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Nachrichten

Donnerstag, 12. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der Weg für das milliardenschwere Konjunkturprogramm von US-Präsident Barack Obama ist frei. Der US-Kongress einigte sich überraschend schnell auf ein Kompromiss-Paket in Höhe von 789 Milliarden Dollar. Davon seien 35 Prozent für Steuererleichterungen vorgesehen, der Rest für Investitionen, sagte die republikanische Senatorin Susan Collins, die sich mit anderen gemäßigten Republikanern für den Kompromiss eingesetzt hatte. Obama dankte den Abgeordneten und Senatoren. Das Paket werde mehr als 3,5 Millionen Jobs schaffen oder erhalten und zur Überwindung der Wirtschaftskrise beitragen. Es wird damit gerechnet, dass Senat und Abgeordnetenhaus das Programm bis Ende der Woche billigen.

WASHINGTON: Angesichts der noch unklaren Zusammensetzung der künftigen israelischen Regierung haben sich die USA verhalten optimistisch zum Fortgang des Nahost-Friedensprozesses geäußert. Man hoffe, dass die künftige Führung am Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser festhalte, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die Bundesregierung in Berlin betonte, man wolle die vertrauensvollen Zusammenarbeit auch mit der neuen Regierung fortsetzten. - Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl vom Dienstag streben sowohl Außenministerin Zipi Livni von der Kadima-Partei als auch der Chef des rechten Likud-Blockes, Benjamin Netanjahu, das Amt des Ministerpräsidenten an.

HARARE: Auch nach dem Amtsantritt des bisherigen Oppositionsführers Morgan Tsvangirai als Regierungschef in Simbabwe wollen die USA die Sanktionen gegen das afrikanische Land vorerst aufrechterhalten. Es müsse ersichtlich sein, dass es eine wirkliche Machtteilung zwischen Präsident Robert Mugabe und Tsvangirai gebe, hieß es im US-Außenministerium. Nötig seien durchgreifende Wirtschaftsreformen. Angesichts der verheerenden Wirtschaftslage in Simbabwe hatte Tsvangirai nach seinem Amtsantritt die Staatengemeinschaft um Hilfe gebeten.

BERLIN: Im Bundestag ist der 37-jährige Karl-Theodor zu Guttenberg als Wirtschaftsminister vereidigt worden. Der CSU-Politiker schwor den im Grundgesetz vorgesehenen Amtseid. Guttenberg tritt die Nachfolge von Michael Glos an, der vergangene Woche auf eigenen Wunsch nach mehr als drei Jahren zurückgetreten war. Der bisher jüngste Bundeswirtschaftsminister hatte bereits am Dienstag seine Ernennungsurkunde von Bundespräsident Horst Köhler erhalten.

LEIPZIG: Trotz der an diesem Donnerstag beginnenden Gespräche mit dem US-Investor J.C. Flowers favorisiert das Bundesfinanzministerium einem Zeitungsbericht zufolge die Enteignung des schwer angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE). Wie die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf ihr vorliegende interne Unterlagen des Ministeriums berichtet, werden darin fünf Varianten skizziert, wie der Bund die HRE übernehmen kann - vom freiwilligen Übernahmegebot an die derzeitigen Aktionäre bis zur Verstaatlichung per Gesetz. Erst am Mittwoch erhielt die Immobilienbank vom Bankenrettungsfond Soffin weitere zehn Milliarden Euro als Garantie zur Absicherung von Finanzgeschäften. Seit Oktober hat HRE damit Hilfen von 102 Milliarden Euro erhalten.

BERLIN: Die Mehrheit für das zweite Konjunkturpaket der Regierung im Bundesrat ist wieder ungewiss geworden. Das von CDU und Grünen regierte Hamburg werde dem Milliarden-Programm in der Länderkammer nach dem derzeitigen Stand doch nicht zustimmen, teilte ein Sprecher des Senats der Hansestadt mit. Denn die Bundestagsfraktionen von Union und SPD hätten die Gespräche über eine von Hamburg geforderte ökologische Komponente bei der Kraftfahrzeugsteuer gestoppt. - Die Parteien der Großen Koalition verfügen im Bundesrat nicht über eine eigene Mehrheit.

WASHINGTON: Im Weltraum sind zwei Kommunikationssatelliten zusammengestoßen. Dabei handelt es sich um einen amerikanischen und einen ausgedienten russischen Satelliten, beide etwa 500 Kilogramm schwer. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA ereignete sich der Zusammenprall in einer Höhe von mehr als 800 Kilometern über Sibirien. Es gebe keine Anzeichen, dass die Kollision absichtlich herbeigeführt worden sei. Nach Angaben von Wissenschaftlern entstanden durch den Aufprall vermutlich Tausende kleiner Teile an Weltraumschrott. Für die Internationale Raumstation bestehe aber nur ein geringes Risiko.

MELBOURNE: Im Südosten Australiens geht der Kampf der Feuerwehr gegen die lodernden Buschbrände weiter. Besonders dramatisch ist die Situation in der weitgehend heruntergebrannten Ortschaft Marysville im Bundesstaat Victoria, wo allein etwa hundert Einwohner umkamen. Die Regionalregierung räumte Fehler ein. Viele Menschen hätten nicht früh genug gewarnt werden können. Insgesamt wurden mindestens 181 Todesopfer geborgen, oft bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Experten vermuten, dass die Zahl auf 300 Tote steigen könnte. 5.000 Menschen verloren ihr Zuhause.

FUSSBALL: Die deutsche Nationalmannschaft hat ein Freundschaftsländerspiel gegen Norwegen mit 0:1 verloren. Vor 45.000 Zuschauern in Düsseldorf erzielte Christian Grindheim das Siegtor für die Skandinavier.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nordöstlich der Elbe dichte Wolken und Schneefall. Sonst wechselnd bis stark bewölkt und teils kräftige Schnee- und Graupelschauer. Tagestemperaturen minus zwei bis plus drei Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:


Hamburg: minus 3 Grad, wolkenlos;

Berlin: minus 1 Grad, etwas Schnee;

Dresden: minus 3 Grad, nach Schneefall;
Köln/Bonn: 0 Grad, nach Schauer;

Frankfurt am Main: 0 Grad, leicht bewölkt und

München: minus 2 Grad, Schneefall.

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