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Nachrichten

Donnerstag, 1. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Der verkündete Kompromiss zum Aus für die Steinkohleförderung im Jahr 2018 steht wieder in Frage. Ein Spitzentreffen von Bund, Ländern, RAG-Konzern und der Industriegewerkschaft BCE wurde ohne Einigung vertagt. Wirtschaftsminister Michael Glos erklärte nach den Beratungen in Berlin, die Details der Finanzierungsfragen seien noch nicht abschließend geklärt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagte, der genannte Ausstiegstermin 2018 sei mit ihm nicht abgestimmt. Ein Datum für das Ende der Kohlesubventionen könne es erst geben, wenn die Finanzierung der noch anstehenden Kosten des Bergbaus geklärt seien. SPD und Gewerkschaft reagierten mit scharfer Krtik.

BERLIN: Der Bundestag befasst sich an diesem Donnerstag mit den Gewerkschaftsprotesten gegen die geplante Rente mit 67. Gestern waren dem Aufruf der IG Metall rund 75.000 Beschäftigte vor allem der Autobauer VW und Audi gefolgt. Der Bundestag erörtert das Thema in einer von der Linksfraktion beantragten Aktuellen Stunde. Die Anhebung des Renteneintrittsalters soll noch vor Ostern verabschiedet werden. Auf der Tagesordnung des Parlaments stehen heute auch die abschließenden Beratungen über den Beitritt Deutschlands zu den UNESCO-Abkommen über den Kulturgüterschutz und der Jahreswirtschaftsbericht 2007.

BERLIN: Vor der Bundestags-Abstimmung über die Gesundheitsreform am Freitag hat der AOK-Bundesverband eingelenkt. Er will jetzt nach eigenen Angaben die Möglichkeiten der Reform nutzen. AOK-Vorstandschef Hans Jürgen Ahrens sagte der 'Thüringer Allgemeinen', ein Angebot unterschiedlicher Tarife sei im Sinne der Versicherten. Am Dienstag hatten die Gesetzentwürfe der Gesundheitsreform trotz einiger kritischer Stimmen wichtige parlamentarische Hürden in Bundestagsausschüssen genommen.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat ungeachtet der Haftbefehle gegen 13 mutmaßliche CIA-Agenten die Zusammenarbeit mit Deutschland im Kampf gegen den Terrorismus gewürdigt. Zu den Haftbefehlen im Fall der Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled el-Masri wollte sich Außenamtssprecher Sean McCormack aber nicht äußern. Die USA respektierten die Souveränität ihrer Freunde und Alliierten. Man warte jetzt auf weitere Einzelheiten. Die Münchner Staatsanwaltschaft beschuldigt die mutmaßlichen CIA-Agenten, el-Masri von Mazedonien nach Afghanistan verschleppt zu haben. Der Vorwurf lautet auch auf gefährliche Körperverletzung. Eine Auslieferung der in den USA lebenden Verdächtigen gilt aber als unwahrscheinlich. Die CIA lehnte eine Stellungnahme ab.

JERUSALEM: Die israelische Armee hat im Westjordanland mindestens ein Mitglied der militanten El-Aksa-Brigaden getötet. Der 21-Jährige sei in Nablus erschossen worden; ein weiterer Kämpfer habe schwere Verletzungen erlitten, teilte die Gruppierung mit. Eine israelische Militär-Sprecherin bestätigte den Einsatz in Nablus. Die El-Aksa- Brigaden sind der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas.

TEL AVIV: Israels Regierungschef Ehud Olmert hat mit seiner Aussage vor dem Libanon-Untersuchungsausschuss begonnen. Der Ausschuss war nach massiver öffentlicher Kritik an dem gescheiterten israelischen Feldzug gegen die Hisbollah im Libanon im August 2006 eingesetzt worden. Er soll die Verantwortung der damaligen Entscheider klären. Mit ersten Ergebnissen wird in den kommenden Wochen gerechnet. Olmert ist der letzte von insgesamt 70 Politikern und Militärs, die vor dem Ausschuss erschienen sind.

COLOMBO: Auf Sri Lanka geht die Gewalt trotz eines Friedensappells der Regierung an die tamilischen Rebellen weiter. Nahe der nördlichen von Regierungstruppen gehaltenen Stadt Vavuniya explodierte eine Bombe, die einer Militärpatrouille galt. Am Mittwoch waren mehr als zehn Sicherheitskräfte bei einem Anschlag auf einen Bus ums Leben gekommen.

CARACAS: In Venezuela hat sich Präsident Hugo Chavez vom Parlament mit Sondervollmachten ausstatten lassen, um den Sozialismus in dem südamerikanischen Land als Staatsform zu verankern. Die Abgeordneten verabschiedeten ein entsprechendes Gesetz. US-Präsident George W. Bush zeigte sich über die Entscheidung des venezolanischen Parlaments besorgt.

KOBLENZ: Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine Bande gefasst, die irakische Flüchtlinge zunächst nach Deutschland und dann weiter in andere Länder Europas geschleust hat. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte, wurden bei einer Razzia drei mutmaßliche Anführer in Berlin und im Westerwald verhaftet. Die Beschuldigten sollen mindestens 13 Irakern für jeweils viele tausend Euro die illegalen Grenzübertritte ermöglicht haben. Es gebe bislang aber keine Hinweise für einen politischen Hintergrund. PARIS: In Frankreich ist ein Rauchverbot in Kraft getreten. In öffentlichen Gebäuden, Schulen, Krankenhäusern, in Verkehrsmitteln und auf Bahnsteigen darf nicht mehr geraucht werden. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 135 Euro rechnen.

ZUM SPORT: Das Trainerkarussell in der Fußball-Bundesliga ist wieder in Bewegung. Der FC Bayern München trennte sich mit sofortiger Wirkung von Felix Magath. Nachfolger wird bis zum Saisonende Magaths Vorgänger Ottmar Hitzfeld. Bei Borussia Mönchengladbach warf Jupp Heynckes das Handtuch. Für ihn kommt zunächst sein bisheriger Assistent Jos Luhukay. Und Bundesliga-Schlusslicht Hamburger SV entließ seinen Trainer Thomas Doll. Entsprechende Berichte bestätigte der Verein. - In den Mittwochspielen der Bundesliga gab es folgende Ergebnisse: Leverkusen - Bremen 0:2, Hannover - Berlin 5:0, Mainz - Dortmund 1:0, Schalke - Aachen 2:1 sowie Hamburg - Cottbus 1:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten oft sonnig. In der Mitte nachlassender Regen oder Schneeregen, örtlich auch Frost. Höchstwerte fünf bis zehn Grad.

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