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Nachrichten

Donnerstag, 12. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Zwei Wochen nach Amtsantritt ist der neue deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach Afghanistan gereist. Nach den USA, Großbritannien und den Vereinten Nationen forderte auch Guttenberg den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zu konkreten Zielsetzungen und Maßnahmen auf. Deutschland stehe zu seinem Engagement am Hindukusch, aber man wolle "Erfolge sehen", so der CSU-Minister zum Auftakt seiner Antrittsvisite. Auf dem Programm standen Treffen mit der afghanischen Führung, dem ISAF-Oberkommando sowie ein Truppenbesuch bei der Bundeswehr im Norden des Landes.

BERLIN: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat eine grundlegende Steuerreform ausgeschlossen. Dafür fehle in den kommenden vier Jahren das Geld, sagte Schäuble der "Rheinischen Post". Allerdings seien die im Koalitionsvertrag beschlossenen Maßnahmen für die kommenden beiden Jahre ein erster Schritt dahin, so der CDU-Politiker. Das erst kürzlich von der schwarz-gelben Regierung vorgelegte Gesetz zur Beschleunigung des Wachstums in Deutschland sieht Entlastungen für Familien, Unternehmen und Erben im Gesamtumfang von 8,5 Milliarden Euro vor. Es ist an diesem Donnerstag Thema im Bundestag und soll schon Anfang kommenden Jahres in Kraft treten.

BERLIN: In der Bundestagsdebatte über die künftige Gesundheitspolitik hat Ressortchef Philipp Rösler die umstrittene Festschreibung des Arbeitgeberanteils an den Kassenbeiträgen verteidigt. Damit sollten Wachstum und Beschäftigung angekurbelt werden, sagte der FDP-Politiker. Der Ausgleich zwischen Arm und Reich solle künftig über das Steuersystem erfolgen. Die SPD-Expertin Elke Ferner hielt dem entgegen, die Regierung hebele die Prinzipien des Sozialstaates aus.

BERLIN: Die SPD strebt offenbar eine Abkehr von der Rente mit 67 an. Als Oppositionsführer im Bundestag wolle er darauf drängen, dass das Gesetz im nächsten Jahr überprüft werde, kündigte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier vor dem SPD-Bundesparteitag am Freitag in Dresden an. Der "Berliner Zeitung" sagte Steinmeier, eine Bestandsaufnahme zur Lage älterer Beschäftigter sei Bestandteil des von der damaligen Großen Koalition verabschiedeten Gesetzes. Die Rente mit 67 gilt als einer der Gründe für das Desaster der SPD bei der Bundestagswahl, das sie in eine der tiefsten Krisen ihrer Geschichte gestürzt hat.

MOSKAU: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat eine politische und wirtschaftliche Modernisierung seines Landes gefordert, um wieder Weltmacht zu werden. In seiner zweiten Rede an die Nation beklagte Medwedew, die Wirtschaft sei nach wie vor durch die veraltete industrielle Basis aus Sowjetzeiten geprägt und in hohem Maße von Öl- und Gas-Exporten abhängig. Zur Sicherung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit seien vor allem neue Technologien und Know-how notwendig.

PEKING/ MÜNCHEN: Der deutsche Autobauer BMW und sein chinesischer Partner investieren umgerechnet weitere 560 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten in der Volksrepublik. Mit dem Bau eines zweiten Werks für den größten Automarkt der Welt soll 2010 in der nordostchinesischen Stadt Shenyang begonnen werden. Trotz der Wirtschaftskrise hat BMW in China seine Verkaufszahlen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um 36 Prozent auf 72.000 Autos gesteigert.

KAIRO: Die Regierung in Kairo hat das Dresdner Urteil gegen den Mörder der Ägypterin Marwa El-Sherbini begrüßt. Die Verhängung der höchsten nach deutschem Recht möglichen Strafe diene der Gerechtigkeit und werde abschreckend auf diejenigen wirken, die aus Hass und Böswilligkeit handelten, erklärte das ägyptische Außenministerium. Das Dresdner Landgericht hatte den Russlanddeutschen Alex W. des Mordes an der Ägypterin für schuldig befunden und ihn zu lebenslanger Haft verurteilt. Zugleich wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausschließt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten und Westen bedeckt und etwas Regen. Sonst etwas freundlicher bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius.

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