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Nachrichten

Donnerstag, 02. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: Vertreter der 20 führenden Wirtschaftsmächte -G20- beraten über neue Regeln für die Finanzmärkte und über Wege aus der weltweiten Rezession. Die Staats- und Regierungschefs wollen in Großbritanniens Hauptstadt eine tiefgreifende Reform des globalen Finanzsystems auf den Weg bringen. So sollen künftige Zusammenbrüche von Banken und anderen Finanzinstituten verhindert und Gefahren für die übrige Wirtschaft rechtzeitig erkannt werden. Auch gegen Steueroasen und exzessive Managergehälter will die Gipfelrunde vorgehen. Zur Krisenbekämpfung sollen zudem die Mittel des Internationalen Währungsfonds IWF aufgestockt werden. Kanada, eines der wenigen westlichen Länder, das seine Banken nicht mit Bürgschaften oder Finanzhilfen stützen musste, sagte dem IWF eine Soforthilfe von zehn Milliarden Dollar zu. - Bei Protesten gegen den G-20-Gipfel gab es am Mittwoch im Londoner Bankenviertel gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Ein Demonstrant brach nach Polizeiangaben ohne Gewalteinwirkung bewusstlos zusammen und starb kurz darauf.

BERLIN: Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben zurückhaltend auf die Nominierung des Daimler-Managers Rüdiger Grube zum neuen Bahnchef reagiert. Man nehme den Personalvorschlag der Bundesregierung "zur Kenntnis" und werde ab Montag über ihn beraten, erklärten die beiden Vorsitzenden, Alexander Kirchner und Klaus-Dieter Hommel, in Berlin. Vorher werde es weder eine Zustimmung der Gewerkschaften noch der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat geben. Die Forderungen nach einem klaren Bekenntnis zur integrierten Bahn und damit zur Sicherung der Arbeitsplätze seien noch nicht erfüllt. Nach dem Wunsch der Bundesregierung soll Daimler-Manager Rüdiger Grube neuer Chef der Deutschen Bahn werden. Der bisherige langjährige Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte am Montag wegen der Datenaffäre in seinem Unternehmen den Rücktritt angekündigt.

BERLIN: Die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands NPD muss wegen eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts noch rund 2,2 Millionen Euro Strafe an die Bundestagsverwaltung zahlen. Die Partei wurde aufgefordert, die Summe bis zum 1. Mai zu begleichen. Die Bundestagsverwaltung teilte mit, die NPD habe in ihrem Rechenschaftsbericht 2007 staatliche Mittel falsch ausgewiesen; auch seien sonstige Einnahmen wie etwa Spenden nicht erläutert worden. Die "Berliner Zeitung" berichtet, der NPD drohe der finanzielle Ruin. Eigentlich waren mehr als 2,5 Millionen Euro an Strafe fällig. Im Februar wurde jedoch bereits eine Abschlagszahlung von etwa 300.000 Euro geleistet.

HAMBURG: Nicht nur bei der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom sind Mitarbeiterdaten ausgespäht worden, sondern auch beim Flugzeugbauer Airbus Deutschland. Ein Sprecher des Konzerns bestätigte entsprechende Presseinformationen. Die Kontodaten von rund 20.000 Beschäftigten seien im Jahr 2007 mit den Kontonummern von Zulieferern abgeglichen worden, um eventuelle Bestechung nachweisen zu können. Der Betriebsrat, der nach eigenen Angaben nicht informiert war, kündigte eine juristische Prüfung des Sachverhalts an.

LONDON: Frankreich und China haben ihre seit Dezember anhaltende diplomatische Eiszeit für beendet erklärt. Staatschef Nicolas Sarkozy und sein chinesischer Kollege Hu Jintao trafen am Rande des G-20-Gipfels in London zusammen. Beide Seiten hatten zuvor die vollständige Wiederaufnahme der Beziehungen auf höchster Ebene angekündigt. In einer gemeinsamen Erklärung sagte Frankreich zu, im Sinne des Prinzips der Nichteinmischung jede Form der Unterstützung für die Unabhängigkeit Tibets zu unterlassen. Nachdem sich Sarkozy im Dezember mit dem Dalai Lama, dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, getroffen hatte, ließ Peking ein Gipfeltreffen mit der EU platzen. Frankreich hatte damals den EU-Ratsvorsitz.

KUALA LUMPUR: Der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi ist - wie angekündigt - von seinem Amt zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenz aus der anhaltenden Kritik an seiner gut fünfjährigen Amtsführung, wie ein Sprecher mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Regierungspartei 'Vereinigte Malaysische National-Organisation' die schwerste Wahlniederlage in der 52-jährigen Geschichte des Staates hinnehmen müssen. Am Freitag wird der bisherige Vize-Ministerpräsident Najib Razak als neuer Regierungschef vereidigt. Er war vor einer Woche bereits zum Vorsitzenden der Regierungspartei bestimmt worden.

SEOUL: Nordkorea hat nach Informationen von CNN damit begonnen, eine Trägerrakete zu betanken. Der US-Fernsehsender berichtete unter Berufung auf einen ungenannten hochrangigen US-Militärangehörigen weiter, dass damit der Zeitpunkt des Starts der Rakete näher rücke. Die nordkoreanische Regierung hatte angekündigt, Anfang April einen Kommunikationssatelliten ins All schicken zu wollen. Die USA, Japan und Südkorea befürchten jedoch, dass Nordkorea unter dem Deckmantel des Satellitenstarts eine Langstreckenwaffe testet.

WASHINGTON: Vor ihrem Jubiläumsgipfel hat die Nato Albanien und Kroatien als neue Mitglieder aufgenommen. Die Ratifikationsurkunden der beiden Balkanstaaten wurden in Washington feierlich hinterlegt. Durch die Aufnahme der beiden Balkanstaaten erweitert sich das Verteidigungsbündnis auf 28 Mitglieder. Beim NATO-Jubiläumsgipfel am Freitag und Samstag in Straßburg, Kehl und Baden-Baden werden beide Länder bereits mit vollem Stimmrecht teilnehmen. - Kroatiens Präsident Stipe Mesic erklärte, ein wichtiges außenpolitisches Ziel seines Landes sei erreicht, Albaniens Regierungschef Sali Berisha sprach vom "Wahrwerden eines Traums". Der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow kritisiert die Nato-Osterweiterung. Deutschland, die USA und andere westliche Staaten hätten ihm nach der deutschen Wiedervereinigung versprochen, dass die Nato sich keinen Zentimeter nach Osten bewegen werde, sagte Gorbatschow der "Bild"-Zeitung.

STOCKHOLM: In Schweden sind als fünftem europäischen Land gleichgeschlechtliche Ehen zugelassen. Das Parlament verabschiedete mit großer Mehrheit ein Gesetz, dass homosexuellen Paaren die gleichen Rechte einräumt wie heterosexuellen. Das Gesetz soll im Mai in Kraft treten. Zuvor hatten schon die Niederlande, Norwegen, Belgien und Spanien ähnliche Gesetze verabschiedet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im ganzen Land gibt es überwiegend einen Mix aus Sonne und Wolken. Die Tageswerte liegen zwischen zwölf Grad an der Küste und bis zu 20 Grad am Oberrhein.

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