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Nachrichten

Donnerstag, 08. Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BRÜSSEL: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat sich bemüht, ihre Kollegen in den EU-Staaten und der NATO wegen der umstrittenen Aktivitäten des Geheimdienstes CIA in Europa zu beruhigen. Sie habe zugesagt, dass in den USA internationales Recht nicht anders ausgelegt werde als in Europa, sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Brüssel. Man habe etwa 45 Minuten über die Medienberichte gesprochen, wonach die CIA geheime Gefängnisse für Terrorverdächtige in Europa betreibe und die Verdächtigen auch quer durch Europa transportiere. Die NATO-Außenminister wollen in Brüssel unter anderem den Auftrag der Afghanistan-Schutztruppe erweitern. Diese soll im nächsten Jahr mit insgesamt 16.000 Mann auch den Süden des Landes kontrollieren.

STUTTGART: Die Innenminister von Bund und Ländern sind zu ihrer Herbstkonferenz zusammengekommen. Erstmals nimmt an dem zweitägigen Treffen in Stuttgart der neue Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble -CDU- teil. Themen sind unter anderem die Sicherheit bei der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland, die Bekämpfung des internationalen Terrorismus, sowie Regelungen des Bleiberechtes für Ausländer, die seit langem in Deutschland leben.

MÜNCHEN: Papst Benedikt XVI. wird im nächsten September erneut Deutschland besuchen. Vom 10. bis 15. September 2006 werde er in seine bayerische Heimat kommen, gab das Erzbistum in München bekannt.

TOKIO: Japans Regierung hat den Einsatz japanischer Soldaten im Irak um ein weiteres Jahr verlängert. Premierminister Junichiro Koizumi sagte, der humanitäre Einsatz diene der Festigung der Demokratie in dem Land. Ob die Soldaten möglicherweise früher abgezogen würden, sei noch nicht entschieden. Die etwa 600 Mann helfen seit Dezember 2003 in der Stadt Samawa im Süden des Irak bei Wiederaufbauarbeiten.

BAGDAD: Aus der irakischen Hauptstadt wird ein neuer Selbstmordanschlag gemeldet. Nach Polizeiangaben gab es mindestens 16 Tote und fast 20 Verletzte, als sich ein Attentäter in einem Bus in die Luft sprengte. Derweil verlängerten die Entführer der vier im Irak verschleppten Friedensaktivisten aus den USA, Kanada und Großbritannien ihr Ultimatum um drei Tage bis Samstag. Sollten bis dahin nicht alle ausländischen Soldaten abgezogen sowie alle irakischen Gefangenen freigelassen sein, würden die vier getötet. Von der verschleppten Deutschen Susanne Osthoff und ihrem einheimischen Fahrer gibt es nach offiziellen Angaben nach wie vor kein Lebenszeichen.

JERUSALEM: Israelische Kampfflugzeuge haben im Norden des Gazastreifens zwei Angriffe geflogen. Sie beschossen nach Militärangaben Straßen, die von palästinensischen Extremisten für ihren Raketenbeschuss israelischen Territoriums genutzt würden. Opfer habe es keine gegeben. Am Mittwoch war in Rafah im südlichen Gazastreifen aus der Luft ein Fahrzeug mit Mitgliedern des radikalen Islamischen Dschihad beschossen worden. Dabei wurde ein lokaler Dschihad-Führer getötet. Die radikale Organisation hatte sich zu dem Selbstmordanschlag in Netanja vom Montag bekannt.

GENF: Israel tritt der Rot-Kreuz-Organisation bei. Möglich wurde dies, nachdem für die Organisation ein drittes, neutrales Zeichen gefunden wurde: der 'Rote Kristall', eine rote Raute auf weißem Grund. Die Unterzeichnerstaaten der Genfer Konvention stimmten mit einer Zweidrittelmehrheit diesem politisch neutralen Zeichen zu, da der Davidstern vor allem bei arabischen Staaten auf Widerstand stieß. Als Symbole weiter verwendet werden das Rote Kreuz und der Rote Halbmond.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die Forderung Eritreas nach einem Rückzug von UN-Beobachtern aus dem nordost-afrikanischen Land zurückgewiesen. Die Forderung der Regierung in Asmara, alle US-amerikanischen, kanadischen und europäischen Mitarbeiter der UN-Mission müssten sich aus dem Grenzgebiet zu Äthiopien zurückziehen, sei 'inakzeptabel', erklärte der Sicherheitsrat. In den vergangenen Wochen waren auf beiden Seiten der umstrittenen Grenze wieder verstärkte Truppenbewegungen beobachtet worden. Der Sicherheitsrat hatte Äthiopien und Eritrea daraufhin mit Sanktionen gedroht.

PEKING: Einen Tag nach dem schweren Grubenunglück im Norden Chinas werden nach wie vor mehr als 30 Bergleute vermisst. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 74 Männer bislang tot geborgen. Am Mittwoch hatte sich in der Mine von Tangshan in der Provinz Hebei eine Schlagwetterexplosion ereignet. Es war innerhalb von zehn Tagen bereits das vierte schwere Grubenunglück in China.

MIAMI: Bei einem dramatischen Zwischenfall auf dem Flughafen von Miami hat ein bewaffneter Flugbegleiter einen Passagier erschossen. Der US-Amerikaner hatte behauptet, in seinem Handgepäck befinde sich eine Bombe. Nachdem er vor den so genannten 'Sky Marshals' flüchten wollte, feuerten diese Schüsse auf den 44-Jährigen ab. Wenig später starb der anscheinend geistig verwirrte Mann an seinen Verletzungen. Bei einer späteren Untersuchung seines Gepäcks wurde keine Bombe gefunden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils wolkig, teils neblig-trüb. Im Südwesten immer wieder Regen, in Höhenlagen Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen einem und sieben Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 3 Grad, regnerisch,
Berlin: 3 Grad, regnerisch,
Dresden: 4 Grad, bewölkt,
Köln/Bonn: 4 Grad, bedeckt,
Frankfurt am Main: 4 Grad, stark bewölkt und
München: 2 Grad, leicht bewölkt.

  • Datum 08.12.2005
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