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Nachrichten

Donnerstag, 11. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: In der deutschen Finanzbranche bahnt sich ein weiteres Milliardengeschäft an: Die Deutsche Bank bestätigte, dass sie sich an der Postbank beteiligen will. Die Verhandlungen mit der Post befänden sich in einem 'fortgeschrittenen Stadium', teilte das Institut mit. Der Bonner 'General-Anzeiger' berichtet, die Deutsche Bank plane, zunächst einen Minderheitsanteil von knapp unter 30 Prozent der Postbank zu übernehmen. Die Deutsche Bank steht unter Handlungsdruck, da durch den Ende August vereinbarten Zusammenschluss von Commerzbank und Dresdner Bank ein neuer Konkurrent auf sie zukommt.

MOSKAU: Die abtrünnige georgische Provinz Südossetien will der Russischen Föderation beitreten. Südossetien strebe die Vereinigung mit dem zu Russland gehörenden Nordossetien an, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den selbsternannten Präsidenten Eduard Kokoity nach einer Expertentagung mit Kreml-Vertretern in Sotschi. Die Provinz war wie Abchasien Ende August von Moskau als eigenständiger Staat anerkannt worden. --- Das russische Außenministerium hat die Ukraine wegen ihrer Haltung im Kaukasus-Konflikt und gegenüber der russischen Schwarzmeer-Flotte gerügt. Man sei über die jüngsten "unfreundlichen" Positionen "besorgt", die zu einer Beeinträchtigung der Beziehungen zwischen Moskau und Kiew führen müssten.

WASHINGTON: Angesichts der zunehmend aggressiver operierenden Taliban-Milizen in Afghanistan hat US-Generalstabschef Mike Mullen Fehlschläge im Kampf gegen die Extremisten eingeräumt und einen Strategiewechsel angekündigt. Vor einem Ausschuss des Kongresses in Washington sagte Mullen, er habe die Streitkräfte angewiesen, ein neues umfassendes Konzept auszuarbeiten, in das auch das Nachbarland Pakistan einbezogen werde. Nach seinen Worten müssen die US-geführten ausländischen Truppen eng mit der Regierung in Islamabad zusammenarbeiten, um die Aufständischen aus ihren sicheren Zufluchtsorten im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet zu vertreiben. --- Die "New York Times" berichtete, Präsident George W. Bush habe bereits im Juli grünes Licht auch für Bodeneinsätze amerikanischer Spezialtruppen im pakistanischen Grenzgebiet gegeben.

NEW YORK: Anlässlich des siebten Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September hat New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg den schleppenden Wiederaufbau am "Ground Zero" beklagt. Die vielschichtigen Verwaltungsstrukturen hätten den Fortgang am World Trade Center "frustrierend" in die Länge gezogen, schrieb Bloomberg im "Wall Street Journal". - Landesweit wird in den USA an diesem Donnerstag der Opfer der Flugzeuganschläge von 2001 gedacht. Die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain nehmen gemeinsam an Gedenkveranstaltungen in New York teil.

TOKIO: Japan wird nach Angaben von Außenminister Masahiko Komura seinen Militäreinsatz für den Irak zum Ende des Jahres beenden. Das Land hat in Kuwait 210 Soldaten und Transportmaschinen stationiert, die Nahrungsmittel, Ausrüstung und Soldaten der multinationalen Truppen in den Irak fliegen. Bereits 2006 zog die Regierung in Tokio das zwei Jahre zuvor in den Irak entsandte kleine Bodentruppen-Kontingent ab, das sich am Wiederaufbau beteiligt hatte. Das Ende der Irak-Mission bedeutet einen Sieg für die Opposition, die den Einsatz stets ablehnte. Das offiziell pazifistische Japan hat sich mit dem Irak-Einsatz erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Land militärisch engagiert.

BEIRUT: Im Libanon ist ein weiterer Politiker durch einen Anschlag getötet worden. Die unbekannten Täter hatten eine Bombe unter dem Auto des Drusen Saleh al-Aridi deponiert. Sie explodierte, als der pro-syrische Politiker sein Fahrzeug starten wollte. Mehrere Menschen wurden bei dem Anschlag nahe der Hauptstadt Beirut verletzt. Der Getötete galt als enger Weggefährte des Drusenführers und Sportministers Talal Arsalan, der zum Hisbollah-Lager innerhalb der neuen Regierung der nationalen Einheit im Libanon gehört.

LA PAZ: Der linksgerichtete bolivianische Präsidenten Evo Morales hat den amerikanischen Botschafter beschuldigt, die Opposition im Lande zu unterstützen und die Spaltung Boliviens zu betreiben. Er habe sein Außenministerium beauftragt, Philip Goldberg auszuweisen, sagte Morales im Fernsehen. Die Erklärung folgte nach neuem Widerstand in mehreren Provinzen gegen die Pläne des Präsidenten, der indianischen Bevölkerungsmehrheit mehr Rechte und mehr Anteile an den Rohstoffgewinnen zu garantieren. In der Provinzhauptstadt Santa Cruz im Osten lieferten sich Anhänger einer Autonomiebewegung stundenlang Straßenschlachten mit Polizisten und Soldaten.

DHAKA: In Bangladesch ist die ehemalige Ministerpräsidentin Begum Khaleda Zia nach einjähriger Untersuchungshaft vorerst wieder in Freiheit. In Dhaka wurde sie von mehreren tausend Anhängern begrüßt. Vor dem weiter anhängigen Prozess wegen Korruptionsvorwürfen hatte das Oberste Gericht gegen Zahlung einer Kaution ihre Freilassung für drei Monate bewilligt. Beobachter sprechen von Bemühungen der von der Armee unterstützten Notstandsregierung, wieder zu demokratischeren Verhältnissen zu kommen und die Neuwahlen im Dezember zu sichern. Die Freilassung der Parteiführerinnen Khaleda Zia von der Bangladesh Nationalist Party (BNP) und Sheik Hasina Wajed von der Awami-Liga sollten mehr Glaubwürdigkeit für die Abstimmung schaffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wolkig mit Aufheiterungen. Im Tagesverlauf von Südwesten her aufkommende Schauer oder Gewitter. Temperaturen zwischen 18 und 30 Grad Celsius.

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