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Nachrichten

Donnerstag, 11. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat haben sich auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea wegen des Atomwaffentests des kommunistischen Landes im Mai geeinigt. Das höchste UN-Gremium erörterte in New York hinter verschlossenen Türen einen entsprechenden Resolutionsentwurf, den die USA in Absprache mit Russland, China, Frankreich und Großbritannien vorgelegt haben. Die Entschließung werde voraussichtlich am Freitag verabschiedet, berichteten Korrespondenten unter Berufung auf UN-Diplomaten. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, teilte mit, vorgesehen sei unter anderem ein schärferes Waffenembargo gegen Nordkorea.

SEOUL: Vertreter aus Nord- und Südkorea haben Verhandlungen über den gemeinsam betriebenen Industriekomplex Kaesong aufgenommen. Der Anlage, die 2004 als Zeichen der Versöhnung auf nordkoreanischem Territorium nahe der Grenze zu Südkorea eröffnet worden war, droht das Aus. Nordkorea hat erklärt, alle Verträge mit den rund hundert südkoreanischen Firmen kündigen zu wollen, die in Kaesong produzieren. Die Spannungen zwischen den beiden koreanischen Staaten hatten sich weiter verschärft, nachdem der kommunistische Norden im Mai einen zweiten Atomtest durchgeführt hatte.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat sich nach der Bluttat im Holocaust-Museum in Washington bestürzt gezeigt. Der Vorfall zeige, dass man wachsam sein müsse gegenüber Antisemitismus und Vorurteilen aller Art, so Obama. Ein wegen seiner Hasstiraden gegen Juden einschlägig bekannter 88-jähriger Amerikaner hatte am Mittwoch in dem Museum einen Wachmann erschossen. Beim folgenden Schusswechsel wurde der Täter selbst schwer verletzt.--Das Holocaust Memorial Museum ist allen Opfern des Nationalsozialismus gewidmet. Es wirbt für Freiheitsrechte und Menschenwürde und zählt fast zwei Millionen Besucher jährlich.

BERLIN: Großbritannien will sich an der Rettung der europäischen Teile des US-Autobauers General Motors finanziell beteiligen. Das sagte Wirtschaftsminister Peter Mandelson nach einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin. Es müsse dafür aber eine klare Perspektive für GM Europe als Ganzes geben. In Großbritannien gehört Vauxhall zu GM, in Deutschland Opel. Guttenberg sagte, es gebe für Opel mehr interessierte Investoren als bisher bekannt. Namen wollte der Minister aber nicht nennen. Zugleich betonte er, dass die Verhandlungen mit allen Interessenten weitergingen. Mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna gebe es nur eine unverbindliche Absichtserklärung. Weitere bekannte Interessenten sind der italienische Fiat-Konzern und der chinesische Konkurrent BAIC.

BERLIN: Mit farbenprächtigen Prozessionen und Gottesdiensten feiern die Katholiken in Deutschland an diesem Donnerstag das Fronleichnamsfest. Mit dem seit dem 13. Jahrhundert begangenen Fest erinnern sie an das letzte Abendmahl Christi. Im Mittelpunkt der Gottesdienste steht dabei die heilige Eucharistie, die Umwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu. Bei den Prozessionen tragen Geistliche geweihte Hostien als Sinnbild des Leibes Christi durch die Straßen. Fronleichnam ist in Teilen Deutschlands gesetzlicher Feiertag.

DÜSSELDORF: Mindestens 30 Kinder der japanischen Schule in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt sind an der Schweinegrippe erkrankt. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, es handele sich um bestätigte Fälle des Virus H1N1. Die Erkrankungen seien am Mittwoch entdeckt worden. Die betroffenen Familien befänden sich in häuslicher Quarantäne, teilte die Stadt ergänzend mit. Da weitere Kinder über Beschwerden klagten sei mit mehr Fällen zu rechnen. Nach Mitteilung des Robert-Koch-Instituts sind derzeit in Deutschland 90 bestätigte Fälle der Grippeerkrankung aufgetreten.

GENF: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Dringlichkeitssitzung zur Schweinegrippe einberufen. Die eingeladenen Wissenschaftler sollen darüber entscheiden, ob für die aktuelle Ausbreitung der Schweinegrippe nun Pandemie-Alarm gegeben wird. Sollte die höchste Stufe 6 erklärt werden, gilt die Infektionskrankheit künftig als weltweite Seuche. Bislang haben sich rund 25.000 Menschen in mehr als 70 Ländern mit dem Erreger infiziert.

LIMA: Das Parlament in Peru hat ein Gesetz über die wirtschaftliche Ausbeutung des Amazonas-Gebiets außer Kraft gesetzt, das zu heftigen Protesten der indianischen Ureinwohner geführt hatte. Bei Zusammenstößen zwischen protestierenden Indianern und Sicherheitskräften waren nach Angaben der Regierung in der vergangenen Woche mindestens 23 Polizisten und neun Ureinwohner ums Leben gekommen. Indianer-Organisationen sprechen hingegen von 25 getöteten Demonstranten. Die Ureinwohner sehen durch Ölbohrungen, Abholzungen und Landwirtschaft im Amazonas-Urwald ihre Lebensgrundlagen bedroht.

PODGORICA: Das Parlament Montenegros hat Ministerpräsident Milo Djukanovic für eine sechste Amtszeit wiedergewählt. Ein von dem 47-Jährigen geführtes Parteienbündnis hatte die Parlamentswahl im März klar gewonnen. Als politische Ziele nannte Djukanovic die Aufnahme Montenegros in die EU und in die NATO.

RIO DE JANEIRO: Die Suche nach den ums Leben gekommenen Insassen des am 1. Juni über dem Atlantik abgestürzten Airbus der Air France soll nach brasilianischen Angaben noch eine Woche fortgesetzt werden. So lange sei es angesichts der Meeresströmungen noch möglich, Leichen und Trümmer des Flugzeugs zu finden, erklärte ein Sprecher der Luftwaffe. Bis jetzt wurden 41 der 228 Flugzeug-Insassen tot geborgen. Ein französisches Atom-U-Boot begann im Absturzgebiet mit der Suche nach dem Flugschreiber des Airbus. Er wird im Wrack der Maschine in mehreren tausend Metern Meerestiefe vermutet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und vor allem in Norddeutschland verbreitet Regen und Gewitter. Südlich der Donau längere trockene Abschnitte. Höchstwerte zwölf bis 22 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 12°, Regen;
Berlin: 14°, Regen;
Dresden: 15°, nach Regen;
Köln/Bonn: 13°, bedeckt
Frankfurt am Main: 16°, nach Schauer und
München: 15°, nach Schauer.

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