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Nachrichten

Donnerstag, 11. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WINNENDEN: Ein Jahr nach dem Amoklauf in der baden-württembergischen Kleinstadt haben rund 900 Schüler, Lehrer und Hinterbliebene der Opfer der Bluttat gedacht. Um Punkt 9.33 Uhr, dem Zeitpunkt des Massakers, bildeten die Trauernden eine Menschenkette an der Albertville-Realschule. Zugleich läuteten alle Kirchenglocken in Winnenden. In diesen Minuten beginnt eine offizielle Trauerfeier, an der auch Bundespräsident Köhler und der baden-württembergische Regierungschef Mappus teilnehmen. Am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Tim K. in der Realschule neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei Männer und verletzte zwei Polizisten schwer, bevor er sich mit einem Kopfschuss selbst das Leben nahm.

SAO PAULO: Bundesaußenminister Westerwelle hat in Brasilien für einen weiteren Ausbau der Partnerschaft mit Deutschland geworben. Neben dem enormen Potenzial auf dem Wirtschaftssektor habe das südamerikanische Land auch auf politischem Gebiet erheblich an Einfluss gewonnen, sagte Westerwelle nach einem Gespräch mit Präsident Lula da Silva in Sao Paulo. Der Staatschef wiederholte seine Forderung nach einer Reform des Weltsicherheitsrats in New York. Es gebe keine Erklärung mehr dafür, dass Deutschland, Japan, Indien und Brasilien keinen ständigen Sitz in dem höchsten UN-Gremium hätten, sagte Lula da Silva.

KIEW: Nach dem Machtwechsel in der Ukraine will Präsident Janukowitsch einen engen Vertrauten auf den Posten des Ministerpräsidenten bringen. Der 62-jährige, russischstämmige Politiker Nikolai Asarow wurde von einer neuen Regierungskoalition im Parlament als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Zuvor hatte sich eine neue Regierungsmehrheit mit 235 von insgesamt 450 Abgeordneten gebildet. Sie wird angeführt von Janukowitschs Partei der Regionen.

JERUSALEM: Angesichts des Ausbaus jüdischer Siedlungen in Ost-Jerusalem haben die Palästinenser bei der geplanten Wiederaufnahme von Gesprächen mit Israel einen Rückzieher gemacht. Palästinenserpräsident Abbas habe die Arabische Liga informiert, dass er ohne einen Stopp des geplanten Baus von 1600 Wohnungen nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren werde, teilte der palästinensische Chefunterhändler Erekat mit. Inmitten der Bemühungen von US-Vizepräsident Biden um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses hatte das israelische Innenministerium den Bau neuer Wohnungen genehmigt.

PEKING: China hat die Vorwürfe des Dalai Lama über die Verfolgung seiner Landsleute in Tibet mit Verärgerung zurückgewiesen. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter "verdrehe" die Situation in Tibet, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. Zum Jahrestag des gescheiterten Volksaufstandes der Tibeter vor 51 Jahren hatte der Dalai Lama gesagt, Buddhisten müssten dort unter gefängnisähnlichen Bedingungen leben. Zugleich hatte er Sympathie für die ethnische Minderheit der Uiguren in der benachbarten nordwest-chinesischen Region Xinjiang gezeigt. Der Ministeriumssprecher wertete dies als weiteren Beweis für Separatismus des Dalai Lama

WIESBADEN: Die Zahl der in Deutschland vorgenommenen Schwangerschaftsabbrüche hat im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit der gesetzlichen Neuregelung 1996 erreicht. 2009 wurden dem Statistischen Bundesamt rund 110.700 Abtreibungen gemeldet. Das waren 3,3 Prozent weniger als 2008. Mehr als 97 Prozent der Abbrüche wurden nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Danach ist eine Abtreibung in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft straffrei, wenn sich die Frau bei einer anerkannten Stelle hat beraten lassen. Für die übrigen Abbrüche gab es medizinische Gründe, oder es lag eine kriminologische Indikation nach einer Vergewaltigung vor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte Wechsel von Sonne und Wolken und trocken. Im Norden wolkig und etwas Schneegriesel oder Nieselregen, im Süden mäßiger Schneefall. Höchstwerte zwischen minus zwei und plus sieben Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: minus 2 Grad, Schneegriesel; Berlin: minus 3 Grad, dunstig; Dresden: minus 4 Grad, dunstig; Köln/Bonn: minus 2 Grad, dunstig, Frankfurt am Main: minus 1 Grad, wolkig und München: minus 3 Grad, Schneefall.

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