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Nachrichten

Donnerstag, 11. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama haben ungeachtet von Differenzen in der Handels- und Geldpolitik ihre Entschlossenheit zur Zusammenarbeit unterstrichen. Es sei wichtig, die Probleme auf der Welt gemeinsam anzugehen, sagte Obama nach einem Treffen mit Merkel am Rande des Gipfeltreffens der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Seoul. Merkel erklärte, von dem G20-Gipfel müsse ein Signal ausgehen, das das Wachstum weltweit voranbringe. - In einer Rede vor Wirtschaftsvertretern in Seoul hatte die Kanzlerin zuvor die US-Forderung erneut zurückgewiesen, bei exportstarken Ländern die Ausfuhrüberschüsse zu begrenzen.

SEOUL: US-Präsident Obama hat Nordkorea aufgefordert, sein Nuklearprogramm aufzugeben. Das Streben nach Atomwaffen führe das kommunistische Land nur in noch größere Isolation, sagte Obama bei einem Besuch von US-Soldaten in Südkorea. Nur wenn die Regierung in Pjöngjang ernsthaft zur Lösung des Atomstreits bereit sei, könnten die Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufgenommen werden, betonte Obama. - Nordkorea hatte die Atom-Gespräche im April 2009 platzen lassen, zuletzt aber Interesse an einer Rückkehr an den Verhandlungstisch bekundet.

BAGDAD: Nach acht Monaten politischen Stillstands haben sich die Parteien im Irak auf die Bildung einer neuen Regierung geeinigt. Wie in Bagdad mitgeteilt wurde, soll der bisherige Ministerpräsident Maliki, ein Schiit, weiter im Amt bleiben. Das säkulare Parteienbündnis Al-Irakija unter Ex-Regierungschef Allawi verzichte trotz seiner knappen Mandatsmehrheit auf den Führungsanspruch und, werde dafür ein weiteres Schlüsselressort bekommen. - Das irakische Parlament soll noch an diesem Donnerstag zusammenkommen, um den Irakija-Politiker Nudschaifi zu seinem neuen Präsidenten zu wählen.

RANGUN: Die birmanische Oppositionsführerin Suu Kyi ist mit einem Berufungsverfahren gegen ihre Verurteilung zu Hausarrest endgültig gescheitert. Dies teilten Anwälte der Friedensnobelpreisträgerin nach einer entsprechenden Gerichtsentscheidung mit. Beobachter bewerten die Entscheidung dennoch positiv, weil die Strafe am Samstag ohnehin offiziell abläuft. Ein erfolgreicher Einspruch hätte den Hausarrest Suu Kyis zunächst wieder verlängern können. - Birmas Militärjunta hat signalisiert, die heute 65-Jährige nach Beendigung des Arrests freizulassen. Seit 1990 verbrachte Suu Kyi nur insgesamt sechs Jahre in Freiheit.

BERLIN: Eine Woche vor dem NATO-Gipfel in Lissabon hat Bundesaußenminister Westerwelle für eine stärkere Anbindung Russlands an das Bündnis geworben. Mit Blick auf das geplante Raketenabwehrsystem sagte Westerwelle im Bundestag, die NATO wolle ihre Sicherheit mit Russland vergrößern und nicht in Konfrontation zu Russland. Der Außenminister bekräftigte zudem seine Forderung nach einem vollständigen Abzug der noch in Deutschland lagernden US-Atomwaffen.

KÖLN: Die Ursache für den Brand in einem Triebwerk eines Großraum-Airbus A380 der australischen Gesellschaft Qantas ist offenbar gefunden. Wie die europäische Flugaufsichtsbehörde EASA nach Untersuchungen mitteilte, hatte vermutlich ausgelaufenes und sich entzündendes Öl zum Versagen des Triebwerks vom Typ "Trent 900" des britischen Herstellers Rolls Royce geführt. Die EASA ordnete zugleich Sicherheitsüberprüfungen der "Trent 900"-Motoren an, die auch in A380-Maschinen der Lufthansa und von Singapure Airlines eingebaut sind. - Der Qantas-Airbus war vor einer Woche wegen des Triebwerkschadens mit 459 Menschen an Bord in Singapur notgelandet.

NEW YORK: Ein Gemälde des 1997 gestorbenen amerikanischen Pop-Art Künstlers Roy Lichtenstein ist in New York für umgerechnet 31 Millionen Euro versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Christie's ist das ein neuer Rekord für ein Werk Lichtensteins. Das Ölbild von 1964 im Stil einer Comic-Zeichnung zeigt eine rothaarige Frau am Telefon und eine Sprechblase mit dem Inhalt "Ohhh...Alright". Neben Andy Warhol war Lichtenstein der bekannteste Vertreter der Pop-Art-Kunstrichtung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten noch stark bewölkt mit etwas Regen. Sonst zunächst wolkig, teils auch heiter. Ab Mittag im Westen Aufzug dichter Bewölkung und nachfolgend Regen. Tagestemperaturen sechs bis elf grad Celsius.

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