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Nachrichten

Donnerstag, 1. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Spitzen der schwarz-gelben Koalition haben erleichtert auf die Wahl ihres Kandidaten Wulff zum Bundespräsidenten reagiert. Kanzlerin Merkel sprach von einem Vertrauensbeweis für das neue Staatsoberhaupt. Im langwierigen Verlauf der Präsidentenwahl sehe sie kein Votum gegen ihre Regierungsarbeit. SPD und Grüne sprachen von einer Schlappe für die Bundesregierung. Zudem übten beide scharfe Kritik an der Linkspartei. SPD-Chef Gabriel warf dieser vor, Wulff mit Enthaltung zum Wahlsieg verholfen zu haben. Der 51-Jährige CDU-Politiker hatte in den ersten beiden Wahlgängen die absolute Mehrheit verfehlt. Die erhielt er mit 625 Stimmen erst im dritten Durchgang. Sein rot-grüner Konkurrent, der frühere DDR-Bürgerrechtler Gauck, erhielt mit zuletzt 494 mehr Stimmen als SPD und Grüne an Wahlleuten entsandt hatten.

HANNOVER: Nach dem Rücktritt des neugewählten Bundespräsidenten Wulff vom Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten hat der Landtag in Hannover den bisherigen CDU-Fraktionschef McAllister zu seinem Nachfolger gewählt. Der 39-Jährige erhielt 80 von 148 abgegebenen Stimmen. McAllister will das Landeskabinett der CDU/FDP-Koalition ohne personelle Veränderungen erneut berufen. Er ist der jüngste deutsche Regierungschef.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Brüderle rechnet mit einem anhaltenden Aufschwung in Deutschland. Die Wirtschaft sei inzwischen die Konjunkturlokomotive für die gesamte Europäische Union, sagte der FDP-Politiker in einer Regierungserklärung im Bundestag. Die Erholung werde sich nach allen Prognosen 2011 fortsetzen und weiterhin positiv auch auf den Arbeitsmarkt wirken. Der in der Wirtschaftskrise aufgelegte Fonds für staatliche Kredite an in Schieflage geratene Firmen werde nicht über das Jahresende hinaus verlängert, sagte Brüderle. Forderungen aus dem Ausland, Deutschland solle mit höheren Schulden neue Konjunkturprogramme finanzieren und die Löhne erhöhen, wies er zurück.

ISTANBUL: Die Türkei verlangt für eine Normalisierung ihrer Beziehungen zu Israel eine offizielle Entschuldigung für den kürzlichen Angriff auf eine Gaza-Hilfsflotte mit neun Todesopfern. Außenminister Ahmet Davutoglu habe in einem vertraulichen Gespräch mit dem israelischen Industrieminister Benjamin Ben-Eliezer zudem Entschädigungszahlungen sowie ein Ende der israelischen Blockade des Gazastreifens gefordert, berichten türkische Medien. Mit dem Treffen haben die Regierungen der beiden Staaten erstmals seit dem gewaltsamen Kapern des türkischen Passagierschiffes wieder einen Schritt aufeinander zu gemacht.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat die vom Repräsentantenhaus gebilligte Finanzmarktreform als Sieg für jeden Amerikaner bezeichnet, der vor zwei Jahren zum Opfer der riskanten Geldgeschäfte an der New Yorker Wall Street geworden sei. Die Reform sieht eine Verbraucherschutzbehörde unter dem Dach der US-Notenbank vor und soll die Rettung großer Finanzinstitute auf Kosten der Steuerzahler künftig vermeiden helfen. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen ein Frühwarnsystem für drohende Finanzkrisen, eine bessere Kontrolle des Derivate-Handels und mehr Haftung für Hedge Fonds und Hypothekenhändler.

MEXIKO-CITY: Als erster größerer Wirbelsturm des Jahres hat Hurrikan "Alex" Mexiko und die Küste des US-Bundesstaates Texas erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 150 Kilometern pro Stunde und heftigen Regenfällen traf der Sturm auf das Festland. Die Bewohner des dünn besiedelten Gebietes im Nordosten Mexikos brachten sich in Schutzräumen in Sicherheit.

TOKIO: Der japanische Autohersteller Toyota hat schwerwiegende Motorenprobleme bei Fahrzeugen seiner Luxus-Marke Lexus und der Crown-Serie eingeräumt. Weltweit könnten bis zu 270.000 Fahrzeuge betroffen sein, verlautete vom Unternehmen in Tokio. Der größte japanische Autobauer hat seit Monaten mit einer Welle von Fahrzeug-Rückrufen wegen technischer Probleme zu kämpfen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne. Im Erzgebirge und am Alpenrand sind einzelne Gewitter möglich. Höchsttemperaturen zwischen 25 und 34 Grad, an den Küsten etwas kühler.

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