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Aktuell Amerika

Donald Trump zieht sich aus seinen Firmen zurück

Der künftige US-Präsident Trump ist auch ein milliardenschwerer Unternehmer mit Geschäftsinteressen in vielen Ländern. Künftig will er nur noch Staatschef sein.

Der designierte US-Präsident Trump im Kreise seiner Familie (picture-alliance/dpa)

Der designierte US-Präsident Trump im Kreise seiner Familie

Donald Trump will sich nach eigenen Angaben als US-Präsident vollständig aus seinen Unternehmen zurückziehen. Der Schritt sei rechtlich nicht zwingend, er wolle sich aber voll und ganz auf die Staatsgeschäfte konzentrieren, schrieb er auf Twitter. "Die Präsidentschaft ist die bei weitem wichtigere Aufgabe", betonte Trump. Die Firmen sollen künftig von seinen drei erwachsenen Kindern Donald junior, Ivanka und Eric geleitet werden.

Einzelheiten will der designierte Präsident auf einer Pressekonferenz am 15. Dezember in New York gemeinsam mit seinen Kindern bekanntgeben. Zunächst hatte Trump geplant, seine Kinder lediglich als Treuhänder in seine Firmen einzusetzen. Der 70-Jährige besitzt ein Konglomerat von Firmen in der Immobilien- und der Unterhaltungsbranche, die in der Holding Trump Organization zusammengefasst sind.

Beobachter hatten nach dem Wahlsieg des Rechtspopulisten auf mögliche Interessenkonflikte zwischen dem Unternehmer Trump und dem Präsidenten Trump hingewiesen. Mit seinem Rückzug aus seinen Firmen will Trump nun offensichtlich jeden Anschein von Interessenkollisionen vermeiden.

Der künftige US-Finanzminister Mnuchin (picture-alliance/AP Photo/C. Kaster)

Der künftige US-Finanzminister Mnuchin

Finanzminister von der Wall Street

Das künftige US-Kabinett nimmt unterdessen immer deutlichere Formen an. Der frühere Manager der Investmentbank Goldman Sachs, Steven Mnuchin, soll Finanzminister werden. Der 53-Jährige teilte mit, Trump habe ihn für den Posten nominiert.

Mnuchin war der Finanzchef von Trumps Wahlkampagne. Er arbeitete 17 Jahre lang für die Investmentbank Goldman Sachs, später reüssierte er als Produzent von Hollywoodfilmen.

Steuerreform angekündigt

USA Wilbur Ross (picture-alliance/newscom/J. Angelillo)

Wird US-Handelsminister: Ex-Investmentbanker Ross

Das Handelsministerium soll nach dem Willen Trumps der Milliardär und frühere Investmentbanker Wilbur Ross übernehmen. Kurz nach ihrer Nominierung setzten Mnuchin und Ross bereits erste Akzente. Der künftige Finanzminister sagte in einem Fernsehinterview, oberste Priorität habe eine Steuerreform. "Wir werden die Unternehmenssteuern senken, was enorm viele Jobs zurück in die Vereinigten Staaten bringen wird", erläuterte Mnuchin. Auch mittlere Einkommen sollen entlastet werden.

Mnuchin sprach von der größten Steuerreform seit der Ära von Präsident Ronald Reagan in den achtziger Jahren. Ross lies durchblicken, dass er bilaterale Handelsabkommen statt regionaler Vereinbarungen wie dem transpazifischen TPP bevorzugt. Er liegt damit ganz auf der Linie von Trump.

Dinner mit Romney

Für die Position des US-Außenministers gilt nach Korrespondentenberichten jetzt wieder der frühere republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney als Favorit. Im Wahlkampf hatte er Trump noch als "Hochstapler" und "Betrüger" gebrandmarkt. Doch nun haben die beiden Parteifreunde offenbar das Kriegsbeil begraben.

 Trump und sein Stabschef Priebus (l.) mit Romney (r.) beim Dinner (Reuters/L. Jackson)

Trump und sein Stabschef Priebus (l.) mit Romney (r.) beim Dinner

Sie  kamen in einem New Yorker Nobel-Restaurant zu einem Dinner zusammen, an dem auch der von Trump als Stabschef ausgewählte Reince Priebus teilnahm. Romney sprach anschließend von einem "wunderbaren Abend". "Ich glaube, Sie werden sehen, dass Amerika die Welt auch in diesem Jahrhundert führen wird", sagte Romney zu Reportern. Er habe "zunehmende Hoffnung", dass Trump "genau der Mann ist, der uns in eine bessere Zukunft führen kann", betonte Romney.

wl/rb (dpa, afp, rtr)