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Nachrichten

Donnerstag, 10. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RAMALLAH: US-Präsident George W. Bush und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sind zuversichtlich, bis Ende Januar 2009 zu einem Friedensabkommen mit Israel zu kommen. Dann endet die Amtszeit Bushs. Dieser sagte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Abbas, Israel und die Palästinenser hätten den festen Willen, Frieden zu schließen. Israel rief er auf, die Modernisierung der palästinensischen Sicherheitskräfte nicht zu behindern. Abbas würdigte Bushs Besuch sowie sein öffentliches Eintreten für die Gründung eines Palästinenserstaates. Bush ist der erste US-Präsident, der das Westjordanland seit der Besetzung der Palästinensergebiete durch Israel 1967 besucht.

ISLAMABAD: In der Stadt Lahore im Osten Pakistans ist vor dem Obersten Gericht eine Bombe explodiert. Mindestens 20 Menschen wurden getötet, viele weitere verletzt. Der Anschlag galt vermutlich Polizisten, die sich vor dem Gericht wegen einer von Anwälten geplanten Protestkundgebung gegen Präsident Pervez Musharraf versammelt hatten.

MOSKAU: Der russische Präsident Wladimir Putin hat den nationalistischen Politiker Dmitri Rogosin zum neuen Nato-Botschafter ernannt. Der 44-Jährige und seine Partei Rodina waren 2005 nach einer rassistisch geführten Wahlkampagne von der Wahl ausgeschlossen worden. Rogosin hatte im vergangenen Monat verlauten lassen, die Nato und Russland hätten viele Bereiche, in denen sie kooperieren könnten. Gleichwohl werde er die Interessen seines Landes verteidigen. Dazu gehörten die Ablehnung des in Polen und Tschechien geplanten US-Raketenabwehrschildes und eines unabhängigen Kosovo.

GENF: Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Zahlen zu den Opfern des Irak-Kriegs in den ersten drei Jahren seit dessen Beginn veröffentlicht. Danach wurden zwischen März 2003 und Juni 2006 etwa 151.000 Zivilisten getötet. Grundlage sind Hochrechnungen nach der Befragung von 10.000 irakischen Haushalten. Die Studie ist die bislang umfangreichste zu dem Thema.

NAIROBI: Der kenianische Präsident Mwai Kibaki hat ungeachtet der weiter laufenden Vermittlungsbemühungen die 17 Minister seines Teil-Kabinetts vereidigt. Einige Posten ließ er für Politiker der Partei von Oppositionschef Raila Odinga frei. Dieser hatte sich grundsätzlich zur Mitarbeit an einer Regierung der nationalen Einheit bereit erklärt, allerdings nur, wenn die umstrittene Präsidentenwahl von Ende Dezember wiederholt wird. Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Ghanas Präsident John Kufour, verlängerte seine Vermittlungsmission um mindestens einen Tag.

SEOUL: Südkoreas Verfassungsgericht hat einer Überprüfung der Korruptionsvorwürfe gegen den designierten Präsidenten Lee Myung-Bak zugestimmt. Die Richter wiesen damit eine Petition von sechs Angehörigen und früheren Geschäftspartnern Lees zurück. Damit kann ein noch vom amtierenden Präsidenten Roh Moo-Hyung ernannter früherer Richter in der kommenden Woche seine Arbeit aufnehmen. Er soll klären, ob Lee in einen Aktienskandal im Jahr 2001 mit verwickelt war. Lee bestreitet die Vorwürfe. Er soll am 25. Februar sein Amt antreten und wäre dann vor Strafverfolgung geschützt.

COLOMBO: Die tamilischen Rebellen auf Sri Lanka wollen eine Fortsetzung des 2002 mit der Regierung vereinbarten Waffenstillstands. Der Chef des politischen Arms der sogenannten 'Befreiungstiger von Tamil Eelam', sagte, man bedauere die Entscheidung der Regierung, das Abkommen aufzukündigen. Norwegen solle mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft seine Vermittlerrolle weiter ausüben. Die Regierung hatte das Abkommen vor einer Woche aufgekündigt. Seitdem verstärkten sich die Kämpfe zwischen Armee und Rebellen. Fast 150 Menschen wurden getötet.

BERLIN: Wenige Stunden vor Beginn der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst haben die Beschäftigten indirekt Rückendeckung von Finanzminister Peer Steinbrück bekommen. Die Arbeitnehmer müssten am wirtschaftlichen Erfolg mehr beteiligt werden, sagte Steinbrück. Er wies darauf hin, dass sich die Entwiclung der Reallöhne in Deutschland auf dem Stand von 1991 befinde. Die Gewerkschaften Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb fordern für die zwei Millionen Angestellten von Bund und Kommunen acht Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 200 Euro pro Monat. Angesichts der letzten drei Nullrunden und einer Anhebung der Wochenarbeitszeit schloss Verdi Streiks zur Durchsetzung der Forderungen nicht aus. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt.

BERLIN: Trotz der laufenden Verhandlungen mit der Lokführergewerkschaft GDL hat die Deutsche Bahn wegen der generellen Zulässigkeit von Streiks Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Dies sei schon am 24. Dezember und "pro forma" geschehen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden, sagte ein Bahnsprecher. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die Beschwerde in der aktuellen Tarifauseinandersetzung keine praktische Relevanz mehr haben werde. GDL-Chef Manfred Schell reagierte verärgert. Eine für diesen Donnerstag geplante Verhandlungsrunde soll aber stattfinden.

BERLIN/ PEKING: Chinesische Waren sollen künftig auch mit dem Zug schneller nach Deutschland gelangen können. Vertreter beider Staaten sowie der Transitländer Mongolei, Russland, Weißrussland und Polen unterzeichneten ein Abkommen über vereinfachte Zoll- und Grenzkontrollen. Angestrebt wird, dass Güterzüge demnächst die Strecke von Peking nach Hamburg in etwa 18 Tagen zurücklegen. Containerschiffe sind in Richtung der Hansestadt etwa 40 Tage unterwegs.

NEU DELHI: Der indische Konzern Tata Motors hat das billigste Auto der Welt vorgestellt. Der Kleinwagen heißt Nano und soll trotz gestiegener Rohstoffpreise umgerechnet nur etwa 1.700 Euro kosten, wie Konzernchef Ratan Tata bekannt gab. Der sehr einfach ausgestattete Viersitzer hat einen 33-PS-Motor, der wie beim VW-Käfer im Heck des Fahrzeugs eingebaut ist. Zunächst will der indische Autobauer jährlich 250.000 Stück produzieren, mittelfristig sollen pro Jahr eine Million Fahrzeuge verkauft werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Norden wolkenreich mit Schauern. Sonst meist wechselhaft, im Süden freundlicher. Tageshöchstwerte zwischen zwei und zwölf Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: fünf Grad, leicht bewölkt;

Berlin: zwei Grad, fast wolkenlos;

Dresden: null Grad, wolkig;

Köln/Bonn: drei Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: vier Grad, bedeckt und

München: vier Grad, wolkig.

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