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Nachrichten

Donnerstag, 12. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

WASHINGTON: Die USA verlängern die Einsatzdauer für ihre im Irak und in Afghanistan stationierten Soldaten. Verteidigungsminister Robert Gates teilte mit, amerikanische Heeressoldaten müssten künftig bis zu 15 Monate an ihrem Einsatzort bleiben. Bisher konnten sie nach zwölf Monaten in ihre Heimat zurückkehren. Gates sprach von einem 'schwierigen, aber notwendigen Schritt'. Durch die neue Regelung soll vor allem der erhöhte Truppenbedarf im Irak gedeckt werden. US-Präsident George W. Bush hatte kürzlich angekündigt, das amerikanische Kontingent im Irak weiter aufzustocken.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt hat sich ein Selbstmordattentäter auf einer Brücke über den Tigris in die Luft gesprengt. Nach Polizeiangaben wurden mindestens acht Menschen getötet und 26 verletzt. Der Attentäter befand sich in einem Lastwagen. Durch die Detonation seiner Bombe wurde die Stahlkonstruktion der Brücke zerstört. Mehrere Autos stürzten in den Fluss.

ALGIER: Die Selbstmordanschläge in der algerischen Hauptstadt sind national und international verurteilt worden. Der algerische Ministerpräsident Abdelaziz Belkhamed bezeichnete die Attentate, bei denen 24 Menschen getötet und 222 verletzt wurden, als kriminell und feige. Die Europäische Union äußerte sich in einer von der deutschen Ratspräsidentschaft in Berlin veröffentlichten Erklärung bestürzt und sprach den Opfern ihr Mitgefühl aus. US-Außenamtssprecher Sean McCormack sagte, islamische Terroristen stellten eine anhaltende Bedrohung in Nordafrika dar. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die internationale Gemeinschaft zu einem geschlossenen Handeln gegen die Gewalt auf. Die Terror-Organisation 'El Kaida im Maghreb' hatte sich zu den Anschlägen bekannt.

TOKIO: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat sich in einer Rede vor dem japanischen Parlament für engere Beziehungen beider Länder ausgesprochen. Zugleich mahnte er, die japanische Invasion in China während des zweiten Weltkrieges habe zahlreiche Opfer hinterlassen. Wen zeigte sich indes zufrieden, dass die japanische Führung ihr Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht habe. Japans Regierungchef Shinzo Abe hatte mit seiner Reise nach China im vergangenen Oktober eine Tauwetterperiode in den belasteten Beziehungen eingeleitet.

BRÜSSEL: Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat davor gewarnt, die vom Atomprogramm des Iran ausgehende Gefahr zu unterschätzen. Die Bemühungen Teherans, sich nukleare Fähigkeiten zu verschaffen, bereiteten ihm große Sorgen, sagte de Hoop Scheffer der 'Bild'-Zeitung. Das iranische Atomprogramm werde auch die Nato- interne Debatte über das von den USA geplante Raketenabwehrsystem in Osteuropa beeinflussen. Die Nato könne nicht die Tatsache ignorieren, dass der Iran schon Raketen mit einer Reichweite von 1.800 Kilometern getestet habe.

NEU DELHI: Indien hat eine atomwaffentaugliche Mittelstreckenrakete getestet, mit der laut Medienberichten chinesische Großstädte wie Schanghai oder Peking erreicht werden können. Die in Indien gebaute Rakete vom Typ Agni III kann konventionelle und nukleare Sprengköpfe mit bis zu einer Tonne Gewicht transportieren. Ob der Versuch erfolgreich verlief, ist nicht bekannt. Ein erster Test dieses Raketentyps war Mitte vergangenen Jahres gescheitert.

BERLIN: Die Bundeswehr verfügt nach Ansicht von Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan über zu wenig Geld, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Die zwingend erforderliche Modernisierung der Armee sei nicht zu leisten, zitiert die Zeitung 'Die Welt' aus einem Bericht Schneiderhans. Der so genannte Bundeswehrplan des Generalinspekteurs ist die Grundlage, mit der das Bundesverteidigungsministerium in die Etatverhandlungen mit Finanzminister Peer Steinbrück geht.

BONN: Bei der Deutschen Telekom weiten sich die Warnstreiks gegen den geplanten Konzernumbau aus. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi legten am Morgen bundesweit rund 8.000 Telekom-Mitarbeiter die Arbeit nieder. Sie protestieren damit gegen das Vorhaben von Telekom-Chef Rene Obermann, bis zu 50.000 Beschäftigte in Service-Gesellschaften auszugliedern. Dort sollen die Betroffenen künftig länger arbeiten und weniger verdienen als bisher. Verhandlungen zwischen Vertretern der Telekom-Führung und der Gewerkschaft blieben bisher ohne Ergebnis.

NEW YORK: Der deutschstämmige US-Schriftsteller Kurt Vonnegut ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Weltweit bekannt wurde er mit seinem Roman 'Schlachthof 5', in dem er seine Erlebnisse während der alliierten Luftangriffe auf Dresden 1945 verarbeitete.

ZUM SPORT: Der FC Bayern München hat den Einzug in das Halbfinale der Fußball-Champions-League verpasst. Im Viertelfinal-Rückspiel in München unterlagen die Bayern dem AC Mailand 0:2. Das Hinspiel in Italien war vergangene Woche 2:2 ausgegangen. - Im Halbfinale kommt es nun zu den Begegnungen Mailand gegen Manchester United und FC Chelsea gegen FC Liverpool.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig und trocken, im Norden anfangs noch zäher Nebel. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad in Vorpommern und bis zu 25 Grad am Rhein.

Am Vormittag meldeten: Hamburg: 6 Grad, Nebel; Berlin: 11 Grad, wolkenlos; Ebenfalls einen wolkenlosen Himmel meldeten Dresden bei 8 Grad, Köln/Bonn bei 11 sowie Frankfurt am Main und München bei 12 Grad.

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