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Nachrichten

Donnerstag, 11. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

WASHINGTON: Mit einer Verstärkung der US-Truppen will Präsident George W. Bush den Aufstand im Irak niederschlagen. In einer Grundsatzrede zur künftigen Irak-Politik kündigte Bush die Entsendung von mehr als 20.000 zusätzlichen Soldaten an. Zugleich bekannte er sich zu Fehlentscheidungen in der Vergangenheit. Dafür übernehme er die Verantwortung, sagte Bush. Die irakische Regierung forderte der US-Präsident auf, ihr Versprechen einzuhalten und entschieden gegen alle Aufständischen und Milizen vorzugehen. Das Engagement der USA im Irak könne nicht von unbegrenzter Dauer sein, betonte Bush.

KABUL: Bei schweren Gefechten in der südafghanischen Provinz Paktika sind nach Militärangaben bis zu 150 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet worden. Zwei Rebellengruppen seien dabei beobachtet worden, wie sie von Pakistan aus nach Paktika eingedrungen seien, teilte die Nato-geführte Internationale Schutztruppe -ISAF- mit. Nach dem Grenzübertritt seien die Aufständischen von ISAF- und afghanischen Truppen am Boden und aus der Luft angegriffen worden. Das pakistanische Militär sei informiert gewesen.

MOSKAU: Nach mehrtägiger Unterbrechung fließt wieder russisches Rohöl durch Weißrussland nach Mittel- und Westeuropa. Erste Lieferungen durch die 'Druschba'-Pipeline erreichten nach Polen und Ungarn jetzt auch Deutschland. Anlass für den Lieferstopp war der russisch-weißrussische Streit über Transitgebühren. Unter dem Eindruck scharfer Kritik aus der Bundesrepublik und der Europäischen Union hatte die Führung in Minsk auf Drängen des russischen Präsidenten Wladimir Putin eingelenkt und auf die umstrittene Durchleitungsgebühr in Höhe von 45 Dollar je Tonne Rohöl verzichtet. - Betroffen von dem Lieferstopp waren neben Deutschland vor allem die Ukraine, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei.

FRANKFURT AM MAIN: Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gewachsen. Dies sei die stärkste wirtschaftliche Belebung seit dem Boomjahr 2000 gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Frankfurt am Main mit. Damals hatte das Bruttoinlandsprodukt 3,2 Prozent zugelegt. Dagegen war diese Messgröße im Jahr 2005 nur um 0,9 Prozent gestiegen. - Das Staatsdefizit lag im vergangenen Jahr bei 2,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit hielt Deutschland erstmals seit fünf Jahren wieder die zulässige EU-Höchstgrenze von drei Prozent ein.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler ist nach Ghana abgereist. Köhler ist das erste deutsche Staatsoberhaupt, das den westafrikanischen Staat seit seiner Unabhängigkeit vor 50 Jahren besucht. An diesem Freitag will er in Accra das zweite Afrika-Forum seiner Initiative "Partnerschaft mit Afrika" eröffnen. Mit mehreren afrikanischen Präsidenten sowie Jugendlichen aus Deutschland und 18 afrikanischen Staaten wird Köhler über Möglichkeiten der Kooperation diskutieren. Köhler möchte nach eigenen Angaben mit der dritten Afrika-Reise in seiner Amtszeit auch die Reformkräfte auf dem Kontinent unterstützen.

BERLIN: Die große Koalition ist entschlossen, die Gesundheitsreform zum 1. April in Kraft zu setzen. Die Spitzen von Union und SPD bestätigten diesen Zeitplan am Abend bei einem Treffen im Berliner Kanzleramt. In den zentralen Streitpunkten gab es erwartungsgemäß keine Einigung. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck sprach nach dem Treffen allerdings von einem konstruktiven Gespräch und von großen Fortschritten. Er sei sicher, dass es im Bundestag und Bundesrat zu einer Lösung kommen werde.

BERLIN: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel plädiert dafür, die Marktmacht der Energiekonzerne zu beschränken. Gabriel sagte der "Neuen Presse" in Hannover, er halte die Trennung von Energie-Erzeugung und Stromnetzbetrieb für richtig, falls andere Maßnahmen nicht greifen sollten. Für die Stromkunden wäre dies von Vorteil, weil die vier großen Netzkonzerne dann nicht mehr ihre eigenen Kraftwerke bei der Einspeisung ins Netz bevorzugen könnten. Am Mittwoch hatte die EU-Kommission Vorschläge für eine neue Energiestrategie vorgestellt. Unter anderem empfahl sie, die Energiekonzerne zu zerschlagen, um mehr Wettbewerb zugunsten der Verbraucher durchzusetzen.

MÜNCHEN: In der CSU-Landtagsfraktion wächst nach Medienberichten der Unmut über den CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Der "Münchner Merkur" und die "Süddeutsche Zeitung" berichten, eine vorgezogene Kür zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 sei sehr fraglich, nachdem Stoiber angekündigt hatte, bis 2013 regieren zu wollen. Zu Wochenbeginn hatte das Parteipräsidium Stoiber bekundet, auch über 2008 hinaus mit Stoiber als Nummer eins weitermachen zu wollen. Stoibers Interpretation, dies bedeute eine volle Amtszeit bis 2013, habe die Verärgerung ausgelöst.

HANOI: Vietnam ist als 150. Mitglied in die Welthandelsorganisation aufgenommen worden. Der kommunistisch regierte Staat mit 84 Millionen Einwohnern war nach jahrelangen Verhandlungen im November in dem Kreis der Handelsnationen akzeptiert worden, die sich gegenseitig weit reichenden Freihandel einräumen. Die vietnamesische Regierung strebt in diesem Jahr ein Wachstum von 8,5 Prozent an. Vietnam, das sich schon lange von der Planwirtschaft verabschiedet hat, hatte im vergangenen Jahr in Asien nach China die zweithöchsten Wachstumsraten.

JAKARTA: Das seit zehn Tagen in Indonesien vermisste Passagierflugzeug ist ins Meer gestürzt. Ein erstes Teil vom Heck wurde wenige hundert Meter vor der Küste der Insel Sulawesi von einem Fischer gefunden. Von den 102 Menschen, die sich an Bord der Boeing 737 befanden, fehlt nach wie vor jede Spur.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten zieht erneut Regen auf. Später teils kräftige Schauer. Höchstwerte zwischen vier und 13 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 11.01.2007
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