1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 10. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat in einer kämpferischen Rede nochmals beide Häuser des US-Kongresses aufgefordert, eine Reform des Gesundheitssystems nicht länger zu blockieren. Angesichts explodierender Kosten im Gesundheitswesen und der Tatsache, dass 47 Millionen Amerikaner nicht krankenversichert seien, müsse ein Kompromiss zwischen den gegensätzlichen Interessenvertretern erreicht werden. Weder solle die Gesundheitsversorgung verstaatlicht werden, noch solle sie die private Angelegenheit jedes einzelnen bleiben, sagte Obama. Auch die schon Versicherten müssten mehr Sicherheit bekommen.

LUXEMBURG: Einige Regelungen der deutschen "Riester-Rente" verstoßen gegen EU-Recht. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs muss Deutschland die staatlichen Förderkriterien für diese Form der privaten Altersvorsorge nachbessern, um die freie Wahl des Arbeitsplatzes und des Wohnsitzes nicht unzulässig einzuschränken. Bislang seien die Bedingungen für den Erhalt staatlicher Zulagen diskriminierend, erklärte der Gerichtshof in Luxemburg. So müssten auch Grenzarbeitnehmer, die nicht unbeschränkt in Deutschland steuerpflichtig seien, von der Zulage profitieren können.

DETROIT: Der Verwaltungsrat von General Motors hat eine Entscheidung über die Zukunft seiner bisherigen Tochter Opel getroffen. Die Empfehlung des Gremiums werde zuerst den betroffenen europäischen Regierungen, den beiden Bietern sowie den Opel-Beschäftigten und der Opel-Treuhand übermittelt, teilte GM-Europe mit. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist GM-Chefunterhändler John Smith auf dem Weg nach Berlin, um die Bundesregierung zu informieren. Erst danach sei eine Pressekonferenz geplant. Neben einem Verkauf von Opel stehen auch der Verbleib des Autobauers im US-Konzern sowie eine Insolvenz zur Debatte.

MÜNCHEN/ BERLIN: Der umstrittene Luftangriff auf zwei gekaperte Tanklastwagen in Afghanistan wird nach Medienberichten von der NATO als Fehlentscheidung eingestuft. Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert aus dem vorläufigen Bericht der NATO-Schutztruppe ISAF, wonach der Bundeswehr-Oberst zu einer Entscheidung solcher Tragweite ohne Rücksprache mit dem ISAF-Hauptquartier nicht befugt gewesen sei. Ein führender NATO-Offizier sagte dem Blatt, es habe keine unmittelbare Bedrohung für ISAF-Truppen gegeben. – Die kritischen Äußerungen aus Frankreich und England zu dem von der Bundeswehr veranlassten Luftangriff hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier deutlich zurückgewiesen.

WIEN: Die Organisation der erdölexportierenden Staaten, OPEC, will die bestehenden Ölfördermengen bis auf weiteres unverändert lassen. OPEC-Generalsekretär Abdallah Salem El-Badri sagte nach Beratungen in Wien, die derzeitige Erholung der Weltkonjunktur dürfe nicht gefährdet werden. Seit Ende 2008 liegt die Fördermenge der OPEC bei knapp 25 Millionen Barrel pro Tag. Der Preis hat sich zuletzt um 70 Dollar stabilisiert.

WASHINGTON: Bei einer Reise in die USA müssen künftig auch visumfreie Besucher mit einer Gebühr rechnen. Mit großer Mehrheit stimmte der US-Senat für eine Neuregelung, wonach Einreisende zehn Dollar zahlen sollen. Das Geld ist für eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Tourismus vorgesehen. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss das Repräsentantenhaus noch zustimmen. Das Vorhaben stieß bei der Europäischen Union auf scharfe Kritik.

BAGDAD: Ein Selbstmordattentäter hat in einem kurdischen Dorf im Norden des Irak mindestens 19 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Polizeiangaben zündete er seinen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen inmitten der Ortschaft Wardak, 55 Kilometer südöstlich von Mossul. Die Detonation zerstörte mehrere Häuser, einige Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Ein zweiter Selbstmordattentäter sei später von Sicherheitskräften entdeckt und getötet, seine Bombe entschärft worden.

FRANKFURT AM MAIN: Fünf Wochen vor der Frankfurter Buchmesse überschattet ein Streit um die regimekritische Autorin Dai Qing den Auftritt Chinas als Ehrengast auf der weltgrößten Bücherschau. Nach massivem Druck aus Peking verzichteten die Organisatoren eines für das Wochenende geplanten China-Symposiums auf die Teilnahme Dais. Sie werde stattdessen im Oktober zur Buchmesse eingeladen, teilte die Messegesellschaft mit.

ISTANBUL: Im Nordwesten der Türkei werden nach der schwersten Unwetter-Katastrophe seit Jahrzehnten noch immer acht Menschen vermisst. Bisher wurden 31 Tote geborgen. Bei den Aufräumarbeiten im Großraum Istanbul setzten die Behörden schwere Baumaschinen ein, um die von den Fluten weggespülten Fahrzeuge zu bergen und Straßen wieder passierbar zu machen. Türkische Politiker räumten Versäumnisse bei der Planung und der Bauaufsicht ein. Die weit verbreitete Duldung illegaler Bautätigkeiten habe die Lage verschlimmert. Das Wasser habe nicht abfließen können.

FREETOWN: Ein Schiff mit mindestens 150 Passagieren an Bord ist bei stürmischem Wetter auf einem Fluss in Sierra Leone gesunken. An Bord seien viele Kinder gewesen, die mit ihren Eltern auf dem Weg zu ihren Schulen in der Hauptstadt Freetown gewesen seien, hieß es. Das Schiff sank innerhalb weniger Minuten. Bisher konnten etwa 40 Personen gerettet werden.

MEXIKO-STADT: Eine Flugzeugentführung in Mexiko haben Sicherheitskräfte beendet, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Das Polizeikommando erstürmte die Maschine aus Cancun nach der Landung in Mexiko-Stadt und überwältigte einen offenbar geistig verwirrten Hijacker aus Bolivien. Der Mann hatte eine Bomben-Attrappe bei sich und gab an, den mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon sprechen zu wollen.

ZUM FUSSBALL: Die deutsche Nationalmannschaft hat in Hannover das WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan mit 4:0 gewonnen und bleibt Tabellenführer in der Qualifikationsgruppe 4. Nächster Gegner ist Russland, das sich in Wales mit 3:1 durchsetzte. - Bereits qualifiziert sind England und Spanien. Mit einem 1:0 über Argentinien sicherte sich auch Paraguay die Teilnahme an der WM in Südafrika.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Nordosten freundlich. Von Westen bis in den Norden ziehen sich Regenwolken, die im Tagesverlauf weiter ostwärts wandern. Die Temperaturen steigen auf 16 bis 25 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg und Berlin: 14 Grad, bedeckt;

Dresden: 11 Grad, sonnig;

Köln: 15 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 17 Grad, leicht bewölkt

sowie München: 10 Grad und sonnig.

Audio und Video zum Thema