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Nachrichten

Donnerstag, 1. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MAINZ: Unter dem Motto 'Gute Arbeit muss drin sein!' begehen die Gewerkschaften an diesem Donnerstag den traditionellen Tag der Arbeit. Die Hauptkundgebung mit dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, findet in Mainz statt. Mit Kurt Beck wird erstmals seit fünf Jahren auch wieder ein SPD-Vorsitzender teilnehmen. Nur gute Arbeit sei sozial, heißt es im Aufruf des DGB zum 1. Mai. Der Gewerkschaftsbund fordert die Bundesregierung darin zur Einführung eines Mindestlohns in Höhe von 7,50 Euro auf. Zudem müsse sie dafür eintreten, dass Leiharbeitnehmer die gleiche Bezahlung erhielten wie festangestellte Kräfte. In einem Interview der Deutschen Welle begrüßte DGB-Chef Sommer auch den Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers für höhere Renten für Geringverdiener. Die Gewerkschaften warnten schon seit langem vor einer drohenden Altersarmut. Die Berechnungen der Bundesbank, wonach zur langfristigen Stabilisierung des Rentensystems das Eintrittsalter auf 68,5 Jahre erhöht werden müsse, bezeichnete Sommer als inhumanes Rentenkürzungsprogramm.

BERLIN: Die Nacht zum 1. Mai ist in Deutschland weitgehend friedlich verlaufen. In Berlin, wo es früher zum Teil schwere Krawalle gegeben hatte, war die Walpurgisnacht nach Angaben der Polizei so friedlich wie seit zehn Jahren nicht mehr. Nach kleineren Auseinandersetzungen im Stadtteil Prenzlauer Berg wurden rund 20 Menschen festgenommen. Ebenfalls zu kleineren Zusammenstößen von Randalierern mit der Polizei kam es im Hamburger Schanzenviertel. Hier wurden nach Steinwürfen auf Polizisten vier Menschen in Gewahrsam genommen. Mit einem Großaufgebot an Beamten will die Polizei an diesem Donnerstag vor allem in Hamburg und Nürnberg bei Aufmärschen von Rechtsextremen und Gegendemonstrationen gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern.

AACHEN: Für ihre Verdienste um die europäische Einigung erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Donnerstag den Aachener Karlspreis. Das Direktorium würdigt damit vor allem Merkels "herausragenden Beitrag" zur Überwindung der EU-Verfassungskrise, wie es in der Begründung heißt. Damit sei auch wieder der Dialog zwischen Bevölkerung und europäischer Politik in Gang gekommen. Die CDU-Chefin ist die vierte Frau, die mit dem renommierten europäischen Preis ausgezeichnet wird. Die Laudatio im Krönungssaal des Aachener Rathauses hält der französische Präsident Nicolas Sarkozy.

KABUL: In Afghanistan sind durch zwei am Straßenrand plazierte Bomben mindestens neun Menschen getötet worden. Unter den Toten sind acht Zivilisten, die durch einen Anschlag im Grenzgebiet zu Pakistan starben. Bei der Detonation einer zweiten Straßenbombe südlich der Hauptstadt Kabul wurde ein Nato-Soldat getötet.

MOGADISCHU: In Somalia sind bei Luftangriffen auf mutmaßliche Stellungen islamistischer Rebellen nach Agenturberichten mehrere Menschen getötet worden. Wie es heißt, hatten Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe die Stellungen bombardiert. Bei den Getöteten soll es sich um Mitglieder der Gruppe Al Schabaab handeln. Diese steht auf der US-Liste ausländischer Terrororganisationen. Al Schabaab kämpft in Somalia gegen die Regierungstruppen, die vom benachbarten Äthiopien unterstützt werden.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat die Mission der Vereinten Nationen im Süden des Sudan, kurz: UNMIS, um ein Jahr verlängert. Die rund 10.000 UNMIS-Soldaten sollen die Einhaltung des 2005 unterzeichneten Friedensabkommens im Sudan überwachen. Auch die Bundeswehr ist mit Militärbeobachtern beteiligt. Das Friedensabkommen war nach 21 Jahren Bürgerkrieg zwischen Regierung und Rebellen ausgehandelt worden.

PEKING: In China hat es erneut anti-französische Proteste gegeben. Mehrere hundert Menschen hätten in drei Städten des Landes vor Läden der französischen Supermarktkette Carrefour demonstriert, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Beim Fackellauf mit dem Olympischen Feuer in Frankreichs Hauptstadt war es zu Übergriffen gekommen. Für zusätzliche Spannungen mit China hatte die Entscheidung des Pariser Stadtrates gesorgt, den Dalai Lama zum Ehrenbürger zu ernennen.

PORT-AU-PRINCE: Das Welternährungsprogramm hat wegen der derzeitigen Lebensmittelkrise um Finanzhilfen von 54 Millionen Dollar - umgerechnet 35 Millionen Euro - für Haiti gebeten. Damit soll die Bevölkerung des Karibikstaates bis zum Jahresende mit dringend benötigten Gütern versorgt werden, wie Regionaldirektor Pedro Medrano mitteilte. Medrano warnte, die Krise könne die jüngsten Fortschritte bei der politischen Stabilisierung Haitis zunichte machen. Nach blutigen Unruhen wegen der hohen Lebensmittelpreise hatte das Parlament Regierungschef Jacques Edouard Alexis vor zwei Wochen abgesetzt. Kürzlich wurde der Wirtschaftsexperte Ericq Pierre als sein Nachfolger nominiert.

ZUM FUßBALL: Durch einen 3 : 2-Heimsieg über Liverpool hat der FC Chelsea das Finale der Champions League erreicht. Gegner ist Manchester United, das sich im Halbfinale gegen Barcelona durchgesetzt hatte. Das erste rein englische Finale der 'Königsklasse' wird in Moskau am 21. Mai ausgetragen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten noch stark bewölkt und gebietsweise Regen, erst später niederschlagsfrei. Sonst längere heitere Abschnitte bei Höchstwerten zwischen 13 und 19 Grad.

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