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Nachrichten

Donnerstag, 11. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat sein Land zum Atomstaat erklärt. Zwei Tage nach Beginn der Produktion verfüge die Islamische Republik über eine erste Ladung von auf 20 Prozent angereichertem Uran, sagte Ahmadinedschad vor hunderttausenden Anhängern in Teheran. Dort finden die offiziellen Kundgebungen zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution statt. Neben den regierungstreuen Demonstranten haben sich auch mehrere tausend Anhänger von Oppositionsführer Mussawi versammelt, um wieder gegen die Regierung zu protestieren. Auf oppositionellen Internet-Seiten heißt es, Sicherheitskräfte seien mit Waffen und Tränengas vorgegangen. Der Oppositionspolitiker Karubi sowie der reformorientierte Ex-Präsident Chatami seien angegriffen worden.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen das hochverschuldete Mitglied Griechenland unterstützen. Auf einem Sondergipfel an diesem Donnerstag sollen Maßnahmen beschlossen werden, damit die enorme Verschuldung Athens den Kurs des Euro nicht weiter belastet. Einzelheiten der geplanten Unterstützung sind bislang nicht bekannt. Finanzhilfen unter den Euro-Ländern sind nach dem EU-Vertrag von Maastricht nicht zulässig. Die Regierung in Athen hat bereits einen Sparkurs eingeschlagen, um die 300 Milliarden Euro Schulden zu verringern.

PEKING: Ein chinesisches Gericht hat die elfjährige Haftstrafe gegen den Bürgerrechtler Liu Xiaobo bestätigt. Das berichtet die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Liu war am 25. Dezember verurteilt worden. Der 53-Jährige ist einer der Hauptinitiatoren eines Manifests, in dem politische Reformen und freie Wahlen in der Volksrepublik gefordert werden. Die USA und die Europäische Union kritisierten die Entscheidung des Pekinger Gerichts. In einer Erklärung aus Brüssel heißt es, die Berufungsentscheidung sei unvereinbar mit dem Recht auf Meinungsfreiheit.

BERLIN: Die Gewerkschaft der Polizei hat nach der Neubewertung der Lage in Afghanistan durch die Bundesregierung eine Überprüfung des Einsatzes deutscher Polizisten in dem Land gefordert. Der Gewerkschafts-Vorsitzende Freiberg verlangte eine Klärung der Frage, ob die Rechtsgrundlagen noch stimmten. - Wegen der anhaltenden Angriffe auf die Bundeswehr im Norden Afghanistans hatte Bundesaußenminister Westerwelle in einer Regierungserklärung die Lage am Hindukusch erstmals als bewaffneten Konflikt bezeichnet. Deutsche Polizisten sind in Afghanistan zur Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte eingesetzt.

BERLIN: Bundesverkehrsminister Ramsauer hat grundsätzliche Bedenken gegen einen Börsengang der Deutschen Bahn geäußert. Privatisierung um jeden Preis erweise sich häufig als Irrweg, sagte der CSU-Politiker der "Berliner Zeitung". Die Bahn habe einen gemeinwirtschaftlichen Auftrag, in der Vergangenheit allerdings die Bedürfnisse der Kunden vernachlässigt. Für die kommenden Jahre schloss Ramsauer eine Teilprivatisierung des Personen- und Güterverkehrs praktisch aus. Der bereits vorbereitete Verkauf der Transport- und Logistiksparte war im Herbst 2008 wegen der Finanzkrise abgesagt worden.

POTSDAM: Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst geht am heutigen Donnerstag in eine weitere Runde. Die Gewerkschaften fordern für die rund zwei Millionen Angestellten von Bund und Kommunen insgesamt fünf Prozent mehr Lohn. Dagegen halten die Arbeitgeber diese Forderung im Hinblick auf die Finanzkrise und leere kommunale Kassen für überhöht.

WIEN: 110 Journalisten sind nach Angaben des Internationalen Presseinstituts im vergangenen Jahr bei der Ausübung ihres Berufs getötet worden. Dies sei die höchste Zahl seit dem Jahr 2000, heißt es in dem in Wien veröffentlichten Jahresbericht des Instituts. Die meisten Morde gab es demnach auf den Philippinen, wo 38 Reporter sterben mussten. Es folgen Mexiko, Somalia, Pakistan, Kolumbien, Russland und Honduras.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südhälfte fällt längere Zeit Schnee, nach Nordwesten hin geringer Schneefall und teilweise bleibt es auch trocken. Höchstwerte zwischen minus sechs und minus ein Grad.

Am Morgen meldeten:

Berlin: minus 6 Grad, dunstig
Hamburg: minus 3 Grad, etwas Schnee
Dresden: minus 6 Grad, etwas Schnee
Köln/Bonn: minus 5 Grad, etwas Schnee
Frankfurt am Main: minus 5 Grad, Schneefall
München: minus 8 Grad, Schneefall

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