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Nachrichten

Donnerstag, 1. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BOMBAY: Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Partnerschaft mit China und Indien gleichermaßen ausbauen. Deutschland dürfe beide Länder nicht in irgendeiner Weise gegeneinander stellen, sagte sie zum Abschluss ihrer viertägigen Indienreise in Bombay. Sie versprach zudem eine stärkere politische Unterstützung für die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb. Merkel hatte in den vergangenen Tagen in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi und der Wirtschaftsmetropole Bombay viele Gespräche mit der Regierungsspitze, der Opposition und Wirtschaftsvertretern geführt. Die Reise habe einen Schub für die Beziehungen zwischen Deutschland und Indien gebracht, versicherte sie. Als Herausforderung der Zukunft für Indien bezeichnete die Kanzlerin die Armutsbekämpfung. Indien sei ein Land mit Chancen, aber auch mit großen Brüchen.

PEKING: Mehr als 700 chinesische Firmen dürfen überhaupt nicht mehr oder nur vorübergehend kein Spielzeug mehr exportieren. Die Behörden verhängten ein entsprechendes Verbot, nachdem mehr als 1.700 Unternehmen in der Provinz Guangdong kontrolliert wurden, einer Hochburg der Spielwarenindustrie. Hunderte weitere Betriebe wurden aufgefordert, ihre Werke zu renovieren und die Produktqualität zu verbessern. In den USA und Europa waren in den vergangenen Monaten mehrfach Produkte aus China, vor allem Spielzeug, wegen möglicher Gesundheitsgefahr aus dem Handel genommen worden.

ISLAMABAD: In der zentral-pakistanischen Stadt Sargodha hat ein Selbstmordattentäter einen Bus der Luftwaffe gerammt und einen Sprengsatz gezündet. Mindestens acht Menschen wurden getötet, mehr als 40 weitere wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich einen Tag, nachdem die Luftwaffe Verstecke mutmaßlicher islamischer Extremisten in der Region Swat im Südwesten des Landes beschossen hatte. Dabei wurden 18 Extremisten getötet.

TOKIO: Japan hat seine logistische Unterstützung des US-geführten Afghanistan-Einsatzes 'Enduring Freedom' beendet. Das Verteidigungsministerium beorderte die beiden Kriegsschiffe zurück, die den internationalen Streitkräften im Indischen Ozean zum Betanken ihrer Schiffe und Flugzeuge zur Verfügung standen. Regierungschef Yasuo Fukuda hatte wie sein Vorgänger Shinzo Abe sein Vorhaben, das Mandat über den 1. November hinaus zu verlängern, nicht durch das Oberhaus des Parlaments bekommen. Dort hat seit Juli die Opposition die Mehrheit, die eine Fortsetzung des Einsatzes entschieden ablehnte.

TEL AVIV: Auf seiner Reise durch den Nahen Osten trifft Außenminister Frank-Walter Steinmeier heute Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Dabei will er beiden Politikern den von ihm erarbeiteten Aktionsplan der Europäischen Union für den Nahen Osten erläutern. Dieser sieht unter anderem gezielte EU-Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen vor sowie den Aufbau von Sonderwirtschaftszonen. Zudem soll die Unterstützung bei der Ausbildung und Ausstattung von Polizei und Justiz verstärkt werden.

FRANKFURT AM MAIN: Die Gewerkschaft Transnet will die umstrittene Privatisierung der Deutschen Bahn nicht weiter unterstützen, falls die CDU das jüngst beschlossene SPD-Modell der Volksaktie weiterhin ablehnt. Dann werde seine Gewerkschaft für den Verbleib der Bahn in Bundesbesitz kämpfen, sagte ihr Vorsitzender Norbert Hansen der 'Frankfurter Rundschau'. Mit dem vom SPD-Parteitag beschlossenen Modell der stimmrechtlosen Vorzugsaktie, so Hansen weiter, werde die Bahn vor fremden Einflüssen großer Investoren geschützt. Unter den 230.000 Beschäftigten des Konzerns sei mittlerweile die Sorge groß, dass der Konzern andernfalls zerschlagen werden könnte.

NEW YORK: Die zweite Senkung des US-Leitzinses innerhalb von sechs Wochen hat zu einem Kursanstieg an den Börsen in den USA und Asien geführt. Lediglich in Südkorea und Taiwan gaben die Kurse nach. Der Euro stieg zum Dollar auf ein neues Rekordhoch von 1,45 Dollar. Gold kostete angesichts des Dollar-Verfalls und steigender Ölpreise erstmals seit 1980 mehr als 800 Dollar je Unze. Die US-Notenbank hatte den Leitzins, der die Zinsen für Kredite der Geschäftsbanken untereinander steuert, um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent gesenkt. Begründet wurde das mit dem Risiko einer Konjunkturabschwächung wegen der Krise auf dem US-Immobilienmarkt.

SANTO DOMINGO: Durch Überschwemmungen und Erdrutsche während des Tropensturms 'Noel' sind auf der Karibik-Insel Hispaniola mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des staatlichen Zivilschutzes starben in der Dominikanischen Republik 56 Menschen. Präsident Leonel Fernández verhängte für die kommenden 30 Tage den nationalen Notstand. In Haiti verloren nach Angaben des staatlichen Fernsehens bislang mindestens 24 Menschen ihr Leben. Allerdings gelten weiterhin zahlreiche Personen als vermisst. Auch in Kuba und im Süden Mexikos mussten Tausende auf der Flucht vor den Fluten ihre Häuser verlassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden teils sonnig, im Norden meist trüb. An den Küsten ist Regen möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen acht und 13 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 11 Grad, bedeckt;
Berlin: 9 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 4 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 5 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 1 Grad, neblig und
München: 0 Grad, neblig.

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