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USA

Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner im Visier des FBI

Die Ermittlungen um fragwürdige Russland-Kontakte des Wahlkampfteams von US-Präsident Trump sind im Weißen Haus angekommen. Im Fokus: Jared Kushner, einer der engsten Berater des Präsidenten - und sein Schwiegersohn.

Medienberichten zufolge untersucht die Bundespolizei FBI die Verbindungen von Jared Kushner nach Russland. Die "Washington Post" und der Nachrichtensender NBC beriefen sich dabei auf nicht näher genannte Quellen aus der US-Regierung. Die Ermittler gingen davon aus, dass Kushner relevante Informationen habe, hieß es. Ihre Untersuchungen bedeuteten aber nicht, dass sie ihn eines Verbrechens beschuldigten oder beabsichtigten, ihn zu belangen.

Die "Washington Post" hatte bereits in der vorigen Woche gemeldet, dass eine "Trump nahe stehende Person" das Interesse der Ermittler geweckt habe. Nun schreibt das Blatt, es gehe dabei um Treffen Kushners mit dem russischen Botschafter und einem Bankier. Untersucht werden solle, welcher Art diese Treffen waren.

Video ansehen 00:32

US-Medien: FBI überprüft Jared Kushner

Undurchsichtige Strategie

Mögliche Verstrickungen zwischen Trumps Team und Russland belasten die Präsidentschaft des Republikaners von Beginn an. Nach geheimdienstlichen Erkenntnissen versuchte Moskau aktiv, die Wahl zu Trumps Gunsten zu beeinflussen. In der FBI-Untersuchung und in den Ermittlungen von Kongressausschüssen geht es hauptsächlich um die Frage, ob es Absprachen zwischen Mitgliedern des Wahlkampfteams und Moskau gab.

Zum Zeitpunkt der fraglichen Dezember-Treffen Kushners hatte sein Schwiegervater die Wahl bereits gewonnen. Doch anders als sonst bei Routine-Kontakten üblich waren die Zusammenkünfte seinerzeit nicht öffentlich gemacht worden. In diesem Zusammenhang ist das FBI weiterhin auch an Michael Flynn interessiert, dem ehemaligen Sicherheitsberater des neuen US-Präsidenten. Er soll bei den Treffen ebenfalls anwesend gewesen sein.

Gefährlich für Trump?

Dass Jared Kushner ins Visier des FBI gerät, kann auch für Donald Trump unangenehm werden. Kushner ist nicht nur Ehemann von Trumps Tochter Ivanka, er gilt im Weißen Haus auch als mächtiger Mann im Hintergrund. Offiziell ist er als Präsidentenberater zuständig für die Bereiche Kanada und Mexiko, die Verbindungen zu China und den Friedensprozess im Mittleren Osten. Allerdings äußert er sich öffentlich zu so gut wie keinem davon.

Die Ermittlungen zu möglichen Verstrickungen des Kremls in den US-Wahlkampf leitet der ehemalige FBI-Direktor Robert S. Mueller, der in der vorigen Woche vom US-Justizministerium eingesetzt wurde. Darüber hinaus befassen sich fünf Ausschüsse des Senats mit den Vorwürfen.

mak/nin (dpa, rtr)

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