmund sowie den Flughäfen in München und Berlin.

LOS ANGELES: June Pointer, die jüngste der singenden Schwestern der US-Gruppe Pointer Sisters, ist im Alter von 52 Jahren an Krebs gestorben. Die kalifornische Gruppe wurde in den 70er Jahren mit Pop-Songs wie "Fire", "He's So Shy" und "I'm So Excited" bekannt.

ZUM FUSSBALL: Im Endspiel des DFB-Pokals in zwei Wochen treffen Bayern München und Eintracht Frankfurt aufeinander. Die Bayern qualifizierten sich durch ein 3:0 beim FC St. Pauli. --- Frankfurt hatte sich bereits am Dienstag mit 1:0 gegen Arminia Bielefeld durchgesetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Regen. An der Nordsee auch freundliche Abschnitte. Höchstwerte fünf bis zehn Grad, an Rhein und Oder noch etwas darüber.

Hamburg: 6 °, leichter Regen; Berlin: 5 °, stark bewölkt; Dresden: 5 °, nach Regen; Köln/Bonn: 7 °, leichter Regen sowie Frankfurt am Main und München: 4 °, wolkig.