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Nachrichten

Donnerstag, 10. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2010 geht an den israelischen Schriftsteller David Grossman. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Auftakt der Buchtage Berlin bekannt. Der 56 Jahre alte Grossman setze sich aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern ein, heißt es in der Begründung des Stiftungsrats. Seine Bücher zeigten, dass die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden könne.

DEN HAAG: Nach der vorgezogenen Parlamentswahl in den Niederlanden zeichnet sich ein knapper Sieg der rechtsliberalen VVD und ein Regierungswechsel ab. Nach jüngsten Auszählungsergebnissen hat die VVD unter dem Ex-Manager Rutte zehn Mandate hinzugewonnen und kommt auf 31 der insgesamt 150 Parlamentssitze. Dahinter folgen die Sozialdemokraten mit 30 Sitzen. Drittstärkste Kraft ist jetzt die islamfeindliche Partei des Rechtspopulisten Wilders. Sie steigerte die Zahl ihrer Mandate spektakulär von neun auf 24. Wilders kündigte an, mitregieren zu wollen. Eine schwere Niederlage erlitten hingegen die Christdemokraten von Ministerpräsident Balkenende. Sie büßten fast die Hälfte ihrer Mandate ein und stellen vermutlich nur noch 21 Abgeordnete. Balkenende kündigte bereits seinen Rückzug aus der Politik an.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel berät an diesem Donnerstag mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Opel-Standorten über Wege zur Unterstützung des Autobauers. Trotz des Neins von Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) hatte Merkel gesagt, das letzte Wort sei nicht gesprochen. Im Gespräch sind Hilfen der Europäischen Investitionsbank sowie eine stärkere Beteiligung der Bundesländer an der Sanierung. - Brüderle hatte eine Bundesbürgschaft in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für Opel abgelehnt. Er begründete seine Ablehnung vor allem damit, dass es der Opel-Mutter General Motors finanziell und wirtschaftlich wieder besser gehe.

KANDAHAR: Im Süden Afghanistans hat ein Selbstmordattentäter mindestens 40 Gäste einer Hochzeitsfeier mit in den Tod gerissen. Bis zu 80 Menschen seien bei dem Angriff im Arghandab-Distrikt nahe Kandahar verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Der Attentäter habe sich mitten unter hunderten Besuchern in die Luft gesprengt. - Die Region Kandahar ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban.

LONDON: Amnesty International (ai) hat auf diktatorische Verhältnisse im Nordwesten Pakistans aufmerksam gemacht, der von den radikalislamischen Taliban dominiert wird. Fast vier Millionen Menschen lebten dort in einer "menschenrechtsfreien Zone", heißt es im jüngsten Bericht der Organisation. Die Taliban setzten brutal ihre Herrschaft durch, mit Mord, Folter und Drohungen. Besonders gefährdet seien Frauen und Mädchen, die man "unmoralischen" Verhaltens bezichtige. Der pakistanischen Regierung wirft Amnesty vor, die Menschen aufgegeben zu haben und deren Not zu ignorieren.

NEW YORK: Im Atomstreit mit dem Iran hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum vierten Mal Sanktionen beschlossen. Die Sanktionen richten sich vor allem gegen die iranischen Streitkräfte, die mächtigen Revolutionsgarden und den Atomsektor des Landes. - Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, insgeheim an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran weist dies zurück. - Präsident Ahmadinedschad erklärte, sein Land erkenne die neuen Sanktionen nicht an. Sie seien unerheblich wie lästige Fliegen.

BERLIN: Die Regierungschefs von Bund und Länder beraten an diesem Donnerstag in Berlin über die Ausgaben für Bildung und Forschung. Die Länder fordern vom Bund einen höheren Anteil vom Mehrwertsteueraufkommen, um dauerhaft mehr Geld für Kitas, Schulen und Hochschulen einsetzen zu können. Der Bund lehnt pauschale Zuwendungen ab, will aber mit Sonderprogrammen helfen. - Auf dem Prüfstand steht das Ziel, bis 2015 die Bildungsausgaben auf zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern. Die unionsgeführten Länder wollen das wegen der leeren Kassen verschieben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur im Süden und Osten sonnig, ansonsten viele Wolken bei schwülwarmen 23 bis 35 Grad. Verbreitet sind heftige Wärmegewitter möglich.

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