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Nachrichten

Donnerstag, 12. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GENF: Berufsanfänger und junge Erwachsene sind die Hauptbetroffenen der globalen Wirtschaftskrise. Nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO steuert die Erwerbslosigkeit unter den 15- bis 24-Jährigen in diesem Jahr auf den höchsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg zu. Bis zum Jahresende werden danach mehr als 81 Millionen junge Menschen, das sind gut 13 Prozent dieser Altersgruppe, keinen Job haben. Sie liefen Gefahr, sich unnütz zu fühlen, was zu mehr Kriminalität, Gewalt und anderen Konflikten führen könne, warnt die UN-Organisation. Der Trend werde sich 2011 trotz der zu erwartenden globalen Konjunkturerholung fortsetzen.

BRATISLAVA: Die Slowakei wird sich als bisher einziges Land der Eurozone definitiv nicht an den gemeinsamen Finanzhilfen für das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland beteiligen. Das beschloss das Parlament in Bratislava mit großer Mehrheit. EU-Währungskommissar Rehn kritisierte die Entscheidung als Verstoß gegen die Solidarität in der Eurogruppe. Die Entscheidung für die Notkredite sei gefallen, um die finanzielle Stabilität der Euroguppe insgesamt - einschließlich der Slowakei - zu sichern.

WASHINGTON: Ein ehemaliger Koch von El-Kaida-Chef Osama bin Laden ist im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der 51-jährige Sudanese al-Qosi wurde von einer Militärjury der Unterstützung des Terrornetzwerkes El Kaida für schuldig befunden. Al-Qosi, auch Fahrer und Leibwächter Bin Ladens, hatte sich bereits im Juli für schuldig bekannt. Er war im Dezember 2001 in Pakistan festgenommen worden und sitzt seit 2002 in Guantánamo ein. Beobachter gehen davon aus, dass Al-Qosi nicht die ganze Haftzeit absitzen muss.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben die internationale Gemeinschaft um Soforthilfen in Höhe von umgerechnet 350 Millionen Euro für die Flutopfer in Pakistan gebeten. Anderenfalls drohe eine zweite Welle von Todesopfern durch Krankheit und Hungersnöte, sagte UN-Nothilfekoordinator Holmes in New York. Das Geld werde in den nächsten drei Monaten für die Versorgung der Betroffenen mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Unterkünften und Medikamenten benötigt. Nach Angaben der UN sind rund 14 Millionen Pakistaner von den Überschwemmungen betroffen. Mehr als 1.600 Menschen starben, etwa zwei Millionen sind obdachlos. - Die UN rechnen zudem mit Schäden von mehreren Milliarden Dollar für die Landwirtschaft, in der fast jeder zweite Beschäftigte in Pakistan arbeitet.

MOSKAU: Zehn Jahre nach dem Untergang des russischen Atom-U-Boots "Kursk" haben die Hinterbliebenen und die Marine der 118 Opfer gedacht. In der Stadt Kursk, in Murmansk und in St. Petersburg legten Angehörige Blumen an Gräbern und Denkmälern für die Toten nieder. Nach einer Explosion war die "Kursk" - eines der modernsten Schiffe der russischen Flotte - am 12. August 2000 in der Barentssee gesunken. Laut einem Abschlussbericht der Regierungskommission hatte ein defekter Torpedo letztlich die Detonation ausgelöst. Die Verantwortlichen der Katastrophe und die Hintergründe wurden nie benannt.

DÜSSELDORF: Verteidigungsminister zu Guttenberg plant nach Presseberichten einen radikalen Umbau der Bundeswehr. Das "Handelsblatt" zitiert aus einem der Zeitung vorliegenden entsprechenden Konzept. Danach soll die Bundeswehr auf der zivilen und der militärischen Seite deutlich verschlankt werden. Zu Guttenberg wolle künftig einen starken Generalinspekteur haben, der auf Staatssekretärsebene angesiedelt sei, schreibt das Blatt. Zudem sollten die Befehlshaber der Streitkräfte auf maximal sieben verringert und der Einsatzführungsstab der Bundeswehr ersatzlos gestrichen werden.

ZUM SPORT: In einem Testspiel musste sich die deutsche Fussball-Nationalmannschaft gegen Dänemark mit einem 2:2 begnügen. Trainer Joachim Löw hatte in Kopenhagen angesichts des bevorstehenden Bundesliga-Auftakts eine B-Elf aufgestellt. Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 beginnt für den DFB am 3. September gegen Belgien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Ostfriesland bis zum Niederrhein heiter bis wolkig und meist trocken. Sonst immer wieder Regen, örtlich Schauer. Höchstwerte zwischen 18 und 28 Grad.

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