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Nachrichten

Donnerstag, 12. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

NEW YORK: Der Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhattan hat Erinnerungen an die Terroranschläge vom 11. September 2001 geweckt. Die beiden Insassen der Maschine, ein prominenter Baseball-Profi und sein Fluglehrer, kamen ums Leben. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden handelte es sich um einen Unfall. Es gebe keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, teilten das US-Heimatschutzministerium und die Bundespolizei FBI mit. Amerikanische Medien berichteten, der Pilot des Kleinflugzeugs habe noch einen Notruf abgesetzt und von Treibstoff-Problemen gesprochen, bevor die einmotorige Maschine in das Hochhaus krachte. Ein Brand in dem 50-stöckigen Gebäude konnte von der Feuerwehr gelöscht werden.

DRESDEN: In der sächsischen Landeshauptstadt ist ein Zug beim Zusammenprall mit einem Auto entgleist. Nach Polizeiangaben kam der Autofahrer ums Leben, mehrere der etwa 30 Zugfahrgäste und der Lokführer wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich im Bereich eines Haltepunktes in Dresden-Trachau auf der Strecke Richtung Leipzig. Die Polizei schließt einen Selbstmord des Autofahrers nicht aus.

PARIS: Nach dem schweren Zugunglück in Ostfrankreich gehen die Behörden davon aus, dass eine falsch gestellte Weiche Unfallursache war. Beim Frontalzusammenstoß eines Regionalzuges aus Luxemburg mit einem Güterzug waren am Mittwoch in Lothringen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden schließen nicht aus, dass noch weitere Leichen aus den Zugtrümmern geborgen werden.

MÜNCHEN: Der russische Präsident Wladimir Putin hat zum Abschluss seines zweitägigen Deutschland-Besuchs nachdrücklich um Vertrauen der Deutschen in die russische Wirtschaft geworben. Gleichzeitig forderte er mehr Offenheit für Investitionen russischer Firmen im Westen. Er verstehe nicht, warum solche Beteiligungen Anlass für Nervosität böten, sagte Putin in München auch mit Blick auf Vorbehalte gegen eine stärkere russische Beteiligung am Airbus-Mutterkonzern EADS. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber wandte sich ausdrücklich gegen einen höheren Aktienanteil Russlands bei EADS. Die Landesregierung in München werde aber ein Motor bei der Intensivierung der Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft sein, erklärte Stoiber.

HAMBURG/PARIS: Überschattet von der Krise beim Flugzeugbauer Airbus kommen an diesem Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac in Paris zusammen. Laut Bundeswirtschaftsminister Michael Glos - CSU - will die deutsche Seite darauf drängen, dass die geplanten Einsparungen bei Airbus zwischen beiden Ländern fair verteilt werden. SPD-Fraktionschef Peter Struck rief die Bundesregierung auf, den deutschen Einfluss bei dem Flugzeugbauer zu sichern. Der neue Unternehmenschef Louis Gallois wird heute bei den Airbus-Werken in Hamburg erwartet, um mit der deutschen Führungsspitze über die Probleme beim Riesen-Flugzeug A380 zu beraten. Airbus steht ein schmerzhaftes Sparprogramm möglicherweise auch mit Arbeitsplatzabbau bevor.

NEW YORK: Nach dem Atomtest Nordkoreas drängen die USA und Japan darauf, dass der Weltsicherheitsrat noch in dieser Woche Sanktionen gegen das kommunistische Land beschließt. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton sagte in New York, ein überarbeiteter Resolutionsentwurf werde an diesem Donnerstag vorgelegt. Die nordkoreanische Regierung hatte am Mittwoch betont, die Bemühungen der USA um Sanktionen würden als Kriegserklärung betrachtet. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einem nuklearen Wettrüsten. Diese Entwicklung müsse verhindert werden, erklärte Steinmeier.

COLOMBO: Schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen im Norden Sri Lankas gefährden die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen. Ein Militärsprecher teilte mit, bei einem Gefecht auf der Halbinsel Jaffna seien am Mittwoch mehr als 200 Rebellen und etwa 40 Soldaten getötet worden. Die so genannten 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' bestätigte die Kämpfe, sprachen aber von lediglich 85 Toten, unter ihnen 75 Regierungssoldaten.

BANGKOK: Drei Wochen nach dem Militärputsch hat Thailand wieder ein Parlament. Die Mitglieder der Nationalversammlung wurden von den Generälen bestimmt, die im September Ministerpräsident Thaksin Shinawatra entmachtet hatten. König Bhumibol habe seine Zustimmung gegeben, berichtet der thailändische Rundfunk. Die Nationalversammlung soll die Verfassung des Landes überarbeiten. Für das kommende Jahr sind dann Neuwahlen geplant.

JAKARTA: Auf der indonesischen Insel Bali ist der Opfer der beiden Terror-Anschläge von 2002 und 2005 gedacht worden. Vor genau vier Jahren waren im Touristenzentrum Kuta Beach zwei Bomben explodiert und hatten mehr als 200 Menschen in den Tod gerissen. Im vergangenen Jahr waren bei einem Bombenanschlag 20 Menschen getötet worden. Als Drahtzieher gilt die muslimische Terrorgruppe 'Jemaah Islamiyah'.

BERLIN: Bundesarbeitsminister Franz Müntefering geht davon aus, dass die Koalition die Zuverdienstregelungen für Empfänger des Arbeitslosengeldes II ändert, so dass Betroffene von zusätzlichen Einnahmen mehr behalten könnten. An diesem Punkt seien CDU/CSU und SPD einigungsfähig, sagte Müntefering nach einer Expertenanhörung. Die derzeitigen Regelungen sehen vor, dass Hartz-IV-Empfänger bis zu 100 Euro hinzuverdienen dürfen, ohne dass dies auf die Unterstützung angerechnet wird. Von einem 400-Euro-Minijob bleiben 160 Euro ohne Anrechnung.

ZUM FUSSBALL: Die Deutsche Nationalmannschaft hat klaren Kurs auf die Europameisterschaft 2008 genommen. In der Qualifikations-Gruppe D besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Bratislava die Slowakei mit 4:1. Überschattet war das Spiel von Ausschreitungen. In der Halbzeitpause war es zu Auseinandersetzungen zwischen deutschen Anhängern und der Polizei gekommen. Fünf deutsche Krawallmacher wurden festgenommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen Wolken, aber kaum Regen. Sonst nicht mehr ganz so viel Sonne. Höchstwerte 15 bis 20 Grad.

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