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Nachrichten

Donnerstag, 10. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

LONDON: Die britische Polizei hat laut Innenminister John Reid geplante Terroranschläge auf Flugzeuge vereitelt. Mindestens 18 Tatverdächtige wurden in der vergangenen Nacht in London festgenommen. Sie hätten geplant, wahrscheinlich flüssigen Sprengstoff im Handgepäck an Bord der Flugzeuge zu schmuggeln und diese in die Luft zu jagen, hieß es aus Polizeikreisen. Ziel seien Maschinen in Richtung USA gewesen. Für alle britischen Flughäfen wurde die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Die Mitnahme von Handgepäck, elektronischen Geräten und Flüssigkeiten in die Kabine wurde bis auf weiteres untersagt; die Personen- und Gepäckkontrollen wurden verschärft. Einige ausländische Fluggesellschaften setzten ihre Flüge nach London zunächst aus.

BEIRUT: Israel hat nach Regierungsangaben noch nicht mit der gestern beschlossenen Ausweitung der Bodenoffensive im Süden des Libanon begonnen. Regierungssprecher Avi Pasner sagte, Premier Ehud Olmert und Verteidigungsminister Amir Perez seien vom Kabinett beauftragt worden, über den Zeitpunkt des Einsatzbefehls selbst zu entscheiden. Angeblich wollen beide noch etwa zwei bis drei Tage auf eine mögliche diplomatische Lösung warten. Die USA hatten die Entscheidung Israels zur Ausweitung der Bodenoffensive kritisiert. Derweil lieferten sich israelische Soldaten und Hisbollah-Kämpfer heftige Gefechte um die Stadt Mardschajun. Laut Augenzeugen soll die Stadt von den Soldaten eingenommen worden sein.

RAMALLAH: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier schließt seine Nahost-Reise an diesem Donnerstag mit einem Besuch in den Palästinensergebieten ab. Dabei ist auch ein Treffen mit Präsident Mahmud Abbas vorgesehen. Am Mittwoch hatte Steinmeier in Israel erklärt, es gebe noch Chancen für eine diplomatische Lösung des Nahost-Konflikts. Die Kämpfe könnten auf der Grundlage der UN-Resolution beendet werden, an der die Mitglieder des Weltsicherheitsrates derzeit arbeiteten.

BADGAD: In der irakischen Pilgerstadt Nadschaf hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Nach Polizeiangaben wurden mehr als 20 Menschen getötet. Etwa 30 sollen verletzt worden sein. Der Anschlag ereignete sich auf einem Markt in der Nähe der Imam-Ali-Moschee, einem der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten.

COLOMBO: Im Nordosten Sri Lankas ist es zu neuen Kämpfen zwischen der Armee und tamilischen Rebellen gekommen. Aus Armeekreisen verlautete, mehr als 20 Soldaten seien verletzt worden. Die Rebellen der 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' gaben an, mindestens 50 Zivilisten seien getötet und mehr als 200 verletzt worden. Zu den Kämpfen kam es, als die Soldaten versuchten, einen Kanal zu besetzen, der Bauern im Osten des Landes mit Wasser versorgt. worden.

SANTA CRUZ: Ein Flüchtlingsboot mit der Rekordzahl von 172 Menschen an Bord ist vor den Kanarischen Inseln abgefangen worden. Die Küstenwache geleitete das Boot zur Insel El Hierro. Nach Angaben der spanischen Behörden stammen die Flüchtlinge aus dem westafrikanischen Senegal. Seit Jahresbeginn gelangten schon etwa 15.000 illegale Einwanderer auf die Kanaren, drei Mal so viele wie im gesamten Jahr 2005.

PEKING: Wegen des herannahenden Taifuns 'Saomai' sind in China mehr als 400.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Betroffen sind die Provinzen Fujian und Zhejiang an der Südostküste. Nach Prognosen von Meteorologen dürfte 'Saomai' noch an diesem Donnerstag auf Land treffen.

BERLIN: Nach der Eigenheim-Zulage soll Berichten zufolge auch die Wohnungsbauprämie gestrichen werden. Dies sehe ein Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums vor, berichten die 'Berliner Zeitung' und die 'Frankfurter Rundschau'. Der 1952 eingeführte staatliche Zuschuss soll demnach 2011 ganz wegfallen. Die Abschaffung der Wohnungsbauprämie diene zur Gegenfinanzierung der im Koalitionsvertrag angekündigten Einbeziehung von Immobilien in die so genannte Riester-Rente.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die vorläufige Zulassung von Apotheken-Filialen wie die des Versandhändlers DocMorris in Deutschland begrüßt. Die entsprechende Entscheidung des Saarbrücker Landgerichts ermögliche vielen Patienten eine kostengünstigere Arzneimittelversorgung, sagte die Patientenbeauftragte Helga Kühn-Mengel der 'Berliner Zeitung'. Zudem werde der Wettbewerb gestärkt. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erwartet mittelfristig Einsparungen von mindestens einer Milliarde Euro.

BERLIN: In der CDU weitet sich die Debatte über den künftigen Kurs der Partei aus. Anlass war der Appell des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers an die CDU, sich von - Zitat - "zentralen Lebenslügen" zu verabschieden. So sei etwa die Ansicht falsch, dass Steuersenkungen zu mehr Investitionen und damit zu mehr Arbeitsplätzen führten. Dagegen sagte Baden-Württembergs Regierungschef Günther Oettinger, ohne Steuersenkungen und Reformen würde es mehr Erwerbslose geben. Auch CDU-Vizechefin Annette Schavan widersprach Rüttgers. Rückendeckung erhielt er dagegen vom früheren Generalsekretär Heiner Geißler. Die CDU habe bei der Bundestagswahl mit 35 Prozent der Stimmen den Charakter einer Volkspartei verloren, so Geißler. Angesichts dieser Auszehrung könne sich die CDU eine Politik gegen die Arbeitnehmer nicht leisten.

ZUM SPORT: Der Hamburger SV muss um den Einzug in die Fußball-Champions-League bangen. Die Hanseaten kamen im Qualifikations-Hinspiel gegen CA Osasuna aus dem spanischen Pamplona über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Das Rückspiel in Spanien findet in knapp zwei Wochen statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und in den Alpen viele Wolken und vereinzelt Regen; im Nordwesten anhaltendes Schauerwetter. Sonst Wechsel von Sonne und Wolken und weitgehend trocken. Höchstwerte zwischen 17 und 22 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 15 Grad, wolkig;
Berlin: 17 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 16 Grad, bedeckt;
Köln/Bonn: 14 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 14 Grad, nach Regen und
München: 15 Grad, nach Regen.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 10.08.2006
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