1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Syrien-Krieg

Donald Trump und Wladimir Putin: "Keine militärische Lösung für Syrien"

Offiziell getroffen haben sie sich nicht. Doch US-Präsident Trump und sein russischer Kollege Putin lancierten ein gemeinsames Papier, während sie in Asien vor den Kameras Hände schüttelten.

Vietnam Apec-Gipfel US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin (Getty Images/AFP/J. Silva)

"Entschlossen" gegen den IS: Wladimir Putin (links) und Donald Trump in Da Nang ...

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin sehen nach Angaben Moskaus keine militärische Lösung für den Syrien-Konflikt. Wie der Kreml mitteilte, veröffentlichten beide Staatschefs am Rande des APEC-Gipfels im vietnamesischen Da Nang eine entsprechende gemeinsame Erklärung. Ein offizielles bilaterales Treffen gab es offenbar nicht, aber Trump und Putin begegneten einander bei mehreren Gelegenheiten informell.

"Die Präsidenten sind sich einig, dass es für den Konflikt in Syrien keine militärische Lösung gibt", heißt es auf der Website des Kremls. Beide hätten zudem ihre "Entschlossenheit" bekräftigt, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu bekämpfen. In der Erklärung bekannten sich Trump und Putin zu Syriens "Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit, territorialer Integrität und säkularer Natur". Sie drängten die Konfliktparteien dazu, an den Genfer Friedensgesprächen unter Leitung der Vereinten Nationen teilzunehmen. Diese kommen bislang nur schleppend voran.

Vietman APEC Gipfel Trump Putin Handschlag (Getty Images/AFP)

.. wo sie zuvor bereits im eigens angefertigten Gipfelhemd einander die Hand schüttelten

Laut Kreml sprachen Putin und Trump in Da Nang zudem über "die Notwendigkeit, das menschliche Leiden in Syrien zu verringern". Sie riefen "alle UN-Mitgliedstaaten" auf, "in den kommenden Monaten" den Zugang humanitärer Hilfe zu verbessern. "Zufrieden" zeigten sich die beiden Präsidenten den Angaben zufolge mit den Bemühungen, Zusammenstöße zwischen ihren jeweiligen Streitkräften in Syrien zu verhindern. Dies habe "erheblich dazu beigetragen", der IS-Miliz in den vergangenen Monaten Niederlagen zuzufügen.

Zuletzt hatte die russische Armee den USA vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen den IS vorzugehen und stattdessen die von Russland unterstützten Einsätze gegen die Dschihadisten zu behindern. Moskau ist die wichtigste Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, während Washington mehrere Rebellengruppen unterstützt. 

Syrien Deir ez-Zor (Getty Images/AFP/Stringer)

Zerstörte Stadt Dair-as-Saur in Syrien (Archivbild)

Der Umgang des US-Präsidenten mit seinem russischen Kollegen steht in Trumps Heimat unter besonderer Beobachtung: Mehrere Vertreter des Trump-Teams stehen im Verdacht, eng mit Moskau zusammengearbeitet zu haben, um Trump im vergangenen Jahr zum Wahlsieg zu verhelfen. Für Trump könnte ein engerer Kontakt zu Putin indes hilfreich sein, um größere Unterstützung Russlands im Atomkonflikt mit Nordkorea zu gewinnen.

jj/ust (dpa, afp)

Die Redaktion empfiehlt