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Nachrichten

Donnerstag, 10. Juli 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STRASSBURG: Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat dem Europaparlament in Straßburg das Programm der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes vorgestellt. Zu den wichtigsten Themen gehören Klimawandel, Umweltschutz, die Einwanderungspolitik und die Verteidigungspolitik. Mit Blick auf das irische 'Nein' zum EU-Reformvertrag sagte Sarkozy, er strebe eine Lösung für den festgefahrenen Ratifizierungsprozess bis spätestens Ende des Jahres an. Die EU könne erst dann neue Mitglieder aufnehmen, wenn die Strukturen reformiert und die Institutionen handlungfähiger seien. Frankreich hat am 1. Juli den Vorsitz von Slowenien übernommen. Die Ratspräsidentschaft dauert sechs Monate.

BERLIN: Im Fall der drei im Osten der Türkei verschleppten deutschen Touristen gibt es keine neue Entwicklung. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes bemühe sich unverändert weiter um die Freilassung der Entführten, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Weitere Details nannte er nicht. Die Bergsteiger waren nach Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur Anatolien von Mitgliedern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans -PKK- am Berg Ararat entführt worden. Nach einem deutschen Fernsehbericht will sich die PKK an diesem Donnerstag zu dem weiteren Vorgehen äußern. Weiter hieß es, türkische Behörden hätten angedeutet, die drei aus Bayern stammenden Männer könnten in den nächsten Tagen freigelassen werden.

WASHINGTON: Nach monatelangem Tauziehen mit dem Weißen Haus hat der US-Kongress einem umstrittenen Gesetz zum Abhören von Telefongesprächen zugestimmt. Es sieht unter anderem Straffreiheit für Telefongesellschaften vor, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ohne richterliche Genehmigung Abhöraufträge der Regierung ausgeführt haben. Der Senat billigte den Entwurf am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit von 69 zu 28 Stimmen, das Repräsentantenhaus hatte bereits Ende Juni zugestimmt. Präsident George W. Bush, der das Gesetz noch abzeichnen muss, sprach nach der Entscheidung im Senat von einem unerlässlichen Regelwerk für die Arbeit der Geheimdienste. Kritiker sehen die Bürgerrechte massiv gefährdet.

WASHINGTON: Der europäische Flugzeugkonzern EADS muss sich um den Auftrag zum Bau von 179 Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe neu bewerben. Verteidigungsminister Robert Gates zog den bereits erteilten Zuschlag an EADS wieder zurück, weil es Mängel bei der Ausschreibung gegeben hatte. Nun ist auch der US-Konkurrent Boeing wieder im Rennen. Der Auftrag hat einen Wert von umgerechnet 22 Milliarden Euro. Für EADS wäre es der erste große Rüstungsauftrag der USA gewesen.

STUTTGART: Porsche will seinen Anteil bei Volkswagen bis Anfang September von derzeit 31 auf knapp 36 Prozent erhöhen und damit den Wolfsburger Konzern faktisch übernehmen. Diese Absicht bekräftigte der Vorstandschef des Sportwagen-Herstellers, Wendelin Wiedeking, auf einer Veranstaltung im baden-württembergischen Waldachtal. Hintergrund der Äußerungen ist die derzeitige Prüfung der Aktion durch die Europäische Kommission. Sollte sie der Übernahme zustimmen, wird Volkswagen ein Teilkonzern der neuen Porsche-Holding. Wiedeking sicherte zugleich zu, die Eigenständigkeit von VW zu erhalten.

MADRID: Auf ihrer Überfahrt nach Spanien sind 14 afrikanische Flüchtlinge ums Leben gekommen, darunter neun Kleinkinder. Nach Berichten spanischer Medien kamen sie an Bord ihres in Richtung Südspanien steuernden Bootes ums Leben. Die Küstenwache habe 35 Menschen retten können. Seit Jahren versuchen Menschen aus verarmten Regionen Afrikas nach Spanien zu gelangen, um dort ein wirtschaftlich besseres Leben zu führen. Bei der gefährlichen Flucht kamen Tausende ums Leben.

LAGOS: Rebellen in Nigeria haben ihren vor zwei Wochen ausgerufenen Gewaltverzicht für beendet erklärt und mit neuen Anschlägen gedroht. Ein Sprecher der 'Bewegung für die Emanzipation des Niger-Deltas' sagte, der bewaffnete Kampf werde am Sonnabend wieder aufgenommen. Zur Begründung hieß es, der britische Premierministers Gordon Brown habe auf dem G-8-Gipfel in Japan erklärt, dass sein Land die nigerianische Regierung unterstütze. Die Rebellengruppe verlangt eine größere Beteiligung der Einheimischen an den Öleinnahmen, die im Niger-Delta erzielt werden.

LONDON: Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika steht auf der Kippe. Laut FIFA-Präsident Joseph Blatter stehen drei Länder als Ersatz bereit, falls Südafrika es nicht schaffen sollte, die WM 2010 auszurichten. Er habe mit Vertretern aus drei Ländern gesprochen, die in der Lage seien, innerhalb eines Jahres die Veranstaltung zu organisieren, sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes dem englischen Sender 'Sky News'. Die Namen der Länder nannte Blatter nicht. Die Zweifel an der ersten WM auf afrikanischem Boden hatten am Mittwoch neue Nahrung erhalten, nachdem bekannt wurde, dass der Stadionneubau in Port Elizabeth nicht rechtzeitig zum Confederations Cup 2009 fertiggestellt werden kann. Blatter hatte stets betont, dass das Turnier ein Jahr vor der WM der 'Moment der Wahrheit' für Südafrika sein werde.

SAN FRANCISCO: Im Norden Kaliforniens hat ein schnell um sich greifender Waldbrand tausende Menschen in die Flucht getrieben. 4.800 Häuser waren vorsichtshalber geräumt worden, nachdem ein seit über zwei Wochen schwelendes Feuer nahe der Ortschaft Paradise von heftigen Winden neu entfacht wurde. Mindestens 40 Wohnhäuser sind seit Dienstag 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento abgebrannt. Paradise war bereits Mitte Juni schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, als ein Buschfeuer dort 74 Häuser zerstörte. - Im gesamten Bundesstaat wüten derzeit noch etwa 300 Brände. Die meisten wurden durch Blitzschläge ausgelöst, die im ausgetrockneten Buschland verheerende Folgen hatten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden sonnig und trocken, sonst bewölkt und Schauer. Tagshöchsttemperaturen 18 bis 30 Grad.

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