1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Das indonesische Gesundheitsministerium befürchtet nach den schweren Erdbeben vor Sumatra mehr als 1000 Todesopfer. Offiziell werden bisher etwa 500 Tote bestätigt. Es ist immer noch schwierig, einen Überblick über die Schäden zu bekommen. Betroffen ist vor allem die Großstadt Padang und angrenzende Gebiete, wo hunderte Häuser eingestürzt sind. Dem schweren Erdbeben am Mittwoch war an diesem Donnerstagmorgen ein weiteres mit der Stärke 6,8 bis 7,0 gefolgt. - Die Rettungsarbeiten gehen unter Hochdruck weiter. Auch deutsche Ärzte sind im Katastrophengebiet im Einsatz.

APIA: Auf den Samoa-Inseln ist die Zahl der Toten nach der Tsunamikatatastrophe auf mehr als 140 gestiegen. Zudem werden noch zahlreiche Menschen vermisst. Meterhohe Flutwellen hatten ganze Dörfer mit sich gerissen. Auslöser der gigantischen Flutwellen war ein Seebeben der Stärke 8,0 in der Nähe der Inselgruppe gewesen. Inzwischen sind Hilfsmannschaften aus Australien, Neuseeland und den USA in der Region eingetroffen.

GENF: In einem Genfer Vorort haben Diplomaten aus sechs Staaten Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm aufgenommen. Zum Auftakt der Verhandlungen gab sich EU-Chefdiplomat Javier Solana optimistisch, wollte aber keine konkrete Stellungnahme abgeben. An den Gesprächen nehmen die fünf Vetomächte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und Deutschland teil. Formell handelt es sich aber um Verhandlungen zwischen Solana und dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili. Die iranische Regierung hatte zuvor erklärt, sie werde nicht auf die Urananreicherung verzichten.

PEKING: Mit einer großen Militärparade hat China den 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik gefeiert. Zehntausende Soldaten marschierten an der kommunistischen Führung mit Staats- und Parteichef Hu Jintao an der Spitze vorbei. Hu betonte in einer Ansprache, China sei einer friedlichen Entwicklung verpflichtet. Die Volksrepublik suche die Kooperation mit anderen Ländern auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts, der Souveränität und territorialen Integrität und der Nicht-Einmischung in innere Angelegenheiten. Internationale Menschenrechtsgruppen übten anlässlich des Jahrestages Kritik an der chinesischen Regierung. Im Ausland lebende Vertreter ethnischer Minderheiten wie Tibeter und Uiguren beklagten die Unterdrückung ihrer Volksgruppen.

ISTANBUL: Die Welt kehrt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds nach der schwersten Rezession seit Jahrzehnten schneller als erwartet zum Wachstumskurs zurück. Auch für Deutschland sagt der IWF nach dem tiefroten Jahr 2009 für das kommende Jahr wieder ein leichtes Plus von 0,3 Prozent voraus. Die Weltkonjunktur insgesamt soll 2010 sogar überraschend kräftig um 3,1 Prozent zulegen. Das geht aus dem jüngsten Weltwirtschaftsausblick des IWF hervor, der in Istanbul veröffentlich wurde.

STUTTGART: Die finanziell schwer angeschlagene Landesbank Baden-Württemberg LBBW wird nach Presseberichten 2.500 Stellen streichen. Der Jobabbau sei Teil des umfassenden Spar- und Restrukturierungsprogramms, das der neue LBBW-Vorstandschef Hans-Jörg Vetter an diesem Donnerstag vorstellen wolle, schreibt die "Stuttgarter Zeitung". Auch betriebsbedingte Kündigungen werden danach nicht ausgeschlossen. Derzeit hat das Geldinstitut noch 13.600 Beschäftigte. Im laufenden Jahr erwartet der Vorstand der größten deutschen Landesbank im operativen Geschäft mindestens ein Minus von rund zwei Milliarden Euro.

ERFURT: Die Sozialdemokraten in Thüringen streben eine Regierung mit der CDU an. Das teilte SPD-Landeschef Christoph Matschie nach Beratungen des Vorstands mit. Er ergänzte, bei den in den vergangenen Wochen geführten Sondierungsgesprächen mit Linkspartei und Grünen sei es schwer gewesen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Die Linkspartei, die bei der Landtagswahl Ende August mehr Stimmen als die SPD bekam, war zuletzt sogar bereit gewesen, einen SPD-Regierungschef zu akzeptieren. Für den Fall einer großen Koalition in Thüringen steht CDU-Sozialministerin Christine Lieberknecht für das Amt der Ministerpräsidentin bereit. Die CDU hatte bei der Wahl die absolute Mehrheit verloren, blieb aber stärkste Kraft.

BERLIN: CDU und CSU wollen in den Koalitionsverhandlungen mit den Freien Demokraten an den bestehenden Gesetzen zur inneren Sicherheit festhalten. Die Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten sowie Online-Durchsuchungen seien unverzichtbar, betonte der Vize-Fraktionschef der Union, Wolfgang Bosbach, in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Man könne nicht mit den polizeilichen Instrumenten der 1990er Jahre gegen die terroristische Bedrohungslage des 21. Jahrhunderts antreten. Die stellvertretende FDP-Chefin Cornelia Piper hielt der Union vor, es sei kein guter Umgangsstil, bereits vor den Koalitionsgesprächen zu sagen, was nicht verhandelt werden dürfe.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den stellvertretenden Chef der Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan, den US-Diplomaten Peter Galbraith, abberufen. Gründe wurden offiziell nicht genannt. Hintergrund ist aber offenbar ein Streit zwischen Galbraith und dem Leiter der UN-Mission, dem Norweger Kai Eide, über die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl in Afghanistan, die nach offiziellen Angaben Amtsinhaber Hamid Karsai gewonnen hat. Galbraith trat nach Agenturberichten für eine härtere Gangart gegenüber der Wahlkommission ein, die die Betrugsvorwürfe untersucht.

CONAKRY: Nach der blutigen Niederschlagung einer Demonstration Oppositioneller im westafrikanischen Guinea vom Montag hat Militärmachthaber Oberst Moussa Camara eine Regierung der nationalen Einheit in Aussicht gestellt. In einer Fernsehansprache sagte ein Sprecher Camaras, der Militärrat rufe zu einer Regierung auf, an der Vertreter verschiedener politischer Parteien beteiligt sein sollten. Die Militärregierung wolle einen afrikanischen Vermittler, der dabei helfen solle. Außerdem wolle sie eine von den Vereinten Nationen unterstützte Untersuchungskommission, die die Vorkommnisse untersuchen solle.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau und an der Küste Sonne. Sonst viele Wolken und gelegentlich Regen. Höchstwerte zwischen 13 Grad an der Küste und 21 Grad im Breisgau.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 12 Grad, nach Schauer;
Berlin: 13 Grad, leichter Regen;
Dresden und Köln/Bonn: 14 Grad, bedeckt;
Frankfurt am Main: 13 Grad, wolkig und
München: 11 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema