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Nachrichten

Donnerstag, 12. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Einen Tag nach dem Amoklauf eines 17-Jährigen in Winnenden bei Stuttgart mit 16 Toten ist das Motiv weiter unklar. Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech erklärte, es gebe bislang keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Tat. Der 17-Jährige war am Mittwoch mit einer Waffe seines Vaters in seine frühere Schule eingedrungen und hatte neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf seiner Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich nach einem Feuergefecht mit der Polizei selbst das Leben nahm. In Winnenden gedachten am Mittwoch Abend rund 1.000 Menschen in einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer des Amoklaufs. An diesem Donnerstag werden sich Psychologen weiter um die Angehörigen der Toten kümmern, aber auch um die Schüler und Lehrer, die die Bluttat überlebt haben. Die betroffene Realschule bleibt vorerst geschlossen.


BERLIN: In Deutschland hat nach dem Amoklauf von Winnenden bei Stuttgart eine Debatte darüber eingesetzt, wie derartige Bluttaten verhindert werden können. Lehrergewerkschaften fordern den verstärkten Einsatz von Schulpsychologen. Im internationalen Vergleich sei die personelle Ausstattung der deutschen Schulen mit Psychologen katastrophal, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Ulrich Thörne. Gegen eine weitere Verschärfung des Waffenrechts sprach sich die Gewerkschaft der Polizei aus. Die Gesetzgebung sei streng wie nie zuvor. Die Bestimmungen waren nach dem Amoklauf von Erfurt 2002 und im vorigen Jahr verschärft worden.

BERLIN: Der deutsch-französische Ministerrat berät in Berlin über die Wirtschafts- und Europapolitik. Zu den Hauptthemen gehören die Vorbereitung der in den nächsten Wochen anstehenden Gipfeltreffen von EU, NATO und G-20. Außerdem soll über gemeinsame Projekte bei erneuerbaren Energien und bei der Erforschung neuer Antriebssysteme bei Fahrzeugen gesprochen werden. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nehmen an dem Treffen unter anderen die Außenminister, die Finanzminister und die Verteidigungsminister beider Staaten teil.

SEOUL: Nordkorea will Anfang April einen Satelliten ins All schießen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet, der Start der Trägerrakete solle zwischen dem 4. und 8. April stattfinden. Die Nordkoreaner teilten lediglich mit, alle zuständigen internationalen Organisationen seien informiert, um die Schifffahrt und den Flugverkehr nicht zu gefährden. Südkorea und die USA werfen Nordkorea vor, den Satellitentransport für den Test einer Langstreckenrakete nutzen zu wollen. Die nordkoreanische Führung hatte mit Krieg gedroht, falls versucht werden sollte, die Rakete abzuschießen.

KARATSCHI: In der pakistanischen Hafenmetropole Karatschi haben Juristen und Oppositionelle mit ihrem fünftägigen Protestmarsch auf die Hauptstadt Islamabad begonnen. Die Polizei nahm mindestens 30 Personen fest. Bereits am Mittwoch war es nach Ausschreitungen zu mehr als 300 Festnahmen gekommen. Die Opposition will mit dem so genannten "Langen Marsch" die Regierung zwingen, die Ende 2007 vom damaligen Staatschef Pervez Musharraf abgesetzten etwa 60 Richter wieder einzusetzen. Unter ihnen ist auch der damalige Chef des Obersten Gerichtshofes, Iftikar Chaudhry. Präsident Asif Ali Zardari lehnt dessen Wiedereinsetzung ab.

BAGDAD: Der so genannte Schuhwerfer von Bagdad ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Strafgericht in der irakischen Hauptstadt befand den irakischen Journalisten Muntassar al-Saidi der Attacke auf einen ausländischen Staatsführer für schuldig. Al-Saidi hatte während einer Pressekonferenz des früheren US-Präsidenten George W. Bush im Dezember vergangenen Jahres versucht, diesem seine Schuhe an den Kopf zu werfen. Bush wurde nicht getroffen, weil er sich duckte. In vielen arabischen Ländern wurde al-Saidi wegen seiner Tat als Held gefeiert. Seine Anwälte kündigten derweil an, sie würden eine Revision gegen das Urteil prüfen.

WASHINGTON: Der im Zuge der Finanzkrise verstaatlichte US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac hat nach einem weiteren massiven Quartalsverlust zusätzlichen gigantischen Bedarf an Staatshilfen angemeldet. Der Fehlbetrag sei im dritten und vierten Quartal zusammen auf fast 50 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Zum Überleben brauche der Konzern nun weitere 30,8 Milliarden Dollar vom Finanzministerium -nach 14 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. - Freddie Mac ist einer der beiden großen Immobilienfinanzierer in den USA. Ebenso wie beim angeschlagenen Bankhaus Fannie Mae würde ein Kollaps zu einem Zusammenbruch des gesamten US-Kreditmarktes führen.

WOLFSBURG: Europas größter Autokonzern Volkswagen hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 angesichts der dramatischen Krise einen Absatzeinbruch erlitten. Die weltweiten Auslieferungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. Das teilte das Unternehmen in Wolfsburg mit. Damit schnitt Volkswagen jedoch besser ab als der Gesamtmarkt. Durch die so genannte 'Abwrackprämie' sei der Absatz in Deutschland im Februar deutlich gestiegen. Dieser Entwicklung stünden allerdings unverändert dramatische Einbrüche in den USA, Japan und Europa gegenüber, sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. VW rechnet für das laufende Jahr konzernweit mit einem Absatzeinbruch von rund zehn Prozent.

BERLIN: Die Weltbevölkerung wird nach neuen Hochrechnungen der Vereinten Nationen trotz sinkender Geburtenraten in den Industriestaaten bis zum Jahr 2050 weiter deutlich wachsen. Bis Mitte des Jahrhunderts wird ein Anstieg um 2,3 Milliarden auf dann 9,1 Milliarden Menschen erwartet. Schon 2012 wird demnach die Zahl von sieben Milliarden auf der Erde überschritten. Die Zunahme findet fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. In den 49 ärmsten Staaten wird sich die Bevölkerung bis 2050 sogar verdoppeln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen dicht bewölkt und häufig Regen. Im Osten und Süden stellenweise heitere Abschnitte und längere Zeit trocken. Höchstwerte zwischen drei und zehn Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 5 Grad, nach Regen;

Berlin: 4 Grad, nach Regen;

Dresden und München: 3 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 5 Grad, leichter Regen und

Frankfurt am Main: 4 Grad, Nieselregen.

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